Eiersheim

49.6605555555569.5875298Koordinaten: 49° 39′ 38″ N, 9° 35′ 15″ O
Eiersheim ist ein Dorf in Tauberfranken und gehört seit der Gemeindereform vom 1. September 1971 zur Stadt Külsheim.

Blasonierung: In Silber eine blaue Traube mit grünen Blättern.
Noch zur Kurmainzer Zeit besiegelte der Amtskeller in Külsheim die von der Gemeinde ausgestellten Urkunden und Briefe, „weylen sich das Dorf keines eigenen Insigels gebraucht“ (GLA Karlsruhe: Siegelkartei und Wappenakten Tauberbischofsheim). Das Vollmachtsformular zur Gemeindehuldigung vom 14. August 1811 zeigt das heutige Wappenschild, eine Traube. Die Umschrift lautet „EYERSH. GERICHTSSIGILL“ (Eiersheimer Gerichtssiegel). In den Farbstempeln, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von der Gemeinde verwendet wurden, erscheint die Traube einmal im gekrönten Schild, ein anderes Mal ohne Schild. Im Zuge der Überprüfung der Wappen aller Gemeinden des Amtsbezirks Tauberbischofsheim wurde 1901 das Siegel der Gemeinde Eiersheim wegen der Krone und des Wappenschildes beanstandet. Im Juli 1901 stimmte der Gemeinderat der Neugestaltung des Wappens zu; die Darstellung der Traube wurde verbessert und die Farben festgelegt. Das neue Gemeindewappen wurde ab Mai 1902 verwendet. 1938 und 1958 verwendete die Gemeinde vorübergehend Farbstempel mit der Traube im gekrönten Schild.
Eiersheim wurde erstmals 1233 urkundlich erwähnt. In einer weiteren Urkunde aus dem Jahr 1248 wird der Name des Ortes Eiersheim als „Iserhem“ aufgeführt (= „Heim des Iser“), 1381 als „Yershen“ und „Eyershaim“.
In frühester Zeit gehörte das Dorf den Grafen von Wertheim, später den Herren von Rieneck. Danach war es von 1582 bis 1803 kurmainzisch und bis 1806 leiningisch. Im gleichen Jahr kam der Ort zum Großherzogtum Baden. Seit der Auflösung des Amts Külsheim am 23. Dezember 1813 zählte Eiersheim zum Amt Tauberbischofsheim, welches wiederum im Main-Tauber-Kreis aufging.
Die Eiersheimer Gemarkung war früher reichlich mit Rebstöcken bepflanzt. In einer alten Chronik ist vermerkt, dass der Eiersheimer Wein einst auf der kaiserlichen Tafel in Frankfurt am Main aufgetragen worden ist.
Auf der Höhe südlich des Dorfes sieht man dicht beieinander drei alte Bildstöcke. An der Stelle, an der die alte Straße nach Wolferstetten von der Hohen Straße abzweigt, stand ehemals der „Geleitsbaum“. Bis hierher hatte Bischofsheim zur Sicherung des Verkehrs auf dieser Straße das Geleit zu geben; von da ab war Külsheim für den Schutz verantwortlich. Der gesamte Fuß – und Fahrwerksverkehr von Tauberbischofsheim nach Miltenberg nahm damals diese Strecke am Landturm bei Wolferstetten vorbei. Die heutige Straße nach Külsheim durch das untere Taubenloch ist erst vor etwa hundert Jahren erbaut worden.
Weit überwiegend (95 %) ist die Bevölkerung katholisch und im übrigen evangelisch oder konfessionslos.
Auf der Gemarkung Eiersheim entspringt der Maisenbach, Namensgeber des Tals, durch das er fließt, der in Gamburg an der Dorfmühle in die Tauber mündet. Bei einer Unwetterkatastrophe im Mai 1911 führte der sonst so ruhige Bach gewaltige Wassermassen mit sich und richtete bei der genannten Mühle große Verheerungen an.
Eiersheim, Kirche St. Margaretha, Außenansicht
Eiersheim, Kirche St. Margaretha, Innenansicht
Eiersheim, Kirche St. Margaretha, Gotisches Maßwerkfenster in der Taufkapelle des Turmes
Eiersheim, Kirche St. Margaretha, Barocke Statue des Viehpatrons St. Wendelin
Die Kirche St. Margaretha wurde 1831 im Empirestil erbaut und hundert Jahre später erneuert. In ihrem nördlich vom Langhaus stehenden Turm befindet sich ein Rest des alten, bereits 1515 beglaubigten Gotteshauses. An der Nordwand der Kirche steht ein frühgotisches Sakramentshäuschen. Die alten Glocken aus den Jahren 1494 und 1506 haben beide Weltkriege überstanden; sie stammen von dem Heidelberger Glockengießer Lachmann, der um 1520 gestorben ist. Sie zeigen eine gotische Beschriftung mit kleinen Buchstaben, die so genannte Minuskelschrift.
Im Dorf haben sich noch typische historische Fachwerkbauten der tauberfränkischen Region erhalten. Besonders sehenswert ist ein Fachwerkhaus aus dem Jahre 1712.
Im Jahr 2007 eröffnete der Heimatverein ein Dorfmuseum in Eiersheim. Es befindet sich in einem alten Wohnhaus mit anliegender Scheune und wurde durch ehrenamtliche Arbeit und Spenden neu eingerichtet. Das Dorfmuseum dokumentiert das Leben und Arbeiten in einem Eiersheimer Wohnhaus um das Jahr 1900 und kann besichtigt werden.
Eiersheim | Hundheim | Külsheim | Steinbach | Steinfurt | Uissigheim

Liste der Stolpersteine in Hamburg-Finkenwerder

Die Liste der Stolpersteine in Hamburg-Finkenwerder enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Hamburg-Finkenwerder verlegt wurden. Mit ihnen soll Opfern des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Hamburg-Finkenwerder lebten und wirkten.
Diese Seite ist Teil der Liste der Stolpersteine in Hamburg, da diese mit insgesamt über 4988 (Stand: Januar 2016) Steinen zu groß würde und deshalb je Stadtteil, in dem Steine verlegt wurden, eine eigene Seite angelegt wurde.
Alsterdorf | Altenwerder | Altona-Altstadt | Altona-Nord | Bahrenfeld | Barmbek-Nord | Barmbek-Süd | Bergedorf | Bergstedt | Billbrook | Billstedt | Blankenese | Borgfelde | Bramfeld | Dulsberg | Eidelstedt | Eilbek | Eimsbüttel | Eißendorf | Eppendorf | Farmsen-Berne | Finkenwerder | Fuhlsbüttel | Groß Borstel | Groß Flottbek | Hamburg-Altstadt | Hamm | Hammerbrook | Harburg | Harvestehude | Hausbruch | Heimfeld | Hoheluft-Ost | Hoheluft-West | Hohenfelde | Horn | Iserbrook | Langenhorn | Lemsahl-Mellingstedt | Lohbrügge | Lokstedt | Lurup | Marienthal | Marmstorf | Neuenfelde | Neugraben-Fischbek | Neustadt | Niendorf | Nienstedten | Ohlsdorf | Osdorf | Othmarschen | Ottensen | Poppenbüttel | Rahlstedt | Rönneburg | Rothenburgsort | Rotherbaum | Sasel | Sinstorf | St. Georg | St. Pauli | Stellingen | Sternschanze | Tonndorf | Uhlenhorst | Veddel | Volksdorf | Wandsbek | Wellingsbüttel | Wilhelmsburg | Wilstorf | Winterhude | Wohldorf-Ohlstedt

Glienicker Brücke

52.41333333333313.090277777778Koordinaten: 52° 24′ 48″ N, 13° 5′ 25″ O
f1
B 1
Havel
Die Glienicker Brücke verbindet über die Havel hinweg die Städte Berlin (Ortsteil Wannsee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf) und Potsdam, Stadtteil Berliner Vorstadt. Ihren Namen verdankt sie dem in der Nähe gelegenen ehemaligen Gut Klein Glienicke, an dessen Stelle heute das Schloss Glienicke liegt. Weltweit bekannt wurde die Glienicker Brücke durch den spektakulär inszenierten dritten und letzten Agentenaustausch am 11. Februar 1986.

Nördlich der Brücke befindet sich der Jungfernsee und südlich davon die Glienicker Lake. Die Bundesstraße 1 verläuft über die Brücke. Unter ihr führt mit dem natürlichen Havellauf nur der südliche Arm der Binnenwasserstraße Havel hindurch, der Frachtverkehr kürzt den Potsdamer Havelbogen durch den Sacrow-Paretzer Kanal ab. Auch der Durchfluss des Wassers nimmt überwiegend den kürzeren Weg. Der Teltowkanal endet südlich der Brücke in der Glienicker Laake. Dem Schloss Glienicke liegt das Jagdschloss Glienicke gegenüber, das heute als Sozialpädagogische Fortbildungsstätte Berlin-Brandenburg (SFBB) bekannt ist.
Ende des 17. Jahrhunderts wurde eine erste schmale Holzbrücke an dieser Stelle gebaut, die dem Adel als Verbindung zwischen den Potsdamer Schlössern und den Jagdgründen auf der anderen Havelseite vorbehalten war. 1754, knapp 100 Jahre später wurde eine ständige Postverbindung zwischen Berlin und Potsdam über die Brücke eingerichtet, die nun auch für den allgemeinen Kutschverkehr geöffnet wurde. Wegen der schnellen Zunahme des Verkehrs musste das alte Bauwerk 1777 durch eine neue hölzerne Zugbrücke mit Geländer und beidseitigen Wachhäuschen ersetzt werden. Da es bei der Kontrolle häufig Probleme gab – manche Kutscher fuhren einfach unkontrolliert durch –, wurde erstmals ein Schlagbaum auf dieser Brücke errichtet.
Die Berlin-Potsdamer Chaussee wurde 1792 bis 1795 als preußische Muster- und Vorzeigechaussee ausgebaut, zur Finanzierung der Bauarbeiten war von den Benutzern ein Chausseegeld zu zahlen. An der Glienicker Brücke wurde dafür ein Chausseegeld-Einnehmerhäuschen errichtet. Hier kassierten Beamte Brückengebühren, allerdings nicht von Adligen. Ende des 18. Jahrhunderts erhielt die Brücke somit ihren ersten festen Kontrollpunkt.
Neben der Holzbrücke wurde 1831 mit dem Bau einer Steinbrücke begonnen, die auf Entwürfe des preußischen Hofarchitekten Karl Friedrich Schinkel basierte. Für die Bauausführung bestimmte der preußische Staat:
„[…] hat elf Durchflussöffnungen, von welchen zehn Öffnungen, jede 31½ Fuß weit und überwölbt, und eine Öffnung zur Durchfahrt der Schiffsgefäße, die 30 Fuß im Lichten weit und mit zwei gegeneinanderschlagenden Zugklappen überdeckt ist. Die ganze Länge der Brücke zwischen den Stirnwänden beträgt 565 Fuß. Die Fahrbahn ist 20 Fuß und jeder Fußweg daneben vier Fuß breit.
Die Prinzessin Maria, „erhabene Tochter [… des …] allgeliebten Königs, Ihre Majestät die Kaiserin von Russland […] Allerhöchstdieselben und Ihre Kaiserliche Hoheit die Großfürstin Maria“ weihte die neue Brücke am 30. September 1834 ein. Der damalige Potsdamer Bischof formulierte bei der Eröffnung:
„[…] Sie ist ebenso köstlich wie wohlgeraten. Sie gehört mit zu den vorzüglichsten Bauwerken unter seiner Majestät Regierung, und man betrachtet sie und die schöne Gegend, die sich vor ihr ausdehnt, mit Wohlgefallen.“
Das Brückenzollhäuschen wurde im folgenden Jahr entfernt und verkauft. Im gleichen Jahr passierte exotische Fracht unter der Brücke hindurch: Das Dampfschiff Henriette brachte für den königlichen Tiergarten auf der Pfaueninsel einen Löwen, zwei Ameisenbären und zwei Affen aus dem Hamburger Hafen. Begleitet wurde die Fracht von den Prinzen Carl und Wilhelm.
Adolf Slaby, Professor für Elektrotechnik richtete am 7. Oktober 1897 eine Telegrafie-Funkstrecke nach dem System Marconi als Versuchsverbindung ein. Die längste Teilstrecke von der Matrosenstation Kongsnæs nordwestlich der Glienicker Brücke bis zur Heilandskirche am Port von Sacrow hatte eine Länge von 1,4 Kilometer.
Mit der Eröffnung des Teltowkanals am 2. Juni 1906 und dem Beginn des motorisierten Verkehrs wurde es dringend nötig, die Zugbrücke durch eine höhere und feste Brücke zu ersetzen, denn die 1900 begonnene Binnenwasserstraße, die aus der Glienicker Lake kommt, endete an der Schinkelschen Brücke. Für die Jahre 1902 bis 1904 wurde ein durchschnittliches monatliches Verkehrsaufkommen von 11.400 Fuhrwerken und Autos angegeben. Trotz Protesten von Denkmalschützern wurde nun die Backsteinbrücke abgerissen und 1906 mit dem Neubau einer Straßenbrücke begonnen. Es handelt sich um eine Stahlträgerkonstruktion mit einem Fachwerk als aufgelöste Tragwerksstruktur. Die Bauausführung erfolgte von der Firma Harkort aus Duisburg. Am 16. November 1907 wurde das Bauwerk dem Verkehr übergeben. Sie erhielt den offiziellen Namen Kaiser-Wilhelm-Brücke, der sich jedoch nicht durchsetzte. Architekturkritiker äußerten sich über das Erscheinungsbild der Brücke eher abfällig, sie sei „eine plumpe Eisenkonstruktion“. An der Berliner Seite der Brücke wurden auf den gemauerten Enden steinerne Kentauren des Bildhauers Stephan Walter als Schmuck aufgesetzt.
Über die neue Brücke fuhr bis 1916 auch eine Linie der Potsdamer Straßenbahn, die auf der Wannseer Seite endete. Eine Verlängerung bis zum Bahnhof Wannsee war geplant, wurde aber nie gebaut.
Die 1927 mit einer Streckenlänge von 12,5 Kilometer in Betrieb genommene Omnibuslinie P (Bahnhof Zehlendorf-Mitte – Potsdam, Glienicker Brücke) der Allgemeinen Berliner Omnibus-Aktiengesellschaft trug wesentlich dazu bei, dass sich die neue Brücke zu einem Ausflugsziel entwickelte. An der Brücke befanden sich die Anlegestellen der Dampfschifffahrtsgesellschaften, deren Rundfahrten sich großer Beliebtheit erfreuten. Die bei der Fertigstellung der Eisenbrücke auf den Pylonen vorhandenen Ziertürmchen wurden 1931 wegen zu hohen Erhaltungsaufwands entfernt.
Ab 1937 ließ die Reichsverwaltung die Reichsstraße 1 (heute: Bundesstraße 1) vierstreifig ausbauen. Die Glienicker Brücke wurde um 4,50 Meter verbreitert und angehoben und damit verkehrsmäßig angepasst. Sie zählte bald zu den meist befahrenen Straßenbrücken Deutschlands.
Die Busverbindung wurde in den Kriegsjahren immer weniger frequentiert, bis sie 1945 eingestellt wurde. In den letzten Apriltagen 1945 kam es während der Kämpfe zwischen Wehrmacht und der Roten Armee im Bereich der Berliner Vorstadt Potsdams zur Zerstörung der Glienicker Brücke. Entgegen anders lautenden Veröffentlichungen wurde sie weder durch die Wehrmacht noch durch die Rote Armee vorsätzlich gesprengt, obwohl an allen Pfeilern Sprengladungen angebracht worden waren. Der zur Sprengung vorgesehene Pionier hatte seinen Standort in einem der letzten Häuser der Potsdamer Seite. Eine beabsichtigte Sprengung hätte die Brücke völlig zerstört. Ein Angriff der Roten Armee von der Berliner Seite aus wurde erwartet. Inzwischen näherten sich jedoch Truppenteile der Roten Armee aus der Potsdamer Innenstadt, dem Neuen Garten und dem Park Babelsberg der Brücke. Die sowjetischen Panzer schossen auf die Brücke und trafen zwei Sprengladungen, die einen Teil der Brücke zerstörten, alle anderen Sprengkapseln blieben unversehrt.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs entstand neben der unpassierbaren Brücke eine provisorische Holzkonstruktion. Das erste nach Kriegsende wieder betriebene Personenschiff, der Dampfer Potsdam, fuhr vom 20. Juni 1945 an vom Stößensee in Berlin-Spandau bis zur Glienicker Brücke. Er ersetzte die zerstörte S-Bahn-Verbindung zwischen Berlin und Potsdam. Die Berliner Konferenz, später unter dem Namen Potsdamer Konferenz bekannt, begann im Schloss Cecilienhof mit ersten Beratungen. Für die teilweise über Berlin kommenden alliierten Konferenzteilnehmer installierten sowjetische Pioniere anstelle der zerstörten Glienicker Brücke eine Pontonbrücke über die Havel.
Am 3. November 1947 begann der Wiederaufbau der Brücke. Der Bauleiter Hans Dehnert ließ die eingestürzte Stahlkonstruktion heben und diese in die erhaltenen Brückenteile in der ursprünglichen Form wieder einfügen. Die Ausbesserung der Tragwerkskonstruktion verringerte jedoch die Belastungsmöglichkeiten der Brücke. Deshalb wurden die vorher auskragenden Fußwegkonsolen nach innen verlegt, was zu einer Reduzierung der Fahrbahnbreite von 13 auf 11 Meter führte. Die Wiedereröffnung erfolgte am 19. Dezember 1949 unter Teilnahme hoher DDR-Funktionäre wie dem damaligen Verkehrsminister Hans Reingruber. Ein Kabinettsbeschluss der Landesregierung von Brandenburg bestimmte die Umbenennung des Bauwerks in Brücke der Einheit. Genau in der Mitte der Brücke wurde ein weißer Grenzstrich gezogen, der die Grenze zwischen der DDR und West-Berlin markierte. Das hölzerne Provisorium verschwand 1950. Seit dieser Zeit besitzt die Brücke auch einen unterschiedlichen Farbanstrich. Der östliche (Berliner) Teil der Brücke ist etwas dunkler.
Ab 1952 wurde die Brücke für den privaten Autoverkehr gesperrt, Fußgänger konnten nur mit einer Sondergenehmigung hinüber gelangen. Militärische Kontrollposten wurden eingerichtet, die nur noch Angehörige der Militärverbindungsmission passieren ließen. Diese hatten ihre Hauptsitze in West-Berlin und ihre offiziellen Standorte in unmittelbarer Nähe der Potsdamer Seestraße (Frankreich und Großbritannien) sowie in Sacrow (USA). Von dort aus konnten sie – gemäß dem Potsdamer Abkommen – Kontrollfahrten zu Militäranlagen in der DDR machen. Am 3. Juli 1953 wurde die Brücke als einer der letzten Verbindungswege von Berlin ins Umland für Zivilpersonen komplett gesperrt.
Zwischen 1962 und 1986 wurden auf der Glienicker Brücke drei Mal hochrangige Agenten beider Militärlager gegeneinander ausgetauscht. Unter anderem wurden am 10. Februar 1962 die Spione Rudolf Iwanowitsch Abel und Francis Gary Powers ausgetauscht. Ab 1963 durften darüber hinaus Mitglieder der in West-Berlin residierenden Militärmissionen der ČSSR, Polens und Jugoslawiens (und teilweise deren Familienmitglieder) die Brücke mit entsprechenden Ausweispapieren passieren. 1973 wurde die Regelung auch auf Angestellte des seit Juni 1973 in West-Berlin ansässigen Generalkonsulats der UdSSR erweitert.
Eine in den 1970er Jahren erforderliche Reparatur der eisernen Brückenkonstruktion kam zunächst nicht zustande, weil es zwischen den Verhandlungspartnern der DDR und West-Berlins keine Einigung über deren Finanzierung gab. So sperrten die Behörden der DDR die Brücke am 15. November 1984 aus Sicherheitsgründen. Diese Maßnahme führte zu neuen Gesprächen zwischen Besuchsbeauftragten des Berliner Senats und der DDR-Regierung. In deren am 20. Dezember 1984 veröffentlichten Ergebnis erklärte der West-Berliner Senat die Übernahme der veranschlagten Reparaturkosten von zwei Millionen Mark.
Grenzdurchbruch
Mit einem gestohlenen Lkw durchbrachen am 11. März 1988 drei Flüchtlinge von Potsdam aus die Barrieren auf der Brücke nach West-Berlin.
Einen Tag nach dem Mauerfall, am 10. November 1989, wurde die Brücke wieder für jedermann geöffnet. Im deutschen Einigungsvertrag von 1990 wurde die Aufhebung aller Sperr- und Kontrollmaßnahmen offiziell vereinbart.
Die Brücke steht dem allgemeinen öffentlichen Straßen- und Fußgängerverkehr zur Verfügung und ist Teil der Bundesstraße 1.
In der Mitte der Brücke erinnert ein Metallband auf dem linken und rechten Fußgängerweg an den alten Grenzverlauf und die Aufhebung der Teilung. Auf Potsdamer Seite erinnert eine braune Tafel mit Inschrift an die Wiedereröffnung. Auf Berliner Seite ist eine Erinnerungstafel zur Geschichte der Brücke angebracht.
Als in beiden Militärlagern im Verlauf des Kalten Krieges einige wichtige Personen des Gegners festgenommen worden waren, verhandelten Beauftragte über einen Personenaustausch. Als besonders geeignet erwies sich dabei die Glienicker Brücke. Sie war von den beteiligten Mächten USA und Sowjetunion von Berlin aus gut erreichbar und das Umfeld konnte bestens gesichert werden. Die nahegelegene Villa Kampffmeyer diente dem KGB als Beobachtungsposten. Zwischen 1962 und 1986 wurden auf der Glienicker Brücke drei Austauschaktionen mit insgesamt 40 Personen durchgeführt. Später ging sie deshalb unter dem Namen Agentenbrücke durch die Medien. Der englische Spitzname der Brücke ist Bridge of Spies („Brücke der Spione“). Eine maßgebliche Vermittlerrolle bei der Vorbereitung der Austausche 1985 und 1986 spielte der Ost-Berliner Rechtsanwalt Wolfgang Vogel.
Am 10. Februar 1962 wurde Oberst Rudolf Iwanowitsch Abel, Spitzenspion der Sowjets in den USA, gegen Francis Gary Powers, einen amerikanischen Piloten, der bei einem Aufklärungsflug mit der U-2 über der Sowjetunion abgeschossen worden war, ausgetauscht. Obwohl die Aktion größtmöglich geheim gehalten werden sollte, sorgte der Austausch für Schlagzeilen in den Medien. (Siehe den Film Bridge of Spies – Der Unterhändler)
Nach mehr als 20 Jahren erfolgte wieder auf der Glienicker Brücke ein Austausch von politischen Häftlingen beider Lager. Der DDR-Unterhändler Wolfgang Vogel hatte vereinbart, dass 25 in der DDR und Polen inhaftierte westliche Agenten (u. a. Eberhard Fätkenheuer und Werner Jonsek) gegen vier im Westen von der CIA verhaftete Spione (u. a. Alfred Zehe und Alice Michelson) ausgetauscht werden. Am 11. Juni 1985 erfolgte der Austausch von nunmehr 23 Inhaftierten gegen vier Spione.
Am 11. Februar 1986 wurden die vier im Osten inhaftierten Personen Anatoli Schtscharanski (UdSSR, Dissident, Regimekritiker, Oppositioneller, aus Sicht der UdSSR ein Agent, verurteilt wegen Verrats und antisowjetischer Agitation, später israelischer Handelsminister Natan Sharansky), der DDR-Bürger Wolf-Georg Frohn, der Tschechoslowake Jaroslav Javorský sowie der BRD-Bürger Dietrich Nistroy gegen fünf Häftlinge aus dem Westen ausgetauscht. Es handelte sich um Hana Köcher, KGB-Agentin, Heimat: ČSSR, Karel Köcher, KGB-Agent, Heimat: ČSSR, Jewgeni Semljakow, Computerspezialist der UdSSR, Jerzy Kaczmarek, Geheimdienstler der VR Polen und Detlef Scharfenorth. Lange war zuvor gestritten worden, ob Anatoli Schtscharanski als Freiheitskämpfer (Sicht der USA) oder Agent (sowjetische Auffassung) zu behandeln sei. Die Amerikaner setzten sich mit ihrer Auffassung durch und erwirkten, dass Schtscharanski vor den drei anderen zur Grenzlinie an der Glienicker Brücke gefahren wurde. Dort ließen ihn die Vertreter des KGB mit zu weiten Hosen und ohne Gürtel über die Brücke laufen, sodass er vor den laufenden Fernsehkameras ständig seine Hosen festhalten musste. Während die westlichen Medien ausführlich vom Ort des Geschehens berichteten, druckte im Osten lediglich das SED-Parteiorgan Neues Deutschland einige Zeilen über den Austausch auf der Glienicker Brücke:
„Auf Grund von Vereinbarungen zwischen den USA und der BRD sowie der UdSSR, der ČSSR, der VRP und der DDR fand am Dienstag, den 11.2.1986 ein Austausch von Personen statt, die durch die jeweiligen Länder inhaftiert worden waren. Darunter befanden sich mehrere Kundschafter.“

Bremer Philharmoniker

Die Bremer Philharmoniker sind das offizielle Orchester der Freien Hansestadt Bremen. Neben der Bespielung des Musiktheaters im Theater Bremen veranstalten sie pro Spielzeit 24 Philharmonische Konzerte, diverse Sonder-, Benefiz- und Kammerkonzerte sowie viele Projekte im Bereich Musikvermittlung. Intendant der Bremer Philharmoniker ist Christian Kötter-Lixfeld, Generalmusikdirektor ist seit 2007 Markus Poschner.

1820 gründete der Domorganist Wilhelm Friedrich Riem das Bremer Concert-Orchester. Er war bis zu seinem Tod (1857) Dirigent dieses Orchesters. Ihm folgte als Dirigent Carl Martin Reinthaler. Das Orchester wurde von dem 1863 gegründeten Verein Bremischer Musikfreunde betreut.
1825 wurden die Gesellschaft für Privatkonzerte − seit 1895 Philharmonische Gesellschaft − gegründet. Sie organisierten einen Philharmonischen Chor und ein Concert-Orchester, als eines der ersten bürgerlichen Orchester. Die Stadt Bremen gewährte dem Orchester Zuschüsse, das später Philharmonisches Orchester genannt wurde.
Johannes Brahms gab 1855 sein Debüt als Pianist. Es war sein erster öffentlicher Auftritt mit einem Orchester. Dreizehn Jahre später wurde in Bremen das Deutsche Requiem unter seiner Leitung uraufgeführt. Auch heute noch fühlen sich die Bremer Philharmoniker Johannes Brahms besonders verbunden: Seine Kompositionen gehören zu den meistgespielten im Repertoire.
Die als Folge des Ersten Weltkrieges einsetzende Inflation machte es Anfang der 1920er Jahre unmöglich, das bis dahin auf privater Basis engagierte Philharmonische Orchester in dieser Form weiter zu erhalten. Es wurde deshalb von Bremen als städtisches Orchester übernommen. Die Philharmonische Gesellschaft lieh sich die Musiker für ihrer Konzerte aus. 1933 erfolgte die Umbenennung in Staatsorchester. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt das Orchester den Namen Bremer Philharmonisches Staatsorchester.
2002 fand die Umwandlung in die Rechtsform einer GmbH statt; es entstand die Bremer Philharmoniker GmbH. Die Bremer Philharmoniker sind damit die erste deutsche Orchester-GmbH mit privater Mehrheitsbeteiligung. Die Gesellschafter sind die Orchestermusiker, organisiert im Bremer Philharmoniker e.V. (26 %), die Philharmonische Gesellschaft Bremen (26 %), die Stadt Bremen (26 %) und das Theater Bremen (22 %).
Die Leitung der Gesellschaft haben der Generalmusikdirektor und der Intendant. Die Zahl der Musiker liegt um die 94 (Stand 2010). Nach wie vor wird ein Staatszuschuss um die 4 Mio. Euro (Stand 2009) gewährt. Ein Aufsichtsgremium unter Vorsitz des Kultursenators gleicht die verschiedenen Interessen aus.
Chefdirigenten und Generalmusikdirektoren
Weitere Dirigenten
Die Bremer Philharmoniker bestreiten pro Saison zirka 175 Opernvorstellungen im Theater Bremen im Theater am Goetheplatz, 24 Philharmonische Konzerte im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“ sowie rund 30 Sonder-, Familien- und Kammerkonzerte. Zu den Sonderkonzerten gehören beispielsweise Benefiz-Konzerte für die Spendenaktion Weihnachtshilfe, den Bremer Krebs-Hilfsfond und den Bremer Bürgerpark sowie Konzerte im Rahmen des Musikfest Bremen, des Bremer Klavierwettbewerbs und des Internationalen Dirigentenforums des Deutschen Musikrats. In ihrer Konzertreihe „phil pur“ widmen sich die Bremer Philharmoniker im Rahmen eines Philharmonischen Konzertes an mehreren Abenden dem Werk eines einzelnen Komponisten. Seit 2009 veranstalten die Bremer Philharmoniker auch ein eigenes Festival unter dem Titel „phil intensiv“. Nachdem bei der ersten Auflage vier Tage lang die vier Sinfonien von Johannes Brahms im Mittelpunkt standen, widmeten sich Markus Poschner und das Orchester bei der zweiten Auflage gemeinsam mit der SWR Big Band dem Wechselspiel von Komposition und Improvisation und der Begegnung von Klassik und Jazz, Symphonieorchester und Big Band. Richard Wagners Oper „Tristan und Isolde“ stand als konzertante Aufführung 2011 auf dem Festivalprogramm. Dazu kommen zahlreiche Projekte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen sowie Projekte in der 2006 gegründeten „Musikwerkstatt Bremen“. Insgesamt sind die Bremer Philharmoniker in einer Spielzeit bei über 370 Veranstaltungen zu erleben.
Das Kernrepertoire der Konzerte reicht von der Wiener Klassik über die Romantik und Spätromantik bis zur Klassischen Moderne und der zeitgenössischen Musik. Kontinuierlich werden Solisten und Dirigenten von Weltrang verpflichtet, wie Frank Peter Zimmermann, Gidon Kremer, Midori, Julia Fischer, Julian Rachlin, Rudolf Buchbinder, Boris Beresowski, Sabine Meyer, Christopher Hogwood oder Mario Venzago.
Mit verschiedensten Veranstaltungen in und außerhalb der Schule begleiten die Bremer Philharmoniker jedes Jahr über 10.000 Kinder und Jugendliche. Ein besonders ambitioniertes Projekt innerhalb der Musikvermittlung stellt die im Herbst 2006 eröffnete „Musikwerkstatt Bremen“ dar. Die „Musikwerkstatt Bremen“ ist in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schule entstanden und verfolgt das Ziel, Kinder und Erwachsene aktiv und durch eigenes Erleben mit Musik in Kontakt zu bringen. In der Musikwerkstatt kann man Einblicke in die Welt eines Sinfonieorchesters erhalten, aber vor allem sämtliche Instrumente eines Orchesters unter pädagogischer Anleitung ausprobieren.
Mehrere Aktivitäten wurden mit Preisen ausgezeichnet:
1825 wurde der Verein Gesellschaft für Privatkonzerte gegründet. Er hoffte, tüchtige Musiker für Bremen zu gewinnen und strebte die Bildung eines guten Orchesters und Chores an. Anfänglich waren die Erfolge noch mäßig, dann entstand jedoch ein beständiges Concert-Orchester mit Berufsmusikern und Musikern aus Liebhaberei.
Auch der Philharmonische Chor entstand. Nach dem Tod des Domkantors und Dirigenten der Bremer Singakademie Wilhelm Friedrich Riem (1779–1857) gab es seit 1858 mit Carl Martin Reinthaler einen gemeinsamen Dirigenten beider Chöre. Beide Chöre wurden nach dem Ausscheiden von Riem unter der Leitung von Max Erdmannsdörfer 1892 zu dem gemeinsamen Philharmonische Chor vereinigt.
1895 wurde aus der Gesellschaft für Privatkonzerte die Philharmonische Gesellschaft. Sie engagierte sich ehrenamtlich im Bremer Musikleben und hat maßgeblich zu dessen Entwicklung und Vielfalt beigetragen. Musikliebhaber, Förderer und Firmen unterstützen die Gesellschaft. Sie war aber nicht in der Lage, auf Dauer ein Orchester von Berufsmusikern zu unterhalten und so musste sie sich für ihre Konzerte Musiker des städtischen Orchesters bzw. des Staatsorchesters ausleihen.
Seit 2001 ist Barbara Grobien Vorsitzende der Gesellschaft.
2002 wurde auf Initiative der Gesellschaft die Bremer Philharmoniker GmbH gegründet, an der die Gesellschaft zu 26 % beteiligt ist (siehe auch oben). Sie überließ der GmbH die Philharmonischen Konzerte in der Glocke, organisiert aber weiterhin Kammerkonzerte.
Die Philharmonische Gesellschaft arbeitet mit dem Musikfest Bremen zusammen, um eine hohe Qualität zu sichern. Durch eine Kooperation mit der Universität Bremen wird ein gemeinsames Seminar durchgeführt, zur Einführung in die Welt der europäischen Kunstmusik.

Madagascar 2

Madagascar 2 ist ein computeranimierter Trickfilm, der am 4. Dezember 2008 in den deutschen Kinos anlief. Die Produktion stammt, wie sein Vorgänger Madagascar, von DreamWorks Animation.

Der kleine Löwe Alekey lebt mit seinem Vater Zuma, dem Anführer des Rudels, in einem Reservat in Afrika. Eines Tages fordert Makunga, der selbst das Rudel anführen möchte, Zuma zu einem Kampf heraus. In der Zwischenzeit folgt Alekey einem als Falle ausgelegten Seil und wird an der Grenze des Reservates von Tierfängern gefangen genommen. Zuma versucht vergeblich, Alekey vom Truck der Tierfänger zu retten. Während des Seetransportes fällt die Kiste mit dem gefangenen Alekey unbemerkt ins Meer, bis er gefunden und gerettet wird. Im Central Park Zoo in New York wächst er unter seinem neuen Namen Alex zu einem stattlichen Löwen heran und wird zur Attraktion des Zoos.
Jahre später beschließen die vier New Yorker Zootiere Alex der Löwe, Marty das Zebra, Melman die Giraffe und Gloria das Nilpferd, die im Vorgängerfilm auf Madagaskar gestrandet waren, wieder nach New York in ihren Zoo zurückzukehren. Ihre Gastgeber, die Lemurenkolonie unter dem verrückten King Julien, und die aus dem Vorgängerfilm bekannte schlagkräftige Pinguin-Gang helfen ihnen, ein seit Jahrzehnten dort liegendes Flugzeugwrack wieder flottzumachen. Aus Treibstoffmangel muss die Gruppe nach kurzer Flugzeit in Afrika bruchlanden. Sie landen in einem Tierreservat, dessen einzige Wasserstelle Treffpunkt zahlreicher Arten ist.
Die folgenden Szenen illustrieren die individuellen Anpassungsprobleme der vier Protagonisten an die „alte Heimat“: Alex findet seine Eltern wieder, kann jedoch die Aufnahmeprüfung für das Rudel nicht bestehen, weil er denkt, es wäre ein Tanzwettbewerb (und kein Zweikampf), und muss deshalb aus dem Rudel verbannt werden. Da dies sein Vater nicht übers Herz bringen kann, gibt er die Führung des Rudels an den machthungrigen und eitlen Makunga ab. Marty lernt eine Herde von optisch identischen Artgenossen kennen und glaubt frustriert, seine Einzigartigkeit verloren zu haben. Da es sogar Alex unmöglich ist, ihn von den anderen zu unterscheiden, streiten sie sich und Marty wendet sich enttäuscht von Alex ab. Gloria lernt mit „Moto Moto“ einen attraktiven, aber eher unromantischen Nilpferdbullen kennen. Melman, der Gloria insgeheim verzehrend liebt, zieht sich darum zurück, entwickelt eine neue eingebildete Krankheit und wartet auf den Tod. Die Pinguine – als einzige völlig unbeeindruckt von Afrika – sammeln inzwischen Bodenschätze, stehlen Geländewagen von den Touristen und bauen aus den Fahrzeugteilen ein neues Flugzeug zusammen.
Die Situation am Wasserloch eskaliert, als die von ihren Fahrzeugen getrennten Touristen mithilfe eines aus Baumstämmen selbst errichteten Staudamms die Wasserzufuhr zum Reservat unterbrechen (dabei werden sie von der alten New Yorker Dame angeführt, die sich schon im ersten Film in der Grand Central Station mit dem Löwen Alex furchtlos angelegt hatte). Alex will sich auf den gefahrvollen Weg aus dem Reservat hinaus machen, um die Ursache für das Versiegen des Wasser zu finden. Nachdem er Marty unter Hunderten von Zebras wiedererkannt hat, ist auch die alte Freundschaft zwischen Löwe und Zebra wiederhergestellt und beide machen sich gemeinsam auf den Weg. King Julien empfiehlt inzwischen, einen Freiwilligen als Opfer in den Vulkan zu werfen, um dadurch den Wassergott freundlich zu stimmen und so das Wasser zurückzubekommen. Der liebeskranke Melman, der wegen seiner eingebildeten Krankheit sowieso glaubt, nicht mehr lange leben zu können, meldet sich daraufhin. Gerade noch rechtzeitig hatte er Gloria seine Liebe gestanden, die ihn dann auch in letzter Sekunde vor dem Fall in den Vulkan retten kann. Alex und Marty entdecken den Staudamm der Touristen. Nach zwischenzeitlicher Gefangennahme und anschließender Befreiungsaktion zerstören die Tiere den Staudamm mithilfe der Pinguine und ihres Flugzeuges. Alex und seinem Vater gelingt es auch durch einen Trick, Makunga wieder zu entmachten und ihre Ehre und Stellung im Rudel zurückzuerlangen.
Zum Schluss wollen alle vorerst in Afrika bleiben, bis auf Skipper, der seine geliebte Puppe heiratet und zusammen mit den anderen Pinguinen und den Schimpansen mit dem Flugzeug und einer Ladung Gold und Diamanten in die Flitterwochen nach Monte Carlo fliegt.
Der Film wurde vom Studio DreamWorks Animation unter der Regie von Eric Darnell und Tom McGrath produziert. Die Musik wurde komponiert von Hans Zimmer und gesungen von Will.i.am. Vertrieben wird der Film in den USA von Paramount Pictures. Die Kinopremiere in den Vereinigten Staaten war am 7. November 2008. Bereits am 30. Oktober kam der Film in die russischen und ukrainischen Kinos.
Am 3. Dezember hatte der Film Premiere in Frankreich und Belgien, seit dem 4. Dezember 2008 war er in Deutschland zu sehen.
Der Film wurde von der Berliner Synchron AG übersetzt und synchronisiert.
Am 19. Dezember 2008 erhielt der Film die Goldene Leinwand für über drei Millionen Kinozuschauer.
Der Film erhielt überwiegend positive Kritiken und erreichte bei Rotten Tomatoes eine Bewertung von 64 %, basierend auf 150 Kritiken. Bei Metacritic konnte ein Metascore von 61, basierend auf 25 Kritiken, erzielt werden.
„Unterhaltsamer Familienfilm voller gewitzter Einfälle, dessen Umsetzung freilich einige Unstimmigkeiten aufweist. So schwächen sich Gags und „gefühlvoll“-dramatische Szenen mitunter gegenseitig ab, und die detailverliebte Animation verträgt sich nur wenig mit dem „Loony Tunes“-Stil der Actionsequenzen.“
Eine Fortsetzung mit dem Titel Madagascar 3: Flucht durch Europa wurde am 8. Juni 2012 veröffentlicht. Alex der Löwe, Marty das Zebra, Gloria das Nilpferd und Melman, die Giraffe versuchen immer noch nach Hause nach New York zu kommen. Dieses Mal geht ihre Reise zu einem Reisezirkus in Europa, den sie im Madagascar-Stil neuerfinden wollen.
Madagascar (2005) | Madagascar 2 (2008) | Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012)
Die Madagascar-Pinguine in vorweihnachtlicher Mission (2005) | Fröhliches Madagascar (2009) | Die Pinguine aus Madagascar (2014)
Die Pinguine aus Madagascar (2008–2013) | King Julien (seit 2014)
Antz (1998) • Der Prinz von Ägypten (1998) • Der Weg nach El Dorado (2000) • Chicken Run – Hennen rennen (2000) • Shrek – Der tollkühne Held (2001) • Spirit – Der wilde Mustang (2002) • Sinbad – Der Herr der sieben Meere (2003) • Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück (2004) • Große Haie – Kleine Fische (2004) • Madagascar (2005) • Wallace & Gromit – Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen (2005) • Ab durch die Hecke (2006) • Flutsch und weg (2006) • Shrek der Dritte (2007) • Bee Movie – Das Honigkomplott (2007) • Kung Fu Panda (2008) • Madagascar 2 (2008) • Monsters vs. Aliens (2009) • Drachenzähmen leicht gemacht (2010) • Für immer Shrek (2010) • Megamind (2010) • Kung Fu Panda 2 (2011) • Der gestiefelte Kater (2011) • Madagascar 3: Flucht durch Europa (2012) • Die Hüter des Lichts (2012) • Die Croods (2013) • Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum (2013) • Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman (2014) • Drachenzähmen leicht gemacht 2 (2014) • Die Pinguine aus Madagascar (2014) • Home – Ein smektakulärer Trip (2015) • Kung Fu Panda 3 (2016)

Wolfgang Gedat

Wolfgang Gedat (* 1940 in Gielsdorf bei Berlin) ist ein deutscher Biologe und Autor. Er wohnt mit seiner Frau in Schillig, Gemeinde Wangerland.
Schon als Jugendlicher gehörte Wolfgang Gedat zum Arbeitskreis „Vertebrata“ (Wirbeltiere) im Tierpark Berlin und war dort bei den Ornithologen tätig. Er lernte das Präparieren im Naturkundemuseum Berlin und begleitete Wissenschaftler bei biologischen Exkursionen. Nach einem Studium der Biologie in Potsdam machte er Mitte der 1970er Jahre sein Diplom. Er unterrichtete viele Jahre das Fach Biologie und qualifizierte sich nebenbei als Freiland-Biologe. Er engagierte sich im Umweltschutz. Als Zoopädagoge leitete er von 1992 bis 2002 die Zooschule im Heimatgarten Fürstenwalde. Während dieser Zeit war Gedat als Moderator für naturwissenschaftlichen Unterricht am Pädagogischen Landesinstitut Brandenburg (PLIB) in der Lehrerfortbildung tätig.
Gedat ist seit 1992 staatlich geprüfter Wattführer und seit 2010 Nationalparkwattführer. Seit 2002 wohnt er im Nordseeheilbad Horumersiel-Schillig. Er bietet Wattwanderungen an und hält Vorträge, publiziert und macht die Besucher mit dem Naturerbe Nationalpark Wattenmeer vertraut.
Gedat bietet besondere Naturführungen für Kinder an, denen er die Pflanzenwelt anhand von märchenhaften Erzählungen nahebringt. Seine gesammelten Erzählungen veröffentlichte Gedat in mittlerweile vier Büchern; sein aktuelles Werk „Wispern am Wegesrand“ erschien 2013.

Robbiate

Robbiate ist eine Gemeinde in der Provinz Lecco in der italienischen Region Lombardei mit 6214 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013).

Robbiate liegt ca. 20 km südlich der Provinzhauptstadt Lecco und 30 km nordöstlich der Regionalhauptstadt Mailand.
Die Nachbargemeinden sind Calusco d’Adda (BG), Imbersago, Merate, Paderno d’Adda, Ronco Briantino (MB), Verderio und Villa d’Adda (BG).
Abbadia Lariana | Airuno | Annone di Brianza | Ballabio | Barzago | Barzanò | Barzio | Bellano | Bosisio Parini | Brivio | Bulciago | Calco | Calolziocorte | Carenno | Casargo | Casatenovo | Cassago Brianza | Cassina Valsassina | Castello di Brianza | Cernusco Lombardone | Cesana Brianza | Civate | Colico | Colle Brianza | Cortenova | Costa Masnaga | Crandola Valsassina | Cremella | Cremeno | Dervio | Dolzago | Dorio | Ello | Erve | Esino Lario | Galbiate | Garbagnate Monastero | Garlate | Imbersago | Introbio | Introzzo | La Valletta Brianza | Lecco | Lierna | Lomagna | Malgrate | Mandello del Lario | Margno | Merate | Missaglia | Moggio | Molteno | Monte Marenzo | Montevecchia | Monticello Brianza | Morterone | Nibionno | Oggiono | Olgiate Molgora | Olginate | Oliveto Lario | Osnago | Paderno d’Adda | Pagnona | Parlasco | Pasturo | Perledo | Pescate | Premana | Primaluna | Robbiate | Rogeno | Santa Maria Hoè | Sirone | Sirtori | Sueglio | Suello | Taceno | Torre de’ Busi | Tremenico | Valgreghentino | Valmadrera | Varenna | Vendrogno | Vercurago | Verderio | Vestreno | Viganò

Art Basel

Die Art Basel gilt als eine der wichtigsten Kunstmessen für Zeitgenössische Kunst. Bis zum Frühsommer 2013 fand sie 44 Mal in Basel statt, 2002 wurde die Messe mit der Art Basel in Miami Beach erstmals außerhalb Europas veranstaltet, 2013 kam mit der Art Basel in Hong Kong ein weiterer Standort in Südostasien hinzu. Jede Messe besteht aus den teilnehmenden Galerien, bestimmten Ausstellungsbereichen, Kunstwerken und einem Parallelprogramm, welches in Zusammenarbeit mit den lokalen Institutionen der jeweiligen Stadt gestaltet wird.

Die Idee, eine Messe für Kunst in Basel zu veranstalten, wurde 1968 geboren. Die Initiative ging von den Galeristen und Kunsthändlern Trudl Bruckner, Balz Hilt und Ernst Beyeler aus. Das Projekt war die unmittelbare Reaktion auf die erste Messe für moderne und zeitgenössische Kunst in Köln, dem Kölner Kunstmarkt im Herbst 1967. Diesen Kunstmarkt hatte der Verein progressiver deutscher Kunsthändler veranstaltet. Als „undemokratisch“ wurde damals kritisiert, dass der Verein nur ausgewählte Galerien zu der Messe einlud. Die Basler Kunsthändler entschieden sich deshalb für ein offenes Messekonzept, das die Aussteller ohne Teilnahmebeschränkung zuliess.
An der ersten, vom 11. bis zum 16. Juni 1970 – in Basel – ausgerichteten Messe, nahmen bereits 90 Galeristen und 30 Verleger aus zehn Ländern teil, nach eigenen Angaben wurden 16.300 Besucher angezogen. Mit einem Umsatz von 5,8 Millionen Franken war die Veranstaltung auch kommerziell ein Erfolg. Da die Kölner Kunsthändler ihr Messekonzept gefährdet sahen, riefen sie zum Boykott der Basler Veranstaltung auf. Die Galeristen sollten sich für eine Teilnahme entweder in Köln oder in Basel entscheiden. Trotz dieser Aufrufe konnte sich jedoch die Art Basel im Kunstbetrieb fest etablieren. Drei Jahre nach der ersten Durchführung begrüsste die Art Basel bereits 281 Aussteller und mehr als 30000 Besucher. Während sich andere Kunstmessen, beispielsweise in Köln und Düsseldorf, in den 1970er Jahren zusammenschlossen, blieb die Art Basel unabhängig.
Seit 1973 findet die Messe in der denkmalgeschützten Rundhofhalle statt. Ein Ausstellerbeirat (Selection Committee) wirkt seit 1974 bei ihrer Vorbereitung mit und trifft eine Auswahl unter den angemeldeten Galerien. Das Komitee wird jährlich neu bestellt. In ihm sind Galerien vertreten, die regelmäßig an der Art Basel teilnehmen. Ihre Integrität und Expertise muss über jeden Zweifel erhaben sein. Seine Entscheidung trifft das Komitee mit einfacher Mehrheit, wobei es seine Entscheidung nicht begründet. Bei einer Ablehnung können die betroffenen Galerien das Appeals Board anrufen.
Seit 2002 gibt es die Art Basel auch in Miami Beach. Dort wurde sie unter der Führung des einstigen Direktors ((Samuel Keller)) ins Leben gerufen.
An der 39. Messe vom 4. bis 8. Juni 2008 nahmen über 300 Galerien aus 33 Ländern teil. Sie wurden vom Art Committee aus über 1000 Bewerbungen ausgewählt und präsentierten etwa 5000 Werke von über 2000 Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Am stärksten vertreten waren mit 72 Galerien die USA, gefolgt von Deutschland (49 Galerien), der Schweiz (35), Grossbritannien (29) und Frankreich (22). Rund 60.000 Kunstliebhaber, Galeristen, Händler, Sammler und Kunstschaffende besuchten die Messe. Das 40-jährige Jubiläum des Bestehens feierte die Art Basel vom 10. bis 14. Juni 2009.
Aufgrund ihrer internationalen Bedeutung wurde die Art Basel im Jahr 2004 von der Londoner Zeitung The Daily Telegraph als „Olympiade der Kunstwelt“ bezeichnet.
Im Mai 2013 fand die erste Art Basel in Hongkong statt. Die MCH Messe Schweiz (Basel) AG, die Muttergesellschaft der Art Basel, hatte bereits im Juli 2011 60 Prozent der Asian Art Fairs Limited als Betreiberin der ART Hong Kong erworben. 2014 wurden die restlichen 40 Prozent übernommen.
Während der Art Basel 2013 kam es zu einem Zwischenfall. Aus Protest gegen das als dekadent empfundene „Favela Café“ auf dem Messeplatz, einen von dem japanischen Künstler Tadashi Kawamata und dem Schweizer Architekten Christophe Scheidegger realisierten temporären Nachbau einer Favela, in deren Hütten für die Messebesucher zu hohen Preisen Milchkaffee und Cüpli (Champagner) ausgeschenkt wurde, hatte eine Gruppe von Künstlern aus der Alternativszene am Nachmittag des 14. Juni daneben eine „echte“ Favela errichtet und eine Reggae-Party gefeiert. Zunächst wurde dies seitens der Messe toleriert. Nach einem Strafantrag des Messeveranstalters MCH Group, die den Platz für die Dauer der Art Basel gemietet hat, räumte die Polizei jedoch nach Verstreichen von Ultimaten das Gelände am späten Abend unter Einsatz von Mehrzweckwerfer und Pfefferspray.
Das Art Basel Executive Committee setzt sich zusammen aus dem Direktor Marc Spiegler (Gesamtentwicklung der drei Messen) sowie Adeline Ooi (Director Asia), Marco Fazzone (Director Resources and Finances), Patrick Foret (Director of Business Initiatives) und Noah Horowitz (Director Americas). Weiter steht der Organisation ein Management Board zur Verfügung. Jede Art Basel Show verfügt über ein eigenes Selection Committee, ein Gremium bestehend aus internationalen Galeristen, welches alle Bewerbungen prüft und die teilnehmenden Galerien aussucht. Jedes Jahr beginnt ein neuer Bewerbungsprozess, an dem jede Galerie erneut teilnehmen muss. Die Galeristen des Selection Committees haben diese Rolle meist für mehrere Jahre inne.
Neben dem Selection Committee sind bei jeder Show auch Kuratoren involviert. Zu den derzeitigen Gast-Kuratoren gehören: Nicholas Baume (Direktor und Chef-Kurator, Public Art Fund), Gianni Jetzer (Direktor des Swiss Institute, New York), Florence Derieux (Director of FRAC Champagne-Ardenne), Samuel Leuenberger (Kunstraum Salt, Basel) und Hans-Ulrich Obrist (Co-Direktor Serpentine Galleries, London).
Die Art Basel pflegt ein internationales Netzwerk aus mehr als 20 Global VIP Relations Managern, die das ganze Jahr über weltweit Beziehungen aufbauen innerhalb der Kunstwelt, zu Kunstsammlern, Wirtschaftsführern und Entscheidungsträgern.
Die Art Basel zählt zum Messeportfolio des Live-Marketing-Unternehmens MCH Group. Die Muttergesellschaft der Art Basel, MCH Messe Schweiz (Basel) AG, veranstaltet im Jahr rund 20 Schlüsselevents in den Bereichen Fach- und Publikumsmessen. Dazu gehört auch die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld.
An der Art Basel in Basel, welche das erste Mal 1970 stattfand, trifft sich die internationale Kunstwelt jeden Sommer in der Kulturhauptstadt Basel. 2015 nahmen mehr als 280 Galerien aus 33 Ländern teil, welche mehr als 98000 Künstler, Sammler, Galeristen, Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunstbegeisterte anlockten.
Die Show gliedert sich in acht Sektoren:
Galleries: Das Fundament der Art Basel ist der Galleries-Sektor. Mehr als 220 der weltweit führenden Galerien für Moderne und Zeitgenössische Kunst zeigen dort Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Galleries beinhaltet Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Drucke, Fotografien, Video und Digitale Kunst von mehr als 4000 Künstlern.
Feature: Der Feature-Sektor stellt präzis kuratierte Projekte vor. Dies können Solo-Präsentationen eines individuellen Künstlers sein oder Juxtapositionen und Themen-Exponate von Künstlern unterschiedlicher Kulturen und Generationen oder mit unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweisen.
Statements: In diesem Sektor stellt Art Basel aufregende neue Soloprojekte von jungen, aufstrebenden Künstlern vor.
Edition: Führende Verleger von Editionen, Druckgrafiken und Serien zeigen das Resultat ihrer Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern.
Unlimited: Unlimited ist eine kuratierte Plattform für Projekte, die die Beschränkungen klassischer Messestände überschreiten. Unlimited fand erstmals im Jahr 2000 unter dem damaligen Direktor Samuel Keller und mit Simon Lamunière als Kuratorin statt. Die innovativen Werke beinhalten riesige Skulpturen und Bilder, Videoprojektionen, gross angelegte Installationen und Live Performances. Seit 2012 wird Unlimited von dem New Yorker Kurator Gianni Jetzer kuratiert.
Parcours: Parcours bespielt die historischen Quartiere Basels mit ortsspezifischen Skulpturen, Interventionen und Performances von bekannten internationalen Künstlern und aufstrebenden Talenten. Parcours wurde bis 2015 von Florence Derieux kuratiert. Ab 2016 übernimmt der Basler Samuel Leuenberger. Art Basel Parcours ist für die Öffentlichkeit zugänglich.
Film: Art Basels Filmprogramm von und über Künstler dauert eine Woche. Die Kuratoren sind die in Kairo ansässige Maxa Zoller und der Zürcher Sammler This Brunner. Magazines: Kunstpublikationen aus der ganzen Welt legen an der Messe ihre Magazine aus.
Ergänzend zu den acht Sektoren finden an der Art Basel zahlreiche Gespräche (Conversations, Salon) statt. Zu den dort behandelten Themen gehören das Sammeln und Ausstellen von Kunst, das Kunstverständnis aus einer geografischen und historischen Perspektive sowie zeitlose Themen aus der Szene der Zeitgenössischen Kunst. Künstler, Galeristen, Kunsthistoriker, Kuratoren, Museumsdirektoren, Herausgeber und Sammler nehmen an Podiumsdiskussionen teil, signieren Bücher und geben Interviews.
Ausserhalb der Messehallen gibt es Ausstellungen in Basels kulturellen Institutionen. Dazu zählen beispielsweise Fondation Beyeler, Kunstmuseum Basel, Kunsthalle Basel, Tinguely Museum und Kunsthaus Baselland.
Hauptsponsor der Art Basel in Basel ist seit 1994 die Bank UBS. 1999 wurde diese Partnerschaft auch auf Unlimited ausgeweitet. Zu den Nebensponsoren gehören Davidoff, AXA Art, Netjets Europe, Audemars Piguet und The Absolut Art Bureau.
Rechtzeitig zur Show in 2013 wurde der Neubau der Messe Basel unter der Leitung der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron fertiggestellt.
Die US-amerikanische Ausgabe der Art Basel findet seit 2002 jeden Dezember statt. Wie an ihrem Pendant in Basel trifft sich dort die internationale Kunstwelt. Im Jahr 2014 nahmen 267 Galerien aus 31 Ländern teil. Es kamen 73.000 Sammler, Künstler, Händler, Kuratoren, Kritiker und Kunstfreunde.
Die Art Basel in Miami Beach gliedert sich in neun Sektoren: Galleries: Mehr als 190 der weltweit führenden Galerien für moderne und zeitgenössische Kunst aus Nordamerika, Lateinamerika, Europa, Asien und Afrika stellen Malereien, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Drucke, Fotografien, Filme, Videos und digitale Kunst von mehr als 4000 Künstlern aus.
Nova: Nova ist für Galerien, die einen, zwei oder drei Künstler präsentieren möchten, deren Werke in den vergangenen drei Jahren entstanden sind. Die hier ausgestellten Werke sind in Nova oftmals das erste Mal überhaupt zu sehen und wurden häufig gerade erst fertig gestellt.
Positions: Diese Plattform ermöglicht es Kuratoren, Kritikern und Sammlern, Nachwuchstalente zu entdecken. Hier stellen einzelne Künstler eines ihrer wichtigsten Werke vor.
Edition:Verleger von Editionen, Druckgrafiken und Serien zeigen das Resultat ihrer Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern.
Kabinett: Die Teilnehmer des Kabinett-Sektors werden aus dem Galleries-Sektor ausgewählt. In einem eigenen, markierten Bereich ihres Stands präsentieren sie kuratierte Ausstellungen. Deren Konzepte sind vielfältig und beinhalten u.a. themenspezifische Gruppenausstellungen, kunsthistorische Präsentationen und Einzelpräsentationen von Künstlern.
Public: Public bespielt den öffentlichen Collins Park mit Outdoor-Skulpturen, Interventionen und Performances. Public wird seit 2011 in Zusammenarbeit mit dem Bass Museum of Art durchgeführt.
Survey: Survey präsentiert kunsthistorische Projekte. Diese können Einzelpräsentationen eines einzelnen Künstlers sein, aber auch Juxtapositionen oder themenspezifische Ausstellungen von Künstlern, welche eine grosse Bandbreite an Kulturen, Generationen und künstlerischen Ansätzen repräsentieren.
Magazines: Kunstpublikationen aus der ganzen Welt legen an der Messe ihre Magazine aus.
Ergänzend zu den neun Sektoren finden an der Art Basel Miami Beach zahlreiche Gespräche (Conversations, Salon) statt. Zu den dort behandelten Themen gehören das Sammeln und das Ausstellen von Kunst, das Kunstverständnis aus einer geografischen und historischen Perspektive sowie Themen aus der Szene der Zeitgenössischen Kunst. Künstler, Galeristen, Kunsthistoriker, Kuratoren, Museumsdirektoren, Herausgeber und Sammler nehmen an Podiumsdiskussionen teil, signieren Bücher und geben Interviews.
Während der Messezeit öffnen jedes Jahr Miamis führende Privatsammlungen für die Messebesucher. Darunter sind u.a. die Rubell Family Collection, Cisneros Fontanals Art Foundation, die De la Cruz Collection Contemporary Art Space, World Class Boxing, die Margulies Collection and die Dacra Collection. Zusätzlich stimmen Museen aus der Region Miami, die Eröffnung ihrer alljährlichen Outdoor-Kunst-Ausstellungen mit der Art Basel in Miami Beach ab. Dazu zählen u.a. das Miami Art Museum, Bass Museum of Art, Norton Museum, Wolfsonian-FIU und MOCA North Miami.
Hauptsponsor der Art Basel in Miami Beach ist seit 2002 UBS. Weitere Sponsoren sind Davidoff, NetJets US und Audemars Piguet.
Die Art Basel in Hong Kong ist die grösste jährliche Kunstmesse Asiens. Seit ihrer Premiere im Jahr 2013 im Hong Kong Convention and Exhibition Centre (HKCEC) findet sie jedes Frühjahr statt. 2015 nahmen 233 Galerien aus 37 Ländern teil, es kamen mehr als 60.000 Künstler, Sammler, Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunstfans.
Die Art Basel in Hong Kong gliedert sich in sechs Sektoren:
Galleries: Der Hauptsektor vereint die weltweit führenden Galerien für moderne und zeitgenössische Kunst.
Insights: Enthält Projekte, die eigens für die Art Basel in Hong Kong entwickelt wurden. Die teilnehmenden Galerien müssen zu 50 %aus Asien oder der Asien-Pazifik-Region stammen (von der Türkei bis Neuseeland, inklusive Asien, Mittlerer Osten und der indische Subkontinent) und die Werke von Künstlern aus jener Region exklusiv ausstellen. Zu den Projekten zählen Einzelausstellungen, außergewöhnliche kunsthistorisch themen sowie themenspezifische Ausstellungen von einem oder mehrere Künstlern.
Discoveries: Eine weltweite Plattform für aufstrebende zeitgenössische Künstler. Discoveries zeigt die Arbeit der „nächsten Generation“ zu einem frühen Zeitpunkt ihres Schaffens. Die teilnehmenden Galerien zeigen einen Ausschnitt von einem oder zwei Künstlern aus dem Programm ihrer Galerie. Die präsentierten Werke sollten möglichst neu und eigens für die Show hergestellt worden sein.
Encounters: Zeigt besonders große Skulpturen und Installationen von Künstlern und überschreitet die Beschränkungen klassischer Messestände. Encounters präsentiert die Werke an prominenten Orten in den Messehallen. Kuratorin ist Alexie Glass-Kantor, Executive Director des Art Space, Sydney. Film: Das Programm besteht aus Filmen von und über Künstler. Film wird kuratiert von Li Zhenhua, Direktor und Gründer des Beijing Art Labs.
Magazines: Kunstpublikationen aus der ganzen Welt legen an der Messe ihre Magazine aus.
Ergänzend zu den sechs Sektoren finden an der Art Basel in Hong Kong zahlreiche Gespräche (Conversations, Salon) statt. Zu den dort behandelten Themen gehören das Sammeln und das Ausstellen von Kunst, das Kunstverständnis aus einer geografischen und historischen Perspektive sowie allgemeine Themen aus der Szene der zeitgenössischen Kunst. Künstler, Galeristen, Kunsthistoriker, Kuratoren, Museumsdirektoren, Herausgeber und Sammler nehmen an Podiumsdiskussionen teil, signieren Bücher und geben Interviews.
Hauptsponsor der Art Basel in Hong Kong ist UBS. Weitere Sponsoren sind u.a. Davidoff, Netjets und Audemars Piguet.
Die Art Basel zieht ein internationales Publikum von Künstlern, Galeristen, Sammler, Museumsdirektoren und Kuratoren, sowie Menschen, die sich für moderne und zeitgenössische Kunst des 20. und 21. Jahrhundert begeistern, an.

Eugen Bauer (Unternehmen)

Die Eugen Bauer GmbH, auch bekannt als Kino-Bauer, war ein deutscher Hersteller von Heim- und Kinofilmprojektoren, zuletzt als Tochter des Bosch-Konzerns. Das Unternehmen wurde 1905 von Eugen Bauer in Stuttgart gegründet.

Der gelernte Feinmechaniker Eugen Bauer (1879–1958) begann 1905 in Stuttgart, sich auf dem Gebiet der Wiedergabetechnik von Filmen zu spezialisieren. Eines Tages reparierte er beim ersten Stuttgarter Kinobesitzer Felix Bayer einen französischen Filmprojektor von Pathé. Dabei griff er den Vorschlag von Bayer auf und begann selbst mit der Entwicklung und Herstellung von Filmprojektoren.
1907 konstruierte Eugen Bauer seinen ersten Filmprojektor. Bereits im darauffolgenden Jahr bekam er Aufträge für die Ausstattung zweier weiterer Kinos. Die Bauer-Projektoren überzeugten durch ihre Zuverlässigkeit und besaßen eine entscheidende Verbesserung, denn der abgedrehte Film wurde nun auf einer Spule aufgewickelt. Bereits 1914 brachte Bauer sein drittes Modell auf den Markt, das sich durch ein angebautes Diagerät auszeichnete, einer sogenannten Dialux-Einrichtung zur Vorführung von Werbepositiven. 1914 hatte Bauer bereits zehn Angestellte und Mechaniker und lieferte neben Deutschland auch in andere europäische Länder.
Der Erste Weltkrieg bedeutete einen Einbruch in der Entwicklung der Kinematografie: Die meisten Firmen überlebten diese Zeit nicht, auch Bauer musste Eingriffe in sein Unternehmen hinnehmen: Die Werkstatt wurde für Rüstungszwecke verwendet und Eugen Bauer zum Wehrdienst eingezogen. Ab 1919 begann Bauer wieder seine Firma aufzubauen. Es folgten weitere Neuentwicklungen im Bereich der Kinoprojektoren. 1925 gelang ihm mit dem Linksprojektor ein großer Wurf: Die Maschine erlaubte weltweit erstmals die pausenlose Vorführung eines Films über zwei Projektoren, einer Rechts- und einer spiegelbildlich gebauten Linksmaschine, die von nur einer Person bedient werden konnte.
Weil die Fabrikräume in der Gartenstraße in Stuttgart zu klein wurden, siedelte die Firma 1924 in die Paulinenstraße um, 1928 zog die Fabrik aus der Innenstadt in den Stadtteil Untertürkheim um und die Firma wurde in eine GmbH umgewandelt.
1928 war das Jahr, in dem der Tonfilm den Stummfilm ablöste. Die Filme wurden nun von einer Schallplatte begleitet. Die Synchronisationsprobleme von Bild und Ton lösten Eugen Bauer und ein Teil seiner 65 Mitarbeiter mit dem Nadeltongerät. Mit dem Lichttonverfahren gelang es schließlich, den Ton direkt auf den Film aufzuzeichnen.
Bauer war zum Marktführer im Bereich Kinofilmprojektoren geworden und exportierte circa 75 Prozent der Geräte ins Ausland. Für die Robert Bosch GmbH war das Unternehmen damit attraktiv genug, sie ab 1932 nach und nach zu erwerben. Als Bosch-Tochter war die Firma nun unter dem Namen Kino-Bauer bekannt. Kinomaschinen für unterschiedliche Filmtheatergrößen wurden produziert und unter markanten Namen wie Standard 5, Standard 7 und Super 7 auf den Markt gebracht; transportable Koffer-Kinomaschinen, wie die Sonolux I und die Sonolux II für Schulen und Wanderkinos wurden gebaut.
1939 beschäftigte die Firma 300 Mitarbeiter. Während des Zweiten Weltkrieges wurde reduziert weiterproduziert, gegen Ende des Krieges kam die Produktion jedoch ganz zum Erliegen. Nach dem Krieg begann Bauer 1946 mit 40 Mitarbeitern, ab 1949 lief die Produktion wieder auf vollen Touren. In den ersten Nachkriegsjahren war Bauer in Deutschland der alleinige Hersteller von Kinomaschinen (B8). Die große Zeit des deutschen Kinos und die Erfindung des Freilichtkinos in den 1950er Jahren brachten für Bauer erneut den Durchbruch. Dies durch die Kooperation von Bauer-Projektionstechnik mit Klangfilmtonanlagen der Firma Siemens.
Ende der 1950er Jahre setzten Bauer-Maschinen weltweit Kino-Standard. Im Jahr 1972 präsentierte Kino-Bauer auf der photokina das erste lochkartengesteuerte Projektorsystem für Lichtspieltheater (U-4 System).
Neben dem Profiprojektoren hatte Bauer bereits in den 1930er Jahren begonnen, sich auf dem erfolgreichen Markt für 8-mm-Kameras für Amateure ein zweites Standbein zu schaffen. Der Krieg verhinderte jedoch den Erfolg der 1937 auf den Markt gebrachten Kamera für die 8-mm-Movex-Cassette. 1953 brachte Bauer die Doppelachtkamera auf den Markt. Sie und die später entwickelten Super-8-Filmgeräte begründeten den Aufstieg Bauers zum weltweit umsatzstärksten Amateurkamera-Hersteller und ließen den Umsatzanteil der Amateursparte in den 1960er Jahren auf 75 Prozent klettern. Daneben produzierte Bauer jetzt auch 35-mm-Spiegelreflexkameras, Diaprojektoren und Blitzgeräte.
Das Ende von Bosch-Photokino kam mit dem Einzug des Fernsehens in die privaten Haushalte in den 1970er Jahren und dem Massensterben der Großkinos. Bauer stellte Anfang der 1980er Jahre die Produktion von Filmprojektoren ein. Auch der Absatzmarkt im Amateurfilmbereich brach seit Ende der 1970er Jahre ein, als billigere Konkurrenzprodukte aus dem asiatischen Raum den Markt überschwemmten. Kino-Bauer reagierte darauf mit einer Restrukturierung, die Firma wurde eine reine Vertriebsgesellschaft für Filmprojektoren, Video- und Blitzgeräte.
Die ausländischen Gesellschaften wurden aufgegeben, die Untertürkheimer Gebäude 1984 an die Daimler-Benz AG verkauft und 1992 wurde der Bosch-Produktbereich Photokino komplett aufgelöst.

Umweltsimulation

Die Umweltsimulation umfasst Prüfmethoden zur Untersuchung der Wechselwirkung zwischen einem Objekt und seiner Umwelt. Dabei werden komplex vernetzte Wirkungsketten in einer ganzheitlichen Betrachtung modellhaft strukturiert und Kausalzusammenhänge analysiert.

Typische Untersuchungsobjekte sind technische Erzeugnisse, aber auch lebende Systeme. Dabei werden Auswirkungen der Umwelt auf
untersucht.
Ziel ist das Erkennen von Ursache-Wirkungs-Beziehungen und danach die Qualifizierung von Produkten für gegebene Umweltbedingungen. Ein weitergehender Ansatz bringt auch eine umweltbezogene Produktentwicklung mit sich, die im Hinblick auf nachhaltiges Wirtschaften ökonomische und ökologische Vorteile verspricht.
Im Interesse einer möglichst schnell und kostengünstig erzielten Aussage spielen Fragen der Zeitraffung und der künstlichen aber realistischen Alterung eine große Rolle, die eng mit den verwendeten Werkstoffen zusammenhängen.
Beispielhaft sei hier der Einsatz eines Hot-Shake genannt.
Die Umweltsimulation befasst sich mit den Einwirkungen der Umwelt im weitesten Sinn auf Produkte, sowie der Rückwirkung der Produkte auf die Umwelt. Ökologische Fragestellungen sind dabei ein Teilaspekt. Die modellhafte Simulation von Ökosystemen oder ähnlichem ist nicht Gegenstand der Umweltsimulation.