Richardson-Zahl

Die Richardson-Zahl (nach dem britischen Mathematiker und Meteorologen Lewis Fry Richardson) ist eine dimensionslose Kennzahl. Sie beschreibt in der Strömungslehre den Zusammenhang zwischen potentieller und kinetischer Energie.

Für Flüssigkeiten oder Gase in einem Schwerefeld kann man z. B. definieren
mit
In dieser Definition wird der Kehrwert der Quadratwurzel aus der Richardson-Zahl auch als Froude-Zahl bezeichnet:
Im Flugbetrieb gibt die Richardsonzahl z. B. Anhaltspunkte, ob Turbulenzen auftreten: je kleiner , desto wahrscheinlicher sind Turbulenzen – bei typischen Ri-Werten von 0,1 bis 10.
In Problemen mit thermische Konvektion wird folgende Definition benutzt:
dabei ist
Diese Definition kann mit der Grashof-Zahl und der Reynoldszahl auch geschrieben werden als:
Natürliche Konvektion ist für vernachlässigbar, erzwungene Konvektion ist für vernachlässigbar. In den Zwischenbereichen müssen beide berücksichtigt werden.
Insbesondere bei der Auslegung von Wärmespeichern dient die Richardson-Zahl dazu, eine ordentliche Temperaturschichtung im Speicher zu dimensionieren. Die Einströmung in den Speicher muss also so gestaltet werden, dass der einströmende Impuls nicht die Speicherschichtung zerstört.
Ende 2007 wurde Europas größter Fernwärmespeicher mit über 2 Mio. kWh Speichervermögen im Kraftwerk Theiß der EVN AG in Betrieb gesetzt. Er weist einen Durchmesser von 50 Metern und eine Höhe von gut 20 Metern auf. Trotz dieser geometrisch eigentlich ungünstigen Verhältnisse hat er eine perfekte Temperaturschichtung, da die Ein- und Ausströmungsvorgänge mittels der Richardson-Zahl berechnet und die Ein- und Ausströmimpulse entsprechend angepasst wurden.

Echinocereus klapperi

Echinocereus klapperi ist eine Pflanzenart in der Gattung Echinocereus aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton klapperi ehrt den deutschen Kakteenliebhaber Ingo Klapper.

Echinocereus klapperi wächst verzweigend und bildet Gruppen, die häufig aus mehr als 100 Trieben bestehen und deren Wurzeln faserig sind. Die grünen zylindrischen Triebe sind bis zu 8 Zentimeter lang und weisen einen Durchmesser von 3 Zentimeter auf. Es sind neun bis zehn niedrige Rippen vorhanden. Die drei bis vier drehrunden, geraden, abstehenden oder ausgebreiteten Mitteldornen sind cremefarben bis gelb und vergrauen im Alter. Sie weisen Längen von 1 bis 2,5 Zentimeter auf. Die zwölf bis 15 nadeligen, geraden Randdornen sind ausgebreitet oder liegen an der Trieboberfläche an. Sie sind ebenfalls cremefarben bis gelb, vergrauen im Alter und sind 0,5 bis 1,5 Zentimeter lang.
Die kurz röhrenförmigen Blüten sind rötlich und besitzen einen helleren Schlund. Sie sind 5 bis 7 Zentimeter lang und erreichen Durchmesser von 3,5 bis 5 Zentimeter. Die eiförmigen grünlich braunen Früchte reißen bei Reife auf. Sie sind 0,8 bis 1,2 Zentimeter lang und erreichen Durchmesser von 0,9 bis 1,1 Zentimeter.
Echinocereus klapperi ist im mexikanischen Bundesstaat Sonora bei El Novillo verbreitet.
Die Erstbeschreibung durch Wolfgang Blum wurde 1998 veröffentlicht. Echinocereus klapperi gehört zur weiteren Verwandtschaft von Echinocereus schereri.
In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Data Deficient (DD)“, d.h. mit keinen ausreichenden Daten geführt.

René Magritte Museum

Das René Magritte Museum (frz. Musée René Magritte, niederl. René Magritte Museum) ist ein dem belgischen Maler René Magritte gewidmetes Museum in Jette in der Region Brüssel. Das Museum befindet sich in der Rue Esseghem/Esseghemstraat Nr. 135, in dem Haus, in dem Magritte von 1930 bis 1954 lebte und zahlreiche seiner Werke schuf. Zur Sammlung des Museums gehören neben Gemälden, Gouachen und Zeichnungen des Künstlers, Teile der Originalmöblierung von Magritte sowie Fotografien und andere Dokumente zum Leben des Künstlers. Zusammengetragen hat diese Sammlung der Kunstsammler André Garitte, der das Haus erwarb, renovieren ließ und 1999 als Museum eröffnete.

Der aus der wallonischen Provinz Hennegau stammende René Magritte zog 1915, im Alter von 17 Jahren, nach Brüssel und lebte hier bis zu seinem Tod 1967 in sieben verschiedenen Wohnungen. Unterbrochen hat er diese Brüsseler Jahre nur durch einen Aufenthalt im Pariser Vorort Le Perreux-sur-Marne, wo er die Zeit von 1927 bis 1930 verbrachte. Nach der Rückkehr aus Frankreich mietete Magritte gemeinsam mit seiner Frau Georgette die Erdgeschoßwohnung des Hauses Rue Esseghem/Esseghemstraat Nr. 135. Das Paar lebte hier fast 24 Jahre und die Wohnung wurde zum Zentrum der belgischen Surrealisten. 1954 hatte Magritte als erfolgreicher Maler inzwischen genügend Geld verdient und zog mit seiner Frau in eine eigene Villa in der Rue des Mimosas/Mimosasstraat Nr. 97 in Schaerbeek/Schaarbeek um. In dieser Villa lebte Magritte bis zu seinem Tod 1967 und auch seine Frau Georgette blieb hier bis an ihr Lebensende 1986 wohnen.
Nach dem Tod von Magrittes Frau gab es zahlreiche Ideen und Aufrufe, diese letzte Wohnung samt Inventar und persönlichem Besitz in ein Magritte-Museum umzuwandeln, was jedoch an fehlenden finanziellen Mitteln und der mangelnden Unterstützung von staatlichen Institutionen scheiterte. Die Villa in Schaerbeek/Schaarbeek wurde ebenso wie das Inventar und der persönlichen Besitz der Magrittes öffentlich versteigert. Der aus Antwerpen stammende Kunstsammler André Garitte begann in den Folgejahren mit Hilfe des Auktionskataloges zahlreiche Stücke aus dem Besitz der Magrittes zu erwerben. Er kaufte schließlich das Mietshaus in der Rue Esseghem/Esseghemstraat Nr. 135, das sich noch immer im Besitz von Magrittes ehemaligem Vermieter befand. Von 1993 an ließ er das Haus zu musealen Zwecken umbauen, bis es 1999 als erstes Magritte-Museum in Brüssel für die Öffentlichkeit die Türe öffnete. Erst 2009 folgte mit dem Magritte Museum der Königlichen Museen der Schönen Künste ein zweites – diesmal staatliches – dem Maler gewidmetes Museum in Brüssel.
Magrittes ehemalige Wohnung in der Rue Esseghem/Esseghemstraat Nr. 135 befindet sich im Erdgeschoss eines Reihenhauses mit Backsteinfassade, wie sie im Brüsseler Vorort Jette oder in anderen Vororten der belgischen Hauptstadt häufig zu finden sind. Das Haus besticht nicht durch besondere architektonische Merkmale und ist typisch für diese kleinbürgerliche Wohngegend, in der Magritte nahezu 24 Jahre verbrachte und in der fast die Hälfte seines Werkes entstand. Einige Besonderheiten dieser Wohnung finden sich wiederholt in den Gemälden des Künstlers. Hierzu gehören der Kamin und die Glastüren des Wohnzimmers, das Treppenhaus mit dem markanten Treppenpfosten und Details wie die Türbeschläge und -griffe. Auch die Straßenlaterne vor dem Haus taucht wiederholt in Magrittes Bildern auf.
André Garitte gelang es, etwa 70 Prozent der Möbel der Magrittes aufzuspüren und für das Museum zu erwerben. So sind heute im Museum das Klavier der Magrittes, die originale Schlafzimmereinrichtung und die einfachen Schränke, die Magritte für seine Frau als Hochzeitsgeschenk entworfen hatte, im Museum zu sehen. Die restlichen 30 Prozent der Einrichtung stammen nicht aus dem Besitz der Magrittes, sondern sind zeitgenössische Ergänzungen. Mit Hilfe von Fotografien ist bei der Rekonstruktion der Wohnung ein nahezu authentischer Gesamteindruck gelungen. Neben dem Mobiliar gehören hierzu auch die Farbgestaltung der Räume, wie die blauen Wände des Wohnzimmers oder das dominierende Rot des Schlafraums. Zudem befinden sich vor den Fenstern wieder die von Magrittes Bildern bekannten Schärpenvorhänge.
Ein eigenes Maleratelier hatte Magritte nie besessen. 1932, als Magritte vom Verkauf seiner Gemälde noch nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten konnte, ließ er im Garten des Hauses Rue Esseghem/Esseghemstraat Nr. 135 zwar einen atelierartigen Anbau errichten, nutzte diesen Raum jedoch als Schauraum für sein Studio Dongo, in dem er seine Arbeiten als Werbegraphiker ausstellte. Seine Gemälde entstanden in dieser Zeit in der Küche der Wohnung, wo heute wieder seine Staffelei steht. Nachdem sich der Erfolg mit seinen Gemälden einstellte, nutzte Magritte das Gartenatelier als Abstellraum und Lager für fertige Bilder. Die Küche blieb weiterhin der Ort, an dem Magrittes Bilder entstanden.
Neben der Wohnung Magrittes im Erdgeschoss verfügt das Museum über zwei Ausstellungsetagen. Hier hat der Museumsgründer André Garitte zahlreiche private Fotos von Magritte, persönlichen Erinnerungsstücke und umfangreiches Dokumentationsmaterial zusammengetragen. Gezeigt werden beispielsweise Briefe an Galeristen, surrealistische Broschüren oder Zeitungsartikel. Darüber hinaus stammen aus der Sammlung Garitte 30 Zeichnungen, Gouachen und Gemälde von Magritte. Hierunter befinden sich Arbeiten wie La lampe d‘ Aladin oder Lola de Valence. Das zur Sammlung des Museums gehörende Gemälde L’Olympia wurde am 24. September 2009 von zwei bewaffneten Räubern gestohlen.
Ein Raum des Museum ist der Zusammenarbeit Magrittes mit den anderen belgischen Surrealisten gewidmet. Diese trafen sich in der Rue Esseghem/Esseghemstraat Nr. 135 zu wöchentlichen Sitzungen, um gemeinsame Ausstellungen oder andere Projekte zu besprechen. So finden sich in diesem Raum beispielsweise Arbeiten und Dokumente zu E. L. T. Mesens, Marcel Mariën, Paul Delvaux, Rachel Baes. Von den 19 Räumen des Hauses können insgesamt 17 besichtigt werden.
50.8766666666674.3358333333333Koordinaten: 50° 52′ 36″ N, 4° 20′ 9″ O

Kälberbach (Elbbach)

BW
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Der Kälberbach ist ein knapp fünf Kilometer langer rechter und westlicher Zufluss des Elbbaches im Westerwald.

Der Kälberbach entspringt am Hang eines bewaldeten Hügels nordwestlich von Hahn am See. Er fließt zunächst in südöstlicher Richtung. Nach etwa 700 Meter wechselt er vom Wald in eine Grünzone und erreicht kurz darauf den Westrand von Hahn am See, welches er unterirdisch verrohrt passiert, um am Ostrand des Ortes wieder aufzutauchen. Er schlägt nun eine kleine Schleife und bewegt sich dann durch eine Wiesenlandschaft in Richtung Nordosten. Sein Ufer wird hier von Bäumen und Büschen gesäumt. Hier wurde 1967 ein Stausee, nebst einer großen Freizeitanlage, angelegt. In diesen See mündet auch der Bach von der Elbinger Lei. Der Kälberbach verlässt den See und fließt südlich an der Spiesmühle vorbei. Er schlägt nun einen leichten Bogen und erreicht die Ortschaft Mähren. Der Bach durchfließt den Ort, unterquert die Brückenstraße und mündet schließlich in den Elbbach.

Blutnacht von Wöhrden

Als Blutnacht von Wöhrden wurde von den Nationalsozialisten ein blutiger Konflikt zwischen Kommunisten und SA-Männern am 7. März 1929 nach einer verbotenen SA-Versammlung im Dithmarscher Dorf Wöhrden bezeichnet. Der Zusammenstoß forderte drei Tote. Durch seine propagandistische Aufbereitung, vor allem durch die NSDAP, erlangte er überregionale Bekanntheit.

Der hannoversche SA-Oberführer Karl Dinklage wollte zum Auftakt einer „Propagandawoche“ an der Westküste die Dithmarscher SA inspizieren. Nachdem es bereits in den Wochen vor der Veranstaltung mehrfach Auseinandersetzungen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten gegeben hatte, wurde die Versammlung der SA verboten. Die NSDAP ignorierte das Verbot und erklärte die Versammlung zur „geschlossenen Mitgliederversammlung“. Trotz des in den Zeitungen veröffentlichten Verbotes versammelten sich SA-Formationen aus ganz Dithmarschen in und vor zwei Gaststätten im Ort.
Die Auseinandersetzungen begannen im Anschluss an die verbotene Veranstaltung der SA im damals sozialistisch geprägten Dorf Wöhrden. Ungefähr 300 SA-Leute trafen auf die später eintreffenden ca. 100 kommunistischen Gegendemonstranten. Nach verbalen Auseinandersetzungen kam es schließlich zur Schlägerei mit Gummiknüppeln, Stahlstücken, Messern und Dolchen. Zwei Nationalsozialisten und ein Kommunist starben, sieben Beteiligte wurden schwer- und 23 weitere leichtverletzt im Krankenhaus behandelt.
Christian Heuck, der schwer verletzt wurde, und andere Kommunisten wurden von der Polizei verhaftet und zunächst ins Heider Gerichtsgefängnis gebracht.
Als Folge wurden in der ganzen Provinz Schleswig-Holstein alle öffentlichen Umzüge verboten. Kurz darauf wurde das Verbot auch auf Hamburg ausgedehnt.
1930 wurden dreizehn Kommunisten und nur ein SA-Mann vom Schwurgericht Altona in Meldorf angeklagt und verurteilt. Hauptangeklagter war der Kommunist Christian Heuck, der sechs Monate in Untersuchungshaft saß und zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt wurde. Die sozialdemokratische Presse kritisierte die „Einseitigkeit des Gerichts“.
Neben der Berichterstattung in den überregionalen Medien versuchten KPD und vor allem die NSDAP, den Vorfall propagandistisch auszuschlachten. Die Nationalsozialisten inszenierten die Begräbnisse zu Bekenntnisdemonstrationen politischen Märtyrertums mit mehreren tausend Teilnehmern. Adolf Hitler reiste nach Dithmarschen zur Beerdigung der Nationalsozialisten in St. Annen und Albersdorf. Im Vergleich zu den nationalsozialistischen Anstrengungen blieb die kommunistische Demonstration anlässlich der Beerdigung des Kommunisten Johannes Stürzebecher in Wöhrden bescheiden.
Die Bezeichnung der Ereignisse als „Blutnacht von Wöhrden“ stammt von einer Broschüre der NSDAP-Reichstagsfraktion, die noch im März 1929 in einer Auflage von 30.000 Exemplaren erschien und zu der Hitler das Vorwort schrieb.
Nach den Ereignissen verzeichnete die NSDAP in Dithmarschen eine Eintrittswelle. Bereits vier Jahre vor der „Machtergreifung“ in Deutschland wurde sie die dominierende politische Kraft in der Region. Straßenschlachten nahmen nach diesem Vorfall den Status der Normalität an.

Dafydd Wigley, Baron Wigley

Dafydd Wigley, Baron Wigley, of Caernarfon in the County of Gwynedd PC (* 1. April 1943 in Derbyshire, Derbyshire, England) ist ein britischer Politiker der Plaid Cymru, der 27 Jahre lang Mitglied des House of Commons war und seit 2011 Mitglied des House of Lords ist.

Nach dem Besuch der Grammar School in Caernarfon sowie der Rhydal Penrhos School absolvierte Wigley ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Victoria University of Manchester. Anschließend war er zunächst zwischen 1964 und 1967 Buchhalter bei der Ford Motor Company tätig, dann bei Mars Ltd sowie zuletzt von 1971 bis 1974 als Buchhalter bei Hoover Ltd.
Bei den Unterhauswahlen am 18. Juni 1970 kandidierte Wigley – wenngleich ohne Erfolg – erstmals für ein Abgeordnetenmandat im House of Commons und war danach zwischen 1972 und 1974 Mitglied des Rates des County Borough von Merthyr Tydfil.
Bei den Unterhauswahlen am 28. Februar 1974 wurde er dann für Plaid Cymru zum Abgeordneten in das Unterhaus gewählt, und vertrat in diesem bis zu den Unterhauswahlen 9. Juni 1983 den Wahlkreis Caernarvon sowie anschließend bis zu den Unterhauswahlen am 7. Juni 2001 den Wahlkreis Caernarfon.
Während seiner langjährigen Unterhaustätigkeit fungierte Wigley, der 1981 den Gesetzentwurf für das Gesetz für behinderte Menschen (Disabled Persons Act 1981) einbrachte und zwischen 1981 und 1984 erstmals Präsident von Plaid Cymru war, von 1987 bis 1991 Parlamentarischer Geschäftsführer (Whip) seiner Fraktion. Zugleich war er von 1991 bis 2000 erneut Präsident von Plaid Cymru und zwischen 1992 und 2001 Vizevorsitzender der überparteilichen Gruppe behinderter Unterhausmitglieder.
1994 kandidierte Wigley, der 1994 Honorary Fellow des Bangor University College of North Wales wurde, ohne Erfolg für ein Mandat im Europäischen Parlament. Zuletzt war er von 1997 bis 2000 Sprecher der Plaid Cymru-Fraktion im Unterhaus für Verfassungsangelegenheiten.
Bei den Wahlen zur walisischen Nationalversammlung 1999 wurde Wigley als Spitzenkandidat der Plaid Cymru zum Mitglied der National Assembly for Wales (NAW) gewählt und gehörte dieser bis 2003 als Vertreter des Wahlkreises Caernarfon an. In dieser Zeit war er von 1999 bis 2000 als Vorsitzender der Plaid-Cymru-Fraktion zugleich Führer der Opposition.
Während seiner Mitgliedschaft in der Nationalversammlung war er ferner zwischen 1999 und 2003 Mitglied des Ausschusses für Nordwales sowie von 2000 bis 2003 des Ausschusses für Wirtschaftsentwicklung und zugleich von 2001 bis 2003 des Kulturausschusses. Ferner war Wigley, der seit 2001 Ehrenpräsident der Plaid Cymru ist, von 2001 bis 2003 „Schatten-Finanzminister“ im Schattenkabinett der Plaid Cymru sowie von 2002 bis 2003 Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses der Nationalversammlung.
2002 verlieh ihm die University of Wales einen Ehrendoktor der Rechtswissenschaften (Honorary Doctor of Laws). Zwischen 2003 und 2006 fungierte er als Pro-Kanzler der University of Wales.
Am 19. November 2010 wurde bekannt, dass Königin Elisabeth II. ihn als Life Peer mit dem Titel Baron Wigley, of Caernarfon in the County of Gwynedd in den Adelsstand erhebt. Am 24. Januar 2011 folgte seine Einführung (Introduction) als Mitglied des House of Lords.
Neben seiner Mitgliedschaft im Oberhaus engagiert er sich als Vorsitzender des Beirates der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (School of Business) der Bangor University. Lord Wigley, der Präsident der National Library of Wales, ist ferner Trustee des Pensionsfonds für ehemalige Mitglieder der Nationalversammlung von Wales sowie des Sir Kyffin Williams Trust in Llangefni.

US Open 1980/Dameneinzel

Dieser Artikel beschreibt das Dameneinzel der US Open 1980. Titelverteidigerin war Tracy Austin.
Das Finale bestritten Hana Mandlíková und Chris Evert-Lloyd, die in drei Sätzen gewann.

1887 | 1888 | 1889 | 1890 | 1891 | 1892 | 1893 | 1894 | 1895 | 1896 | 1897 | 1898 | 1899 | 1900 | 1901 | 1902 | 1903 | 1904 | 1905 | 1906 | 1907 | 1908 | 1909 | 1910 | 1911 | 1912 | 1913 | 1914 | 1915 | 1916 | 1917 | 1918 | 1919 | 1920 | 1921 | 1922 | 1923 | 1924 | 1925 | 1926 | 1927 | 1928 | 1929 | 1930 | 1931 | 1932 | 1933 | 1934 | 1935 | 1936 | 1937 | 1938 | 1939 | 1940 | 1941 | 1942 | 1943 | 1944 | 1945 | 1946 | 1947 | 1948 | 1949 | 1950 | 1951 | 1952 | 1953 | 1954 | 1955 | 1956 | 1957 | 1958 | 1959 | 1960 | 1961 | 1962 | 1963 | 1964 | 1965 | 1966 | 1967 | 1968 | 1969 | 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979 | 1980 | 1981 | 1982 | 1983 | 1984 | 1985 | 1986 | 1987 | 1988 | 1989 | 1990 | 1991 | 1992 | 1993 | 1994 | 1995 | 1996 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2011 | 2012 | 2013 | 2014 | 2015

Mudashiru Lawal


Mudashiru Babatunde Lawal (* 8. Juni 1954 in Abeokuta; † 6. Juli 1991 in Ibadan) war ein nigerianischer Fußball-Mittelfeldspieler. Er wurde 86 mal in die Nationalmannschaft berufen und erzielte 12 Tore und ist damit immer noch der meistberufene nigerianische Fußballspieler. Lawal führte Nigeria zu seinem ersten Afrikameisterschaftsgewinn bei der Fußball-Afrikameisterschaft 1980. Im selben Jahr nahm er mit der nigerianischen Auswahl auch an den Olympischen Sommerspielen 1980 in Moskau teil; das Team schied ohne Sieg nach der Vorrunde aus.
Er arbeitete als Mechaniker, als sein Fußballtalent entdeckt wurde, bevor er 1975 sein Debüt im Nationalmannschaftstrikot gab. Im selben Jahr kam er zu den Shooting Stars FC in Ibadan, wo er viele Jahre spielen sollte und er als erstes nigerianisches Team den afrikanischen Pokalsiegerwettbewerb gewann. 1985 wurde die Mannschaft von einem Militärgouverneur zur Auflösung gezwungen, aber nach vier Spielzeiten kam er zu den Shooting Stars als spielender Co-Trainer zurück.
Lawal starb in seinem Haus am 6. Juli 1991. Das Ashero-Stadion in seiner Heimatstadt Abeokuta wurde nach seinem Tod nach ihm benannt.

SJ T21

Die Baureihe SJ T21, ursprünglich als SJ T2 bezeichnet, wurde von Statens Järnvägar (SJ) Mitte der 1950er Jahre gekauft, um Dampflokomotiven auf Nebenstrecken zu ersetzen. Die Lok entspricht der deutschen Type MaK 800 D (V65) mit einigen spezifischen Änderungen, darunter einer größeren Kabine.
Der Auftrag umfasste 56 Lokomotiven, von denen zehn unter Lizenz in Schweden von AB Svenska Järnvägsverkstäderna (ASJ) in Falun gebaut wurden. Vier von diesen Lokomotiven waren von Anfang an mit einem schwedischen hydraulischen Getriebe ausgerüstet und erhielten zuerst die Bezeichnung SJ T3, die in den 1960er-Jahren in SJ T22 geändert wurde.
Da diese Getriebe nicht den Erwartungen entsprachen, wurden die weiteren sechs Lokomotiven der in Schweden gebauten Serie mit Getrieben aus deutscher Herstellung geliefert. Zwei T21-Lokomotiven wurden später durch Austausch des Getriebes in die Baureihe T22 umgezeichnet.
Die Lokomotiven hatten ursprünglich eine charakteristische Farbgebung in rotbraun mit einem gelben Streifen in Form eines V an Front- und Heckseite. In den 1990er Jahren erhielten einige Lokomotiven, darunter T21 84 und 100, nach ihrer Abgabe an privaten Betreiber einen anderen Anstrich.
Die Lokomotiven wurden bis in die 1990er Jahre sowohl im Rangier- als auch im Streckendienst verwendet.
T21 57, 58. 60, 64, 66–68, 70, 73, 74, 77, 81, 89, 90, 96, 98, 101, 102, 104, 106–108 und 110 wurden vom schwedischen Zentralamt für Eisenbahnwesen Banverket ab 1989/90 als strategische Reserve (Bereitschaftslokomotiven) bis 2003 aufbewahrt und dann teilweise verschrottet oder verkauft.
Danach wurden einige der Maschinen verkauft, unter anderem an Museumseisenbahnen. Die Lokomotiven waren im ganzen Land im Einsatz, besonders häufig in den Gebieten um Nässjö und Kristinehamn. Sogar in Stockholm konnte die T21 beobachtet werden.
Die Baureihe SJ T22 hatte die gleiche Grundkonstruktion wie die T2/T21, besaß jedoch ein in Schweden hergestelltes hydraulisches Getriebe. Diese fünf Lokomotiven wurden von den ASJ in Falun mit den Nummern T3 72 bis 76 gebaut.
Drei von ihnen, T22 73, 74 und 76 wurden 1959 in die gleich aussehenden T2 umgebaut, die T3 72 und 75 wurden 1964 zur T22. Die letzte T22, die Nr. 72, wurde 1978 verschrottet.
Die private Bahngesellschaft Nora Bergslags Järnväg (NBJ) kaufte vier Lokomotiven des gleichen Typs wie die T21, aber ohne die speziellen Änderungen für die SJ. Dort wurden sie als Baureihe T bezeichnet und erhielten die Betriebsnummern 21–24. Diese Lokomotiven hatten einen roten Anstrich.

Belzhag

49.2202777777789.6677777777778339Koordinaten: 49° 13′ 13″ N, 9° 40′ 4″ O
Belzhag ist ein Ortsteil der Gemeinde Kupferzell im Hohenlohekreis im nordöstlichen Baden-Württemberg.
Belzhag liegt weniger als zwei Kilometer südwestlich der Ortsmitte von Kupferzell. In seinem Osten führt die Bundesstraße 19 nahe am Dorf vorbei, von der wenig südlich die L 1036 in Richtung Waldenburg-Hohebuch–Neuenstein nach Westen abzweigt. Die Spange der K 2369 zwischen Kupferzell und Hohebuch quert das Dorf. Im Ortsbereich entspringt die 21 km lange und von Anfang ihres nordwestlichen Laufes an begradigte Sall, der hier auf dem linken Hang die K 2386 folgt.
Erstmals urkundlich erwähnt wird das Dorf im Jahre 1266, als Konrad von Krautheim dem Kloster Gnadental Güter in Belzhagene schenkt. Der Ortsname wechselte danach von Beltzhagen (1606) und Belzhaag (1810) zum heutigen Namen ab 1824. Belzhag gehörte 1807 bis 1824 zur Gemeinde Kupferzell und wurde dann der Gemeinde Westernach angegliedert. Zusammen mit Westernach kam Belzhag im Rahmen der Gemeindereform am 1. Januar 1972 zur durch einen Zusammenschluss neu gebildeten Gemeinde Kupferzell.
Bauersbach | Beltersrot | Belzhag | Einweiler | Eschental | Feßbach | Füßbach | Goggenbach | Hesselbronn | Kubach | Künsbach | Kupferzell | Löcherholz | Mangoldsall | Neu-Kupfer | Rechbach | Rüblingen | Schafhof | Stegmühle | Ulrichsberg | Westernach