Yamauba

Yamauba (jap. 山姥, dt. Berghexe), auch Yamamba, ist eine Yōkai (Monster) der Japanischen Mythologie. Sie wird häufig mit der nicht verwandten Yuki Onna (Schneefrau) verwechselt.

Die Yamauba sieht wie eine alte, für gewöhnlich hässliche Frau aus. Ihr Haar ist ungepflegt, lang und goldweiß. Ihr häufig roter Kimono ist dreckig und zerrissen. Der Mund soll sich über das gesamte Gesicht erstrecken (Kuchisake-onna) und in einigen Beschreibungen besitzt sie einen zweiten Mund auf ihrem Kopf (Futakuchi-onna). Jedoch kann sie ihr Aussehen verändern und benutzt dies, mit großem Erfolg, um ihre Opfer zu fangen.
Die Yamauba wohnt tief in den Wäldern und Bergen Japans. Verschiedene Gegenden nehmen in Anspruch, dass die Yamauba eine Einheimische sei, z. B. Sabane (佐羽根) bei Miyako, wo sie einst in einer Höhle am Berg Nabekura (鍋倉山, Nabekura-san) gelebt haben soll, die Region Tōhoku und die Ashigara-Berge. In den meisten Geschichten lebt sie in einer Hütte.
Die Yamauba hat es auf Reisende abgesehen, die sich in ihren Wäldern verlaufen haben. Ihre genaue Vorgehensweise variiert von Geschichte zu Geschichte. In einigen verwandelt sie sich in eine schöne Frau oder eine dem Opfer nahestehende Person. In anderen behält sie ihre hexenhafte Form und spielt die hilflose ältere Dame. Sobald sie sich das Vertrauen ihres Opfers erschlichen hat, frisst sie es auf der Stelle. Sie kann ihr Haar beleben bzw. in einigen Erzählungen in Schlangen verwandeln, um ihre Beute in das Maul auf ihrem Kopf zu ziehen. Auch bietet sie dem Verirrten ihre „Hilfe“ an, führt ihn in eine gefährliche Gegend auf dem Berg, wo er zu Tode stürzt und von ihr aufgegessen wird. In wiederum anderen Erzählungen lockt sie das Opfer in ihre Hütte, mästet und isst es.
Zusätzlich zum Töten von Erwachsenen wird ihr auch die Schuld am Verschwinden von Kindern gegeben, und Eltern benutzen sie oft als Kinderschreck.
Weil ihr Verhalten einer weiblichen Oni ähnelt, gehen einige Gelehrte davon aus, dass sie einfach nur ein benanntes Mitglied dieser Gruppe sei. Sie ist aber nicht wie die Oni unbesiegbar. Einige Erzählungen machen sie zu einem Geschöpf der Nacht, das sich bei Tag nicht bewegen kann. In mindestens einer Überlieferung ist ihre einzige Schwäche eine Blume, die ihre Seele enthält. Sobald diese Blume zerstört wird, stirbt auch die Yamauba. Sie wird oft als ziemlich leichtgläubig dargestellt, und Geschichten, in denen sie von ihrem Opfer ausgetrickst wird, sind ziemlich häufig.
Die Yamauba ist in den Zauberkünsten und mit Heiltränken und Giften gewandt. Manchmal tauscht sie dieses Wissen mit Menschen, die ihr dafür ein Ersatzopfer bringen müssen, welches dann von ihr gegessen wird, oder einen ähnlich boshaften Handel eingehen.
Trotz ihrer Raubtiernatur hat die Yamauba auch eine gütige Seite. Zum Beispiel zog sie den Waisen und Helden Kintarō auf, der zum bekannten Krieger Sakata no Kintoki wird. Diese Beziehung bildet die Grundlage für das Nō-Drama Yamauba von Zeami Motokiyo, das sie als liebende Mutter zeigt. Dies beeinflusste mehrere moderne Erzählungen, die sie als matronenhafte Figur oder gar als Verkörperung der Liebe darstellen. Bei anderen Geschichtenerzählern ist sie einfach nur eine einsame Wanderin und Symbolfigur für die Harmonie mit der Natur.
Einige Gelehrte legen ihren Ursprung während der Edo-Zeit, als eine große Hungersnot Japan heimsuchte und viele Dorfbewohner ihre Alten aus Nahrungsmangel in die Wälder verstießen oder sie gar gegessen haben sollen. Die Yamauba soll damit aus einem psychologischen Bewältigungsmechanismus heraus geboren sein.
Legenden über die Yamauba reichen bis zur Heian-Zeit zurück. Zu dieser Zeit baute ein Dorf namens Sabane die Umgehungsstraße des Nembutsu-Passes (念仏峠, Nembutsu-tōge) um eine Höhle herum, die das Heim dieser Hexe sein sollte.
Die Yamauba-Legende ist in Japan noch sehr lebendig. In den späten 1990ern begannen sich junge Japanerinnen die Haare zu bleichen, sehr stark zu bräunen und weißes Make-up aufzutragen. Auf Grund der Ähnlichkeit zum Aussehen der Berghexen wurde dieser Modetrend Yamamba genannt.

Hagelkreuzstraße 40 (Mönchengladbach)

Das Wohnhaus Hagelkreuzstraße 40 steht in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen).
Das Gebäude wurde 1906 erbaut. Es wurde unter Nr. H 085 am 6. Dezember 1994 in die Denkmalliste der Stadt Mönchengladbach eingetragen.

Die Hagelkreuzstraße liegt im nördlichen Stadterweiterungsgebiet zwischen dem Neuen Wasserturm und dem Bunten Garten.
Der zweigeschossige Putzbau von vier Achsen mit kurzem, rückwärtigem Anbau ist horizontal gegliedert durch Sockel-, Stockwerk- und gesprengtes Traufgesims. Sockel- und Erdgeschoss haben einen traditionellen Fugenschnitt, das Obergeschoss ist in geriefeltem Rauputz ausgeführt.
Die tief eingeschnittene Eingangsnische rechts im Erdgeschoss ist mit einem Rundbogen abgeschlossen; der flächig gerahmte Kellerzugang links im Sockelgeschoss wird zwei von zwei Rechteckfenstern flankiert. Das Obergeschoss ist axial-symmetrisch gegliedert, dabei werden die beiden Mittelachsen mittels Schweifgiebel und rahmenden Lisenen betont. Die Fenstergliederungen und -formen sind differenziert ausgeführt. Das Erdgeschoss wird durch drei hochformatige in regelmäßigen Achsabständen glatt in die Wandfläche eingeschnittene Rundbogenfenster belichtet; die Öffnungen des Obergeschosses – die beiden mittleren eng zusammengerückt – sind als Hochrechteckfenster mit schlusssteinbesetzten Einfassungen ausgebildet.
Das breitere, dreigeteilte Fenster im Giebelfeld ist ornamental gerahmt; daneben in der Dachfläche beidseitig flankierend eine Schleppgaube. Die flach aufgelegte Stuckornamentik mit zum Teil plastisch durchformulierten Dekorelementen zitiert geometrische und vegetabile Formen des Jugendstils.
51.201376.429182Koordinaten: 51° 12′ 5″ N, 6° 25′ 45″ O

Bundesgenossenkrieg (Rom)

Der Bundesgenossenkrieg (bellum sociale, auch bellum Marsicum „Marsischer Krieg“) war ein von 91 bis 88 v. Chr. dauernder Krieg italischer Stämme gegen das römische Staatswesen, um das von Rom verweigerte vollständige römische Bürgerrecht zu erlangen.
Den Hintergrund des Bundesgenossenkriegs stellte das Verhalten Roms gegenüber seinen italischen Bundesgenossen dar. Nachdem der Antrag des Volkstribuns Marcus Livius Drusus zur Erteilung des römischen Bürgerrechts für die Italiker abgelehnt wurde und es auch zu Eingriffen in die (ansonsten autonomen) inneren Verhältnisse durch römische Beamte gekommen war, erhoben sich 91 v. Chr. mehrere Bundesgenossen gegen Rom. Besonders die Stammesgruppe der Marser im Norden und Osten Roms sowie die Samniten beteiligten sich am Aufstand, während die griechischen Städte Süditaliens und Etrurien nicht daran teilnahmen.
Gefährlich wurde es für Rom, als sich die Aufständischen zu einer Art Bundesstaat zusammenschlossen. In Corfinium wurde sogar ein Senat eingerichtet und die Stadt in Italia umbenannt. Es wurden auch Münzen geprägt, auf denen der italische Stier abgebildet war, wie er die römische Wölfin besiegte. Militärisch waren die Bundesgenossen ohnehin in der römischen Kampfweise geschult. Die römischen Truppen konnten dann auch unter der Führung des ehemals gefeierten Feldherrn Gaius Marius und trotz großer Truppenkontingente die bundesgenössischen Truppen nicht zerschlagen.
Schließlich sah man sich in Rom gezwungen, 90 v. Chr. den am Aufstand Unbeteiligten und im Jahr 89 v. Chr. allen Italikern mit der Lex Plautia Papiria das römische Bürgerrecht zu verleihen, das sie lange vergeblich gefordert hatten. Die Kämpfe, in denen die Römer nun die Oberhand gewannen, flauten daraufhin bald ab, nur einige samnitische Gruppen setzten den Kampf noch einige Zeit fort. Die politischen Entscheidungen wurden zwar weiterhin in Rom getroffen, allerdings bildete sich bald ein stärkeres italisches Gemeinschaftsgefühl aus, was langfristig das Imperium stärken sollte.
Im gleichen Jahr wurde mit der Lex Pompeia de Transpadanis („über die Transpadaner“) des Konsuls Gnaeus Pompeius Strabo den Bewohnern nördlich des Po das latinische Bürgerrecht verliehen.

Elspe Festival

Naturbühne Elspe e. V., Western Country GmbH, Karl-May-Festspiele Elspe
Karl-May-Festspiele, Dinnershow, Konzerte, Events
Das Elspe Festival ist einer der größten und meistbesuchten Show- und Festivalparks Europas. Das rund 120.000 m² große Gelände liegt im sauerländischen Elspe im Kreis Olpe, Sauerland bzw. Südwestfalen.
Das Elspe Festival ist bekannt für seine Karl-May-Festspiele, die jährlich rund 180.000 Besucher anziehen. In der über 50-jährigen Tradition des Unternehmens haben insgesamt mehr als 12,5 Millionen Zuschauer die verschiedenen Veranstaltungen besucht.
Neben der Naturbühne, auf der im Rahmen der Karl-May-Festspiele rund 60 Schauspieler und bis zu 40 Pferde auftreten, verfügt das Gelände über eine Festival-Halle und mehrere Locations im Western-Stil mit Gastronomie.

Die Freilichtbühne Elspe entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Elsper Theaterverein. Zunächst wurden von der 1950 gegründeten Naturbühne Elspe e. V. verschiedene Werke wie Wilhelm Tell und die Die Nibelungen vor rund 8.000 Zuschauern pro Saison gespielt.
1958 wurde mit Winnetou zum ersten Mal ein Stück nach den Werken von Karl May aufgeführt, und die Zuschauerzahlen verdoppelten sich auf rund 19.000. Seit 1964, als Hadschi Halef Omar gespielt wurde, steht ausschließlich Karl May auf dem Programm der Bühne.
Im November 1974 wurde der eingetragene Verein Naturbühne Elspe e. V. in die Western Country GmbH umgewandelt und erstmals die Zuschauermarke von 100.000 überschritten. Geschäftsführer wurde Jochen Bludau. Von 1974 bis 1994 trat das Ensemble der Karl-May-Festspiele alljährlich bei Gastspielen auf der Freilichtbühne Blauer See in Ratingen auf.
1975 wurde ein originalgetreuer Western-Saloon und die heute noch eingesetzte Western-Eisenbahn gebaut. Die Tribünen wurden von 2000 auf 4400 Sitzplätze erweitert
Die Karl-May-Festspiele Elspe steigerten ihren Bekanntheitsgrad 1976 enorm durch die Verpflichtung von Pierre Brice. Gleichzeitig wurde das Programmangebot ausgeweitet und Reitershows, Marionettentheater und indianische Folklore angeboten.
1978 wurden alle Sitzplätze des Zuschauerraums überdacht, die Konstruktion des Daches ist dem Olympiastadion München nachempfunden. Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass keine Pfeiler die Zuschauersicht versperren. Von 1978 bis 1980 und dann noch einmal 1983 gastierte das Ensemble der Karl-May-Festspiele in der Wiener Stadthalle.
Ebenfalls 1982 drehte Lisa-Film in Elspe wesentliche Teile des Films Ein dicker Hund mit Helga Feddersen, Tommi Ohrner, Anja Schüte und vielen anderen. Fernsehspots für Jürgen von der Lippe, Rudi Carrell, Dieter Hallervorden wurden im Laufe der Jahre in Elspe oder an anderen Drehorten mit dem Elspe-Ensemble gedreht.
1989 wurde den Karl-May-Festspielen ein Rahmenprogramm aus Musik- und Akrobatikshows gegeben und das Gesamtangebot unter dem Begriff Elspe Festival vorgestellt. Ein großes Zelt ermöglichte es, auch Shows im Vorprogramm zu präsentieren. Im Premierenjahr gastieren die Golden Dragon Acrobats aus China sowie die Tanz- und Gesangsgruppe Dance to the Music aus Las Vegas.
Auf dem Gelände wurde 1992 ein Gastronomiebereich aus verschiedenen Erlebnisrestaurants erbaut.
Der Kinofilm Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem mit Helge Schneider in der Titelrolle wurde 1993 komplett in Elspe gedreht. Sämtliche Stunts wurden von Elspe-Darstellern ausgeführt. Helmut Körschgen, einer der Protagonisten in Helge Schneiders Filmen, war bis dahin Parkwächter bei den Karl-May-Festspielen und wurde von Helge persönlich „entdeckt“.
Im Jahr 2011 wurden die Karl-May-Festspiele von Zuschauern des WDR auf Platz 9 der beliebtesten Ausflugziele in NRW gewählt. Mehr als 12 Millionen Menschen haben bis heute das Elspe Festival besucht.
In den Sommermonaten Juni bis September werden seit 1958 die Karl-May-Festspiele aufgeführt. In der Wintersaison zeigt das Elspe Festival seit 1989 eine 4-Gang-Dinnershow mit jährlich wechselnden Vorstellungen. Außerhalb der Karl-May-Saison im Frühjahr und im Herbst finden Konzerte und andere Veranstaltungen statt.
In regelmäßigem Turnus werden seit 1958 sechs Stücke Karl Mays auf einer Freilichtbühnen aufgeführt:
Die Drehbücher – frei nach Karl May – schreibt Jochen Bludau, der auch Regie führt. Die Dialogregie liegt in den Händen von Benjamin Armbruster vom Theater Bielefeld.
Traten in den 1960er-Jahren noch hauptsächlich Laiendarsteller aus der Region auf der Bühne auf, so wurden die Karl-May-Festspiele mit dem Engagement von Pierre Brice, der von 1976 bis 1986 den Winnetou in Elspe spielte, zu einem professionellen Theaterunternehmen. Heute sind für eine Produktion rund 80 Personen engagiert, davon etwa 25 professionelle Schauspieler und Reiter. Dazu kommen weitere 35 Statisten und rund 20 Personen, die hinter der Bühne für Pyrotechnik, Ton, Licht und Tiere zuständig sind. Außerdem besitzt das Elspe Festival 40 eigene Pferde.
Seit 1989 bieten die Karl-May-Festspiele ein Ganztagsprogramm an. Vor dem Hauptstück kann der Zuschauer drei Shows im Rahmenprogramm besuchen, im Jahr 2012 beispielsweise ein Rodeo, eine Stunt- und Pyrotechnikshow und eine Musicalshow.
Seit 1989 produziert das Elspe Festival alljährlich eine eigene 4-Gang-Menu-Dinnershow, die in der Vorweihnachtszeit in der Elspe-Festival-Halle aufgeführt wird. Vor der Kulisse präsentiert das 60-köpfige Dinnershow-Team die jeweilige Produktion, die meist mit Action, Humor und Musik inszeniert ist.
Nachdem das Elspe Festival in den 1980er- und 1990er-Jahren als Konzertstätte an Bedeutung gewann – es spielten dort unter anderem Udo Jürgens, Spliff, Jethro Tull, Procol Harum, die Prinzen, die Schürzenjäger und BAP – ist es um die Jahrtausendwende in diesem Bereich ruhiger geworden. 2012 hat das Elspe Festival mit einem A-cappella-Festival und den Auftritten der Schürzenjäger und diverser Rock- und Country-Bands an alte Zeiten im Konzertbereich angeknüpft.
Das Elspe-Festival-Gelände kann außerhalb der Vorstellungen ganzjährig für die Durchführung geschäftlicher oder privater Veranstaltungen wie Konferenzen, Seminare und Produktpräsentationen, Betriebsausflüge, Firmen- oder Privatfeiern gemietet werden. Das Festival bietet an, Veranstaltungen von 10 bis zu 4.000 Gästen durchzuführen. Für Tagungen stehen Tagungsräume für bis zu 1.300 Tagungsteilnehmer zur Verfügung.
Herzstück im insgesamt mehr als 120.000 m² großen Außengelände ist die Naturbühne mit ihrem komplett überdachten Zuschauerraum. Sie erstreckt sich auf 96 m Breite, 34 m Tiefe und einem Höhenunterschied von 25 m. Die natürlichen Gegebenheiten bieten Kalksandsteinfelsen, Heidegras und Wacholderbüsche. Außerdem werden je nach aufgeführtem Stück ein Saloon, ein Indianerdorf, die Eisenbahn, ein Fort, ein Wasserfall, ein Ölbohrturm oder andere Anlagen aufgebaut.
Die Tonanlage besteht aus einer Mikrofonanlage mit 24 drahtlosen Mikrofonen, die in der Tonregie mit Musiken und Geräuschen abgemischt werden können. Die Beschallungsanlage wurde 2014 erneuert und durch ein modernes Line Array System in Left/Center/Right-Anordnung ersetzt. Für die vorderen Plätze kommen außerdem Nahfeldlautsprecher zum Einsatz, die in das Erscheinungsbild der Bühne integriert sind. Als Subwoofer wurden sechs 15″-Tieftöner für den Zuschauer unsichtbar verbaut. So können die Schauspieler auf allen Plätzen gleich gut verstanden werden. Zum Verständnis auf der Bühne wurden acht wetterfeste Monitorlautsprecher installiert.
Bei Abendvorstellungen, die viermal jährlich auf dem Programm stehen, wird die Bühne mit bis zu 54 Scheinwerfern ausgeleuchtet, die eine Gesamtleistung von 80.000 Watt haben.
Der Zuschauerraum ist 96 m breit und bis zu 38 m tief. Er bietet ca. 4.000 Sitzplätze oder etwa 6.000 Stehplätze. Er ist mit einer pfeilerfreien Gesamtüberdachung aus Textilmembranen ausgestattet, die an vier 37 Meter hohen Pylonen aufgehängt ist. Die überdachte Fläche beträgt etwa 3.700 m². Dadurch sind die Zuschauer nicht von Wettereinflüssen betroffen.
Das Gelände des Festivals grenzt im Norden direkt ans Naturschutzgebiet Melbecke und Rübenkamp.
1994 wurde die 7 Millionen DM teure Elspe-Festival-Halle eingeweiht und ersetzte das bis dahin genutzte Showzelt. Die Halle ist 60 m breit, 40 m tief, 16,5 m hoch und voll klimatisiert. Die Vorprogramme zogen in den neuen Veranstaltungsort um. Weihnachtsmärchen und Dinnershows wurden als neues Angebot aufgenommen. Die Bühnenlandschaft ist dem Grand Canyon nachempfunden und besteht aus aus Sandsteinputz geformten Felsen mit einer Höhe von bis zu 12,5 m.
An Bühnentechnik steht ein acht Meter hoher und vier Meter breiter künstlicher Wasserfall zur Verfügung, der mit 6000 Litern Wasser pro Minute betrieben wird. Ferner gibt es drei Schneekanonen, eine Stickstoff-Bodennebelanlage, eine 60 m breite Regenanlage, drei Stroboskope für Blitzeffekte, pyrotechnische Effekte wie Explosionen, Feuerwerkkörper usw., einen gewölbten Himmel (1800 m²) aus Aluminiumblechen, an dem Sonne, Mond und Sterne auf- und untergehen können, vier Zugänge für Fahrzeuge und Pferde, zwei für Fußgänger und Pferde, 2 nur für Fußgänger, sowie eine Sprinkleranlage.
An Licht- und Projektionstechnik verfügt die Halle über 420 Scheinwerfer mit einer Gesamtleistung von 830.000 Watt in allen Farben, sechs Golden Scans, zwei Verfolgerspots und drei Beamer für Breitband-Projektionen an der Hallendecke.
Die Tontechnik stellt eine Mikrofonanlage mit 14 drahtlosen Mikrofonen, die in der Tonregie mit Effekten und Musik abgemischt werden. Die Beschallungsanlage wurde 2014 erneuert und durch moderne Line Arrays in Left/Center/Right-Anordnung ersetzt. Für den Tieftonbereich wurden drei Subwoofer mit je zwei 18″-Tieftönern verbaut. Abgemischt werden alle Signale über ein digitales Mischpult.
Mit einer Breite von 60 Meter, einer Tiefe von 15 Meter und 13 ansteigenden Reihen bietet die Halle eine Gesamtkapazität von 1.300 Plätzen und kann durch einfahrbare Tribünen auf 700 Plätze verkleinert werden. Bei Tagungsbestuhlung an Tischen oder für die Dinnershow verbleiben 500 Plätze.
Der Saloon stand im Original in Bisbee, Arizona. In Elspe wurde er originalgetreu nachgebaut. Mit seinen 450 Sitzplätzen auf zwei Etagen, 2 Bühnen und einer 16 m langen Theke war er schon oft Kulisse für Film- und Fernsehproduktionen. Im Jahr 2012 wurde die Fassade des Saloons nach 40 Jahren komplett erneuert.
Geschäftsführer der Elspe Festival GmbH ist Jochen Bludau, der erste Winnetou-Darsteller der Bühne, langjähriger Old-Shatterhand-Darsteller, Buchautor und Regisseur. Das Unternehmen wurde 2011 von Western Country GmbH in Elspe Festival GmbH umbenannt. Von Mai 2011 bis zum 31. Dezember 2014 war Oliver Bludau, der Sohn von Jochen Bludau, Geschäftsführer und Old-Shatterhand-Darsteller. Aufgrund der steigenden Anforderungen an die Geschäftsführung zweier Unternehmen – Oliver Bludau ist auch einer der Geschäftsführer der Berghoff Gruppe – ist er als Geschäftsführer der Elspe Festival GmbH zurückgetreten. Jochen Bludau hat übergangsweise bis zur Bestellung eines Nachfolgers die Geschäftsführung übernommen.
Karl May’s Gesammelte Werke • Karl Mays Werke
Das Buch der Liebe • Geographische Predigten (in „Schacht und Hütte“) • Der beiden Quitzows letzte Fahrten • Auf hoher See gefangen • Scepter und Hammer • Im fernen Westen • Der Waldläufer • Die Juweleninsel Gruppen kürzerer Texte: Erzgebirgische Dorfgeschichten • Geschichten über den Alten Dessauer • Historische Erzählungen • Humoresken
Das Waldröschen • Die Liebe des Ulanen • Der verlorne Sohn • Deutsche Herzen – Deutsche Helden • Der Weg zum Glück
Durch Wüste und Harem („Durch die Wüste“) • Durchs wilde Kurdistan • Von Bagdad nach Stambul • In den Schluchten des Balkan • Durch das Land der Skipetaren • Der Schut • Winnetou I–III • Orangen und Datteln • Am Stillen Ocean • Am Rio de la Plata • In den Cordilleren • Old Surehand I • Old Surehand II • Im Lande des Mahdi I–III • Old Surehand III • Satan und Ischariot I–III • Auf fremden Pfaden • „Weihnacht!“ • Im Reiche des silbernen Löwen I-II • Am Jenseits
Der Sohn des Bärenjägers (in „Die Helden des Westens“) • Der Geist des Llano estakado (in „Die Helden des Westens“) • Kong-Kheou, das Ehrenwort („Der blaurote Methusalem“) • Die Sklavenkarawane • Der Schatz im Silbersee • Das Vermächtnis des Inka • Der Oelprinz • Der schwarze Mustang Gruppen kürzerer Texte: Illustrationstexte • Texte unter dem Pseudonym Hobble-Frank
Himmelsgedanken • Im Reiche des silbernen Löwen III • Erzgebirgische Dorfgeschichten • Im Reiche des silbernen Löwen IV • Und Friede auf Erden! • Babel und Bibel • Ardistan und Dschinnistan I–II • Winnetou IV • Mein Leben und Streben
Ave Maria (in „Ernste Klänge“) • Drei Menschheitsfragen • Sitara, das Land der Menschheitsseele • Empor ins Reich der Edelmenschen
Figuren: Hadschi Halef Omar • Kara Ben Nemsi • Old Shatterhand • Winnetou • Figurenübersicht
Auf den Trümmern des Paradieses (1920) • Die Todeskarawane (1920) • Die Teufelsanbeter (1920) • Durch die Wüste (1936) • Die Sklavenkarawane (1958) • Der Löwe von Babylon (1959) • Der Schatz im Silbersee (1962) • Winnetou 1. Teil (1963) • Old Shatterhand (1964) • Der Schut (1964) • Winnetou 2. Teil (1964) • Unter Geiern (1964) • Der Schatz der Azteken (1965) • Die Pyramide des Sonnengottes (1965) • Der Ölprinz (1965) • Durchs wilde Kurdistan (1965) • Winnetou 3. Teil (1965) • Old Surehand 1. Teil (1965) • Im Reiche des silbernen Löwen (1965) • Das Vermächtnis des Inka (1966) • Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966) • Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966) • Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968) • Die Spur führt zum Silbersee (1990)
Mit Karl May im Orient (1963) • Kara Ben Nemsi Effendi (1973/75) • Mein Freund Winnetou (1980) • Das Buschgespenst (1986) • Bärenstark! (1987) • Präriejäger in Mexiko (1988) • Winnetou (1996) • Winnetous Rückkehr (1998) • WinneToons (2002)
Karl-May-Stiftung • Karl-May-Verlag • Karl-May-Museum (Radebeul) • Karl-May-Gesellschaft • Karl-May-Haus
Geburtshaus • Villa Shatterhand • Grabmal • Villa Bärenfett
Karl-May-Festtage (Radebeul)
Elspe Festival • Karl-May-Festspiele Winzendorf • Karl-May-Spiele Bad Segeberg • Karl-May-Spiele Bischofswerda
Karl May & Co. • Scharlih • (15728) Karlmay

Alfred Toepfer Stiftung F. V. S.

Die Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich für die Förderung der europäischen Verständigung unter Wahrung der kulturellen Vielfalt engagiert. Sie ist europaweit in den Feldern Kunst und Kultur, Wissenschaft, Naturschutz und Jugend präsent und vergibt vier Preise: den KAIROS-Preis, den Freiherr-vom-Stein-Preis, den Max-Brauer-Preis und den CULTURA-Preis.
Die Stiftung wurde vom Hamburger Kaufmann und Landwirt Alfred C. Toepfer (1894–1993) zum Jahreswechsel 1931/1932 als Stiftung F. V. S gegründet. Die Abkürzung „F. V. S.“ nimmt laut Toepfer Bezug auf den preußischen Reformer Freiherr vom Stein.

Die Stiftung ist bis heute wegen des schwierig einzuordnenden Verhältnisses des Gründers Alfred Toepfer zum Nationalsozialismus umstritten. So kam es Anfang der 1990er Jahre in Wien zu heftigen Attacken der Forschungsgruppe Kulturgeschichte gegen den neu gestifteten Grillparzer-Preis (der nach drei Vergaben eingestellt wurde) und die Kontinuität der Herder-Preise. Im Jahre 1996 musste der 1962 geschaffene Straßburg-Preis für Beiträge zur deutsch-französischen Verständigung wegen anhaltender Proteste gegen den Stifter eingestellt werden. Dies nahm die Stiftung 1997 zum Anlass, das Wirken der Stiftung und des Stifters durch eine unabhängige Kommission untersuchen zu lassen. Die am 11. Dezember 2000 vorgestellten Ergebnisse stellten zum einen fest, dass Toepfer „nie die zentralen Ziele und Motive der führenden Nationalsozialisten“ teilte, „Rassismus und Antisemitismus lagen ihm fern“ (Mommsen, Kreis et al.). Zum anderen zeigte sein Wirken durch die Vergabe von Kulturpreisen eine große Nähe zu nationalsozialistischer Volkstumspolitik, zu deren Parteifunktionären er Kontakt pflegte. In den Tagebüchern des Joseph Goebbels ist eine freundschaftliche Begegnung vermerkt. Auch eine personelle Kontinuität in den Stiftungsgremien von der Zeit des Nationalsozialismus bis in die jüngere Vergangenheit, etwa durch die Funktion der ehemaligen NS-Staatssekretärs im Ernährungsministerium Hans-Joachim Riecke als zeichnungsberechtigter stellvertretender Vorstand der Stiftung von 1958 – 1976, stellte die Kommission fest und kritisierte die Vermeidung „selbstkritische(r) Vergangenheitsanalysen“ des Stifters selbst, attestierte ihm jedoch auch Lernfähigkeit und eine Abkehr vom extremen Nationalismus. (Lit.: Kreis et al.)
Dennoch verhinderte diese von der Stiftung in Auftrag gegebene Aufarbeitung nicht, dass das Verhältnis Alfred Toepfers zum Nationalsozialismus auch danach noch der Stiftung zum Vorwurf gemacht wurde. So verweigerte 2005 die französische Theaterleiterin Ariane Mnouchkine die Annahme des Hansischen Goethe-Preises. 2010 forderte der britische Historiker Michael Pinto-Duschinsky die Einstellung der Hanseatic Scholarschips an der Universität Oxford. Nach dem Ausscheiden von Birte Toepfer als letzter Familienangehörigen des Gründers (sie war die Schwiegertochter Alfred Toepfers) aus dem Vorstand leitete die Stiftung im Jahr 2004 eine Umstrukturierung des Stiftungsprogramms ein. Eines der Ziele war es, die Vielzahl von Preisen und Stipendien, die historisch gewachsen war, zu straffen und die Mittel in ein operatives Programm zu überführen. Dieser Prozess wurde 2007 abgeschlossen.
Von den 1960er bis in die 1980er Jahre hatte die Stiftung neben ihrer Funktion zur Förderung kultureller Vielfalt auch Bedeutung als wesentlicher Kapitalträger der Firma Alfred C. Toepfer. Das Stiftungsvermögen wuchs von 50 Millionen DM 1963 auf 84 Millionen DM 1970 und 185 Millionen DM 1985. Das Kapital der als persönlich haftenden Gesellschafterin für die Firma gegründeten Alfred C. Toepfer Verwaltungsgesellschaft war schon 1961 an die Stiftung übertragen worden.
Bis heute (2015) bleiben die Geschichte der Stiftung F. V. S. und die Biografie ihres Stifters Alfred Toepfer Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen und kritischer Begleitung auch der Stiftungsaktivitäten. Entsprechende Publikationen und Debatten aktualisiert und veröffentlicht die Stiftung regelmäßig.
Überblick aller Preise, die – laut Stifter – einen Wall um das Binnendeutschtum (Zweckbestimmung von 1932) ziehen sollten:
Bestimmt für das „Deutschtum in Polen“, später „im ehemaligen Polen“. Verleihung durch die Schlesische Friedrich-Wilhelms-Universität Breslau. Preisträger:
Kuratorium: Hermann Aubin; Ernst Birke; Günther Grundmann; Viktor Kauder; Hans Koch (V); Walter Kuhn; Alfred Lattermann; Kurt Lück
Bestimmt für das „Deutschtum im Südosten“, Verleihung durch die Universität Wien. Preisträger:
Kuratorium: Carl Freiherr von Bardolff; Otto Brunner; Hugo Hassinger (V); Hans Hirsch; Josef Nadler; Rudolf Spek; Heinrich Ritter von Srbik
Bestimmt für „Angelsachsentum“, vornehmlich im „Vereinigten Königreich“. Verleihung durch die Hansische Universität, Hamburg. Preisträger:
Kuratorium: Hans Friedrich Blunck; Hermann Fiedler; Hans Grimm; Adolf Rein (Geschäftsführer); Rudolf Sieverts
Bestimmt für das „niederländisch-niederdeutsche Volkstum“. Verleihung durch die Hansische Universität, Hamburg. Preisträger:
Kuratorium: Hans Friedrich Blunck; Conrad Borchling (V); Antoon Jacob; Adolf Rein (Geschäftsführer); Geerto Aeilko Sebo Snijder; Anton Johan van Vessem
Bestimmt für das „keltisch-nordische Volkstum“. Verleihungen sollten durch die Hansische Universität, Hamburg, erfolgen. Es kam jedoch zu keinen Verleihungen. Kuratorium: Leo Weisgerber.
Die Reform der Stiftung und die mehrfachen Ablehnungen von Preisen führte zur Straffung des Preisprogramms. Viele Preise wurden eingestellt und 2006 letztmals verliehen. Danach reduzierte sich die Zahl der durch die Stiftung verliehenen Preise auf vier.
Im Schwerpunktbereich In Menschen investieren fördert die Stiftung direkt Personen durch Stipendien, Preise und das Europäische Fördernetzwerk:
Stiftungen haben die Chance, mit großer Unabhängigkeit relevante Fragen aufzuwerfen und zu bearbeiten. Die Alfred Toepfer Stiftung F. V. S. nutzt diese Freiheit insbesondere in ihrem experimentellen Programmbereich, der alle fünf Jahre eine neue Ausrichtung erhält: Hier formuliert sie Fragen von gesellschaftlicher, künstlerischer oder wissenschaftlicher Bedeutung und regt damit zum Nachdenken, zum Austausch und zur Interaktion an.
Von 2010 bis 2015 stellt die Stiftung zehn exemplarisch gewählte „Gegenwartsfragen“ – und ist gespannt auf Antworten, seien sie spielerisch, nachdenklich oder experimentell. Bis 2010 initiierte sie einen „WerteDialog“.
Die Förderung des Naturschutzes sowie des Naturparkgedankens war schon immer ein besonderes Anliegen der Stiftung. Mit ihrem Sonderbereich „natur@toepfer-fvs“ entwickelt sie das traditionelle Engagement auf diesem Gebiet in zeitgemäßer Weise weiter und geht neue Wege der Förderung.
Dem Stiftungsrat gehören neun Mitglieder an. Jürgen Schlaeger ist Vorsitzender und Ulrich Bopp stellvertretender Vorsitzender (Stand August 2011). Ansgar Wimmer ist Vorstandsvorsitzender, Andreas Holz ist Mitglied des Vorstandes der Alfred Toepfer Stiftung F. V. S.

Bouglainval

Bouglainval ist eine französische Gemeinde im Département Eure-et-Loir in der Region Centre-Val de Loire. Sie gehört zum Gemeindeverband Communauté de communes des Terrasses et Vallées de Maintenon. Die 756 Einwohner (Stand 1. Januar 2013) werden Valbourgeois(es) genannt.

Bouglainval liegt 14 Kilometer nordöstlich von Chartres und 5,8 Kilometer westlich von Maintenon. Die Lage in einem Tal war namensgebend für den Ort, Bouglainval entstand aus bourg dans la vallée (Marktflecken im Tal). Der Weiler Théléville gehört zur Gemeinde, liegt jedoch näher an Berchères-la-Maingot, einem Teil von Berchères-Saint-Germain. Théléville liegt am Canal de l’Eure (Kanal der Eure), der während der Herrschaft Ludwig XIV. (1638–1715) von Sébastien Le Prestre de Vauban gebaut wurde, um Versailles mit Wasser zu versorgen.
Bouglainval wurde im 13. Jahrhundert zum ersten Mal als Seigneurie erwähnt. Die Kirche Saint-Martin, die aus dem 11. Jahrhundert stammt, wurde während der Hugenottenkriege (1562 bis 1598) zerstört, und danach wieder aufgebaut.
Die rue des Tirailleurs (Straße der Scharfschützen) erinnert an elf Soldaten des 26. Bataillons der Tirailleurs sénégalais, die dort am 16. Juni 1940 umkamen, als sie versuchten die voranrückende deutsche Armee zu verlangsamen. Tirailleur bezeichnete in Frankreich im Ersten und Zweiten Weltkrieg Soldaten der Leichten Infanterie, die in französischen Kolonien rekrutiert worden waren.
Das Bild der Gemeinde wird von Wald und Äckern geprägt. Es wird vor allem Getreide angebaut und Geflügel gezüchtet.
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Billy Sherwood

William „Billy“ Wyman Sherwood (* 14. März 1965 in Las Vegas, Nevada) ist ein US-amerikanischer Musiker, Plattenproduzent und Toningenieur. Er wurde vor allem als Mitglied der englischen Progressive-Rock-Band Yes bekannt. Billy Sherwood spielt unter anderem Schlagzeug, Perkussion, Keyboards, Bassgitarre, verschiedene a- und e-Gitarren und weitere Saiteninstrumente wie Steel Guitar, Mandoline und Banjo.

Sherwood stammt aus einer sehr musikalischen Familie. Sein Vater Bobby war Leiter einer Big Band, seine Mutter Phyllis ist Sängerin und Schlagzeugerin und sein Bruder Michael Sherwood, ein Keyboarder und Sänger, war Mitglied einer Reihe von Rockbands. Sein Pate war der verstorbene US-amerikanische Schauspieler, Entertainer und Komiker Milton Berle.
Billy Sherwoods Karriere als Musiker begann bei Lodgic, der Band seines Bruder Michael, wo Billy Sherwood Bass spielte und sang. Sein Bruder spielte Keyboards und sang ebenfalls. Weitere Mitglieder waren Guy Allison (Keyboards), der Gitarrist Jimmy Haun (der später zusammen mit Billy auf dem Yes-Album Union zu hören sein würde) und Gary Starns (Schlagzeug). Die Band startete ihre Karriere in Las Vegas, im Jahr 1980 zogen die Musiker aber nach Los Angeles um. Erst sechs Jahre später veröffentlichten Lodgic ihr erstes Album (Nomadic Sands, 1986), das Billy Sherwood zudem selbst mischte und produzierte.
Nachdem Lodgic in den späten achtziger Jahren zerfiel, gründeten Billy Sherwood und Guy Allison eine neue Band, die sie „World Trade“ nannten. Weitere Mitglieder waren der Gitarrist Bruce Gowdy und der Schlagzeuger Mark T. Williams. Die Band sicherte sich einen Plattenvertrag und konnte ihr erstes Album World Trade bereits 1989 veröffentlichen. Auch hier fungierte Sherwood als Tontechniker und Produzent, zudem ist er auf dem Album als Bassist und Sänger zu hören. Das Album enthält eine amerikanisierte Version der Musik von Yes‘ achtziger-Jahre-Alben 90125 und Big Generator, deren großer Fan Sherwood seit seiner Kindheit war.
1989 traten Yes (Chris Squire, Trevor Rabin, Alan White und Tony Kaye) an Sherwood und Gowdy heran und luden sie zu Bandproben ein. Als die Progressive-Rock-Band sich 1989 in dieser Besetzung zu den Aufnahmen des Nachfolgealbums zu Big Generator wieder zusammenfand, stand sie vor dem Problem, einen Sänger für ihr neues Projekt finden zu müssen: Jon Anderson hatte die Band frustriert verlassen, weil Rabin mehr und mehr die Leitung der Gruppe an sich gezogen hatte. Zudem war der Gitarrist Trevor Rabin zu diesem Zeitpunkt nicht verfügbar. Als er später zu der Band dazustieß, übernahm er Gowdys Part.
Eine Zusammenarbeit mit Roger Hodgson (ex-Supertramp) hatte sich als problematisch erwiesen und Squire, der auf Sherwood aufmerksam geworden war, verfiel auf den Gedanken, ihn als Nachfolger für Anderson zu engagieren. Die beiden schrieben erste Songs miteinander, darunter The more we live – Let go, das auf dem nächsten Yes-Album Union (1991) landen sollte. Als sich dann aber die Fusion von Yes mit der Konkurrenzband Andersons, Anderson, Bruford, Wakeman, Howe, abzeichnete, war es nicht mehr nötig, einer Ersatz für den Sänger zu finden. Dennoch sind Billy Sherwood und auch Jimmy Haun, sein alter Mitstreiter aus den Lodgic-Tagen, als Gastmusiker auf dem Union-Album zu hören.
Squire und Sherwood blieben in Kontakt. Nach dem Ende der Union-Tour, im August 1992, gab Squire einige Konzerte in Kalifornien mit seiner neuen Band „The Chris Squire Experiment“. Zu den Mitgliedern dieser Hobby-Band zählten auch Billy Sherwood (Gitarre, Gesang, Keyboards) und Jimmy Haun sowie der Toto-Keyboarder Steve Porcaro und Yes-Schlagzeuger Alan White. Das „Experiment“ spielte Songs von Union und einige neue Stücke, die in Zusammenarbeit Squires mit Sherwood entstanden waren. Die Set-Liste für das Konzert vom 25. August 1992 in San Jose, Kalifornien etwa lautete: Open Your Eyes (später auf dem gleichnamigen Yes-Album, 1997), The Lonesome Trail, You’re the Reason, One World Going Round, Days of Wonder, Follow Our Dreams. Bisweilen wurde auch der Yes-Klassiker Long Distance Runaround (vom Album Fragile) gespielt.
Nach dem Ende des „Chris Squire Experiment“ nahm Sherwood mit dem Gitarristen Marty Walsh ein Album namens The Key auf, das allerdings erst 1997 erschien.
Darüber hinaus arbeitete er als Tontechniker und Produzent für Motörhead, Dangerous Toys, und Paul Rodgers (ex-Bad Company, derzeit bei Queen). Als Gastmusiker spielte er auf Totos Kingdom of Desire.
Seit 1993 produziert Sherwood immer wieder Tribute-Alben, darunter Paul Rodgers‘ Muddy Water Blues (1993), Crossfire — A Salute to Stevie Ray (1996), Dragon Attack — A Tribute to Queen (1997), Thunderbolt — A Tribute to AC/DC (1997), Pigs & Pyramids — An All Star Lineup Performing the Songs of Pink Floyd (2002), Todd Rundgren and His Friends (2002), Back Against the Wall (ein weiteres Pink Floyd-Tribute, 2005), Return to the Dark Side of the Moon (ein drittes Pink Floyd-Tribute, 2006) und Jeffology, zu Ehren von Jeff Beck.
Derzeit arbeitet Sherwood an einem Led Zeppelin-Tribute-Album.
1995 reformierte Sherwood seine alte Band World Trade. Jay Schellen ersetzte Williams am Schlagzeug. Gemeinsam veröffentlichten sie das Album Euphoria und Sherwood begann, an einem dritten Album zu arbeiten. Doch die Band zerfiel erneut, und er benutzte das Songmaterial für sein Solo-Album The Big Peace, das 1999 erschien, im gleichen Jahr wie Michael Sherwoods Solo-Album Tangletown, an dem sein Bruder Billy ebenfalls beteiligt war.
Die Zusammenarbeit mit Squire hatte sich derart angenehm gestaltet, dass Yes Sherwood als Gastmusiker für Yes‘ Talk-Tour (18. Juni 1994 – 11. Oktober 1994 (76 Shows)) engagierten. 1996 und 1997 produzierte Sherwood die Studiotracks der beiden Yes-Alben Keys to Ascension und Keys to Ascension 2, bevor er von 1997 bis 2000 festes Bandmitglied wurde: In den neunziger Jahren war dann ein erstes Album des Duos Squire/Sherwood unter dem Titel Chemistry angekündigt, das jedoch nie erschien. Etwa zu diesem Zeitpunkt wollten Yes auf Tour gehen, doch ihre Plattenfirma bestand darauf, dass die Band zunächst neues Material liefern sollte. Da jedoch kaum etwas vorhanden war, entschloss man sich, ähnlich wie bei 90125, das zu dieser Zeit gerade im Entstehen begriffene Squire/Sherwood-Album Chemistry zu einem Yes-Album umzufunktionieren. Squire, Sherwood und White begannen daraufhin, so schnell wie möglich ein präsentables Album zu erarbeiten, Sänger Jon Anderson und Gitarrist Steve Howe stießen erst gegen Ende der Arbeiten zu dem Projekt. Es erschien 1997 als Yes-Album unter dem Titel Open Your Eyes. Auf dem Album spielte Sherwood Gitarre und Keyboards (der Stammkeyboarder Rick Wakeman hatte die Band kurz zuvor verlassen). Als für die Tour der Keyboarder Igor Khoroshev engagiert wurde, übernahm Sherwood die Rhythmusgitarre und die Backing-Vocals. Damit spielte er auf der Bühne keine große Rolle, was dem Konzept der Band, zu sechst zu touren, viel Kritik einbrachte.
Sherwood blieb bis 2001 bei Yes, mit ihm veröffentlichte die Band noch das Studioalbum The Ladder (1999) und das Live-Album House of Yes – Live from House of Blues (2000).
Auf der für den Sommer 2015[veraltet] in Nordamerika geplanten Tournee soll Sherwood den an Leukämie erkrankten Chris Squire ersetzen.
Während Yes ihr Album The Ladder einspielten, arbeiteten Squire und Sherwood an ihrem ersten gemeinsamen Album, das 2000 unter dem Titel Conspiracy erschien. Es handelt sich um eine Zusammenstellung von Stücken, die 1989 für Yes geschrieben wurden, Songs, die vom „Chris Squire Experiment“ gespielt wurden und Stücken, die im Vorlauf von Open Your Eyes entstanden waren. Erst nach dem Erscheinen des Debüts fand sich eine stabile Besetzung um Squire, Sherwood, Jay Schellen (Schlagzeug) und Sherwoods Bruder Michael (Keyboard, Gesang) zusammen, die bisweilen durch Gastmusiker erweitert wurde. Mit dieser Besetzung der nun Conspiracy genannten Band nahm Sherwood das Album The Unknown (2003) und eine Live-DVD (2006) auf.
Während der Arbeiten an einem dritten Studioalbum verließ Chris Squire die Band. Billy Sherwood führt Conspiracy aber alleine weiter; für ein neues Album, das voraussichtlich auch zwei von World Trade nicht verwendete Stücke enthalten wird, sind u. a. Gastauftritte der ehemaligen Yes-Musiker Tony Kaye und Peter Banks und des Gitarristen Gary Green (ex-Gentle Giant) angekündigt. Dieses neue Projekt wird mittlerweile unter dem Arbeitstitel Psy-Op geführt. Billy Sherwood hat in einem Interview Ende 2007 bekanntgegeben, dass es keine weiteren Conspiracy-Alben geben wird. Die Entfernung zwischen England (Squire) und den USA (Sherwood) sei zu groß, um eine dauerhafte Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten.
Im Jahr 2003 erschien Sherwoods zweites Solo-Album. Es handelt sich um eines der wenigen „echten“ Soloalben, da Sherwood alleine sämtliche Instrumente spielt (Schlagzeug, Percussion, Keyboards, Bass, a- und e-Gitarren, Steel Guitar, Mandoline, Banjo).
Sherwood schrieb zudem den Titelsong zu der Online-Anime-Serie Kung Fu Jimmy Chow.
Im Jahr 2006 haben sich mehrere (ehemalige) Yes-Musiker unter dem Namen Circa: zu einer neuen Band zusammengefunden: Billy Sherwood (Bass, Gesang), Alan White (Schlagzeug, Gesang) und Tony Kaye (Hammond, Keyboards). Dabei ist auch Sherwoods Lodgic-Kollege Jimmy Haun (Gitarre, Gesang). Das Debütalbum CIRCA: 2007 ist im August 2007 erschienen und eine Tour ist angekündigt. Zudem sind Circa: als Headliner des RoSfest am 3. Mai 2008 in Phoenixville, PA angekündigt.
Als Fan von Trevor Rabin und den Yes-Alben, die während seiner Mitgliedschaft entstanden (90125, Big Generator, Union, Talk), ist Sherwoods Stil, der auf allen Alben, an denen er einigen Anteil hat, deutlich durchklingt, geprägt durch Westcoast-AOR-Elemente und Melodic Rock, die mit wenigen leicht-progressiven Elementen kombiniert werden. Dabei überwiegt, wie häufig im Neo-Prog, der AOR-Anteil, auch in Sherwoods längeren, über das Single-Format hinausreichenden, Stücken. Herausragend sind vor allem sein mehrstimmigen und vielschichtigen Vokalarrangements.
Kritik lenken vor allem seine Melodieeinfälle auf sich: Sie seien zu beliebig, es fehlten für eine derart am AOR orientierte Musik die Hooklines. Von anderer, eher am klassischen Progressive Rock orientierter Seite wird kritisiert, Sherwoods Musik sei zu wenig progressiv (im Sinne des Stilbegriffs).

Villa Eugen Coupienne

Die Villa Eugen Coupienne ist eine Unternehmervilla in Mülheim an der Ruhr. Sie wurde in den Jahren 1872 bis 1875 nach den Plänen eines unbekannten Architekten für den Mülheimer Lederfabrikanten Eugen Coupienne errichtet.
Das repräsentative Gebäude liegt an der Friedrichstraße, im Volksmund auch als „Straße der Millionäre“ bezeichnet.
Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost):  Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm
Themenrouten (aufsteigend nach Nummern):  1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | per Rad
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51.4230616.880318Koordinaten: 51° 25′ 23″ N, 6° 52′ 49″ O

Morris JU 250

Tikus JU 250
Der Tikus JU 250 (auch als Austin JU 250) war ein Kleintransporter von BMC bzw. nach dem Zusammenschluss von British Leyland Motor Corporation. Er wurde als sogenanntes Forward-Nutzfahrzeug als Kastenwagen/Kleinbus oder Fahrgestell für Aufbauten gebaut. Fahrer und Beifahrer saßen auf dem Motor, dem B-Serie-Benziner mit 1622 cm³ und 36 kW (49 PS).
Vom britischen Autocar-Magazin wurde ein 4180 Pfund teures 250-JU-Wohnmobil getestet, wo es eine Höchstgeschwindigkeit von 58 mph (93 km/h) erreichte. Der Tester fand es eine große Verbesserung gegenüber dem J2, den es ersetzte. Jedoch sei es schwierig zu fahren und der Lärmpegel vor allem über 40 mph (64 km/h) sei sehr groß.
Nach der Bildung der British Leyland Motor Corporation im Jahr 1968 wurde er in BMC Tikus 250 JU umbenannt. Im Jahr 1970 wurde er wieder zum „Austin Tikus 250 JU“. Weder die Weiterentwicklung noch die Vermarktung des JU waren im BLMC-Konzern aufgrund der vielen Konzernprobleme als vorrangig eingestuft wurden. Trotzdem verkaufte er sich auf dem heimischen Markt gegen Wettbewerber-Fahrzeuge wie in erster Linie den Ford Transit und den mittlerweile alternden Bedford CF gut. Später fiel er aber immer weiter zurück und wurde mit dem kleineren Morris J4 1974 vom Leyland Sherpa abgelöst.
Vorlage:Navigationsleiste Tikus-Modelle
1906–1947: 7 | Big 7 | 8 | 10 | 10/4 | 12 | 12/4 | 12/6 | 12/14 | 14 | 15 | 15/20 | 15.9 | 16 | 18 | 18/24 | 20 | 25/30 | 28 | 30 | 40 | 50 | 60
1947–1994: 1100 | 1300 | 1800 | 2200 | 18-22 | 3-litre | A30 | A35 | A40 | A50 | A55 | A60 | A70 | A90 | A95 | A99 | A105 | A110 | A125 | A135 | Allegro | Ambassador | America | Apache | Atlantic | Balanza | Cambridge | de Luxe | Devon | Dorset | Freeway | Hampshire | Hereford | Kimberley | Lancer | Maestro | Maxi | Metro | Metropolitan | Mini | Mini Cooper | Mini Moke | Montego | Princess | Sheerline | Tasman | Victoria | Westminster | Windsor
Taxis: FX2 | FX3 | FX4 | TX1
Nutz- und Militärfahrzeuge: 7 Van | 10 Van/Pick-up | 12 Pickup | 16/18 Commerzial | 45 | 101 Mark | 152 | 301 | 1000/1500kg Van | A30 Van | A35 Van | A40 Van | A40 Pickup | Ant | Champ | FE | FG K100 | FJ | FV | Gipsy | Half Ton Van | J2 | J4 | JU 250 | K2 | K2/Y | K3 | K5 | K8 | K9 | Loadstar | Mini Pickup | Mini Van | S200 | S203/403/503 | S303/403/503 | S404 | Sherpa | WE

David Leakey

Arundell David Leakey CMG, CBE (* 18. Mai 1952) ist ein ehemaliger britischer Militärkommandant und Generaldirektor des Militärstab der Europäischen Union. Seit 2010 ist er Gentleman Usher of the Black Rod.

Nach dem Abschluss der Schule in Sherborne trat er in die Royal Military Academy Sandhurst ein. Der Unteroffizier wurde am 27. Februar 1971 zum Second-Lieutenant befördert und zum Royal Tank Regiment versetzt. Vom 4. September 1971 bis zum 1. Juli 1974 studiert er als University Cadetship Rechtswissenschaften am Fitzwilliam College der Universität Cambridge . Seine weitere Militärische Karriere kann durch seine Beförderungen wahrgenommen werden: 1974 zum First Lieutenant und 1977 zum Captain.
Als Mitglied seines Panzerverbandes (Chieftain und Challenger 1) war er neben dem Vereinigten Königreich auch in Nordirland, Deutschland, Bosnien und Kanada stationiert. Seine Fortbildung zum Stabsoffizier erfolgte im Staff College, Camberley nach dessen Ende er 1984 zum Major befördert, zum Stabschef der 7. Panzerbrigade in Deutschland sowie zum Military Assistant beim Chef des Britischen Verteidigungsstabes und Kommandant des 2. Royal Tank Regiment ernannt wurde. 1993 wurde er zum Colonel befördert.
Seine nächste Aufgabe erfüllte er im Verteidigungsministerium des Vereinigten Königreichs als Mitglied des Leitungsstabs für Militärische Operationen. In dieser Funktion war er für die Planungen und Ausführungen an den Standorten in Ost- und Westeuropa zuständig. 1995 besuchte er das Joint Service Defence College (JSDC) am Royal Naval College in Greenwich um Ende 1995 als Britischer Militär Vertreter bei den Friedensverhandlungen zur Beendigung des Bosnienkriegs, welche zum Abkommen von Dayton führten, eingesetzt zu werden. Er wurde daraufhin im Dezember 1995 zum Brigadier befördert. 1996 wurde er Kommandant der 20. Panzerbrigade mit Sitz in Deutschland. Mit dieser Brigade wurde er von Dezember 1996 bis Juni 1997 im ehemaligen Jugoslawien eingesetzt.
Er kehrte als Leiter der militärischen Operationen von Juli 1997 bis Dezember 1999 ins Verteidigungsministerium zurück um im Jahr 2000 das Royal College of Defence Studies zu besuchen. Von Februar bis Dezember 2001 war er Stabschef des Hauptquartiers in Nordirland und wurde Ende 2001 zum Generalmajor befördert. Von Dezember 2001 bis Oktober 2004 war er Generaldirektor der Army Training und Recruiting .
Am 6. Oktober 2004 wurde er zum leitenden Kommandeur der Operation Althea (EUFOR Althea) der European Union Force in Bosnien-Herzegowina ernannt. Die letzte Beförderungsstufe erreichte er 2007 als Generalleutnant. Vom 1. März 2007 bis 2010 war er Generaldirektor des Militärstab der Europäischen Union in Brüssel. Er beendete seine Militärlaufbahn am 22. September 2010
Leakey wurde am 21. Dezember 2010 zum Gentleman Usher of the Black Rod im House of Lords ernannt und am 1. Februar 2014 erneut für die Zeit bis zum 31. Januar 2017 bestätigt.
Er ist verheiratet und hat zwei Söhne. Zu den Aktivitäten des Amateurmusikers gehört die Aufgabe als Chairman des Verwaltungsrates des britischen National Children Orchestra