Quassia indica

Quassia indica (Syn.: Samadera indica) ist eine Pflanzenart in der Familie der Bittereschengewächse (Simaroubaceae). Sie gedeiht in immergrünen Wäldern und an stehenden Gewässern im tropischen Asien, auf Madagaskar, den Komoren und Pemba.

Quassia indica wächst als Strauch oder kleiner Baum, der Wuchshöhen von etwa 10 Meter und 50 Zentimeter Stammumfang erreicht. Er bildet kräftige Äste. Seine Rinde ist blassgelblich. Die Laubblätter sind groß und glänzend, 16 bis 20 (bis 25) Zentimeter lang und 9 Zentimeter breit, ungeteilt, eiförmig- bis länglich-elliptisch mit kurzer Spitze und abgerundeter Basis. Die Blattunterseite weist zahlreiche versenkte Drüsen auf.

Über einem 15 bis 20 Zentimeter langem Blütenstandsschaft stehen in einem dichten, doldigen Blütenstand zwanzig oder mehr Blüten zusammen. Die Blütenstiele sind rot

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. Die Blüten sind blassrosa-gelb. Die bei einer Länge von 5 bis 7 Zentimeter birnenförmige, stark abgeflachte Steinfrucht weist einen scharfen Grat auf und enthält einen großen, gekrümmten, braunen Kern.

Das Holz von Quassia indica ist hell und leicht. In Madagaskar es zum Bau von Kanus verwendet. Verschiedene Teile des Baums werden in der madagassischen und indischen Naturheilkunde verwendet. Ausgekochte Extrakte des Stamms oder der Wurzelrinde sollen gegen Verdauungsbeschwerden, Durchfall, Fieber und Regelbeschwerden helfen. Mit der abgeschabten Rinde (Samaderarinde) werden Verletzungen und Brandwunden behandelt. Die Blätter wendet man äußerlich gegen Erysipel und Juckreiz an. Aus den Samen gewinnt man ein fettes Öl, das als Mittel gegen Rheumatismus gilt. Verschiedene extrahierte Inhaltsstoffe (Quassinoide) zeigen entzündungshemmende, antileukämische oder antimikrobielle Eigenschaften, zum Beispiel hemmen sie das Wachstum von Plasmodium falciparum.

Theater Chemnitz

Das Theater Chemnitz ist ein Fünfspartentheater im sächsischen Chemnitz. Die fünf Sparten sind Oper, Philharmonie, Ballett, Schauspiel und Figurentheater. Nach der langjährigen Intendanz von Gerhard Meyer (1966 bis 1990) übernahmen nach der Wende Rolf Stiska (1992 bis 2007) und Bernhard Helmich (2007 bis 2013) diese Aufgabe. Seit 2013 ist Christoph Dittrich Generalintendant der Theater Chemnitz.

Auf dem Theaterplatz befinden sich das Opernhaus, das König-Albert-Museum und die Petrikirche. 1909 wurde das Opernhaus eingeweiht, im Zweiten Weltkrieg zerstört und nach dem Krieg wiederaufgebaut. Zu Beginn des Jahres 1988 begann eine umfassende Rekonstruktion des Hauses, die nach mehrjähriger Bauzeit 1992 abgeschlossen wurde. Seitdem zählt das Opernhaus Chemnitz zu den modernsten Bühnen Deutschlands und hat sich in seiner fast hundertjährigen Geschichte ein hohes Ansehen erworben.

Der Spielplan bietet ein breit gefächertes Angebot von der klassischen bis zur modernen Oper, von der Operette bis zum Musical. Unter Rolf Stiska erarbeitete sich die Chemnitzer Oper durch die Inszenierung zahlreicher Wagner-Opern den Ruf eines „Sächsischen Bayreuth“.

Die Aufführung unbekannter und selten gespielter Opern wie Mascagnis Iris, Nicolais Il templario und Die Heimkehr des Verbannten, Rezniceks Benzin oder Pfitzners Rose vom Liebesgarten, aber auch die deutschen Erstaufführungen von Pinocchios Abenteuer (Jonathan Dove) und Love and Other Demons (Péter Eötvös) prägten die Intendanz von Bernhard Helmich. In der Spielzeit 2011/2012 folgte die Deutsche Erstaufführung von Doves Swanhunter. Die Chemnitzer Inszenierung der Puccini-Oper Manon Lescaut wurde vom Label ARTHAUS auf DVD produziert. Darüber hinaus wurden bereits zwei Produktionen – die Oper Die Liebe zu den drei Orangen und das Ballett Giselle M. – mit dem Deutschen Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet. Eine Nominierung für diesen Preis bekam die Oper Pinocchios Abenteuer (Ausstattung/Kostüme: Francis O’Connor). Im Januar 2011 wurde die Oper Chemnitz für beispielhaftes Engagement im Bereich Musiktheater mit dem Preis des Verbandes Deutscher Bühnen- und Medienverlage ausgezeichnet.

Rolf Stiska begründete ebenfalls eine lange Reihe von Musical-Inszenierungen, die von seinen Nachfolgern fortgesetzt wurde. Klassiker wie My Fair Lady stehen dabei neben neueren Werken wie Tim Rice und Elton Johns Aida sowie Falco meets Amadeus.

Christoph Dittrich eröffnete seine erste Spielzeit (2013/2014) mit der Premiere der ironisch-grotesken Oper Le Grand Macabre von György Ligeti im Bühnenbild des Malers Georg Baselitz und den Kostümen dea Aktionskünstlers John Bock. Es folgen Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni, Giuseppe Verdis Don Carlos und Vincenzo Bellinis Norma. Die Musical-Tradition des Hauses führt er mit Funny Girl fort.

Das Ballett Chemnitz steht seit Beginn der Spielzeit 2013/2014 unter der Leitung von Reiner Feistel. Auf der Bühne des Opernhauses präsentiert er Dornröschen mit der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Eine Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens und die von ihm selbst konzipierte Uraufführung König Artus.

Wilhelm August Mejo gründete 1833 das Stadtorchester Chemnitz. Durch Beschluss der SED-Bezirksleitung Karl-Marx-Stadt wurde 1983 zum 150-jährigen Jubiläum aus dem Stadtorchester die „Robert-Schumann-Philharmonie“. Damit erlangte das Orchester überregionale Bedeutung.

Zu den Aufgaben des Orchesters gehören pro Spielzeit zehn Sinfoniekonzerte in der Stadthalle Chemnitz mit jeweils einer Wiederholung sowie Sonderkonzerte, Kammermusikabende und etwa 180 Aufführungen in Oper, Operette, Musical und Ballett im Opernhaus Chemnitz. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Kinder- und Jugendarbeit im Programm des Orchesters ein.

Die Robert-Schumann-Philharmonie ist auch Partner verschiedener Konzertveranstalter. So gastiert das Orchester in der Spielzeit 2008/2009 eine Woche lang bei den Festspielen auf Schloss Neuschwanstein, im Herkulessaal in München und in der Tonhalle Zürich. Gastspiele führten das Orchester außerdem unter anderem nach Salzburg, Wien, Linz, New York, Rom, Zagreb sowie nach Berlin, Frankfurt/M., Köln und Dresden.

Frühere für das Haus bedeutende Generalmusikdirektoren waren u.a. Dieter-Gerhardt Worm, welcher das Orchester fast 20 Jahre lang prägte

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, und der auch die Umbenennung in „Robert-Schumann-Philharmonie“ veranlasste. Des Weiteren wirkten John Carewe (1992–1996), Oleg Caetani (1996–2001) und zuletzt Niksa Bareza (2001–2007) in Chemnitz. Bareza setzte die Strauss und Wagnertradition des Opernhauses Chemnitz aus den 1920er Jahren fort.

Seit 2007 ist Frank Beermann Generalmusikdirektor in Chemnitz. Ihm gelang es, Gastdirigenten wie Michail Jurowski, Péter Eötvös, Martin Haselböck und Stefan Blunier und Solisten wie Olga Scheps, Fabio Bidini, Jan Vogler

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, Linus Roth, Martin Stadtfeld, das GrauSchumacher Piano Duo, Matthias Kirschnereit, Ulf Wallin nach Chemnitz zu holen.

Für die Welt-Ersteinspielung der Klavierkonzerte in e-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy in der Rekonstruktion von Larry Todd erhielt der Pianist Matthias Kirschnereit zusammen mit der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz unter der Leitung von Frank Beermann 2009 den ECHO Klassik.

Das Chemnitzer Schauspiel ist in einem Neubau, der im Oktober 1980 eröffnet wurde, am Rande des Park der Opfer des Faschismus untergebracht. Das alte Schauspielhaus war 1976 kurz vor der Premiere des umstrittenen Stückes „Tinka“ von Volker Braun unter unklaren Umständen beinahe vollständig ausgebrannt und wurde abgerissen.

Das Haus wurde viele Jahre von Hartwig Albiro (1980–1996) geleitet. Ihm folgten Herbert Olschok (1996–2000), Manuel Soubeyrand (2000–2004), Katja Paryla (2004–2008) und Enrico Lübbe (2008–2013).

Carsten Knödler ist Schauspieldirektor seit der Spielzeit 2013/2014. Die Große Bühne im Schauspielhaus präsentiert Texte der Weltdramatik von der Antike bis zur klassischen Moderne: Der Spielplan spannt sich dabei von William Shakespeare über Henrik Ibsen bis hin zu Woody Allen und stellt das Literatur- und Schauspielertheater in den Vordergrund. Der Ostflügel des Schauspielhauses, der im Oktober 2011 die Kleine Bühne als Spielstätte ablöste, konzentriert sich auf Ur- und Erstaufführungen, sucht zeitgenössische Theaterformen und neue Ästhetiken. Die Reihe „Nachtschicht“ zeigt das Ensemble und viele Gäste in Veranstaltungen und Programmen, die das Haus mit der Stadt und ihrer (Kunst-)Szene kurzschließen.

Das Figurentheater hat seit Beginn der Spielzeit 2011/2012 seinen Sitz im Schauspielhaus und bespielt dort die bisherige Kleine Bühne. Die Stücke richten sich nicht nur an ganz junge Zuschauer ab 4 Jahren, auch Erwachsene und Jugendliche finden ihr spezielles Angebot, wobei traditionell Marionetten, Hand- und Stabpuppen zum Einsatz kommen, aber auch offene Spielweisen und Materialtheater zu erleben sind.

Sminthopsis leucopus

Sminthopsis leucopus

Sminthopsis leucopus, im Englischen auch unter dem Namen „White-footed Dunnart“ („Weißfüßige Schmalfuß-Beutelmaus“) bekannt, ist eine Beutelsäugerart aus der Gattung der Schmalfuß-Beutelmäuse, die in Australien endemisch ist mcm taschen sale. Die Art besitzt keinen deutschen Namen.

Die Gesamtkörperlänge dieser Art beträgt 140 bis 200 mm, wobei der sehr dünne Schwanz 70 bis 110 mm davon ausmacht. Das Gewicht variiert zwischen 19 und 27 g. Das Rückenfell ist dunkelbraun, ein schwarzer Streifen verläuft über die Oberseite. Der Bauch ist ebenso wie die Pfoten weiß.

Das Verbreitungsgebiet von Sminthopsis leucopus ist auf Tasmanien und auf den Süden Australiens beschränkt mcm taschen sale. Die Art lebt entlang der Küste, in Regenwäldern, im Inneren von Gippsland und in alpinen Gebieten in bis zu 400 m Höhe in der Nähe von Narbethong in Victoria. Sie besiedelt damit Gebiete mit einem Jahresniederschlag zwischen 600 und 1000 mm. Im Gegensatz zur Dickschwänzigen Schmalfußbeutelmaus bewohnt sie auch Gegenden, die zu einem großen Teil bewaldet sind. Weitere Lebensräume sind an der Küste gelegene Tussock-Graslandschaften, Seggenrieder und feuchte Heidegebiete. Die Reviere der Männchen und Weibchen beanspruchen eine Fläche von etwa 120 m², einige Männchen eignen sich Gebiete mit bis zu 1200 m² an. Die Reviere der Männchen überlappen oft die der Weibchen.

Die Paarungszeit liegt zwischen Juli und August, Junge werden zwischen August und September geboren. Die Männchen sterben etwa einen Monat nach der Geburt der Jungen. Die Weibchen werfen meist nur ein Mal im Leben. Die Wurfgröße beträgt etwa zehn Junge, die acht Wochen lang im Beutel bleiben. Die Art ist nachtaktiv. Während des Tages verharren die Tiere in hohlen Bäumen und verfaulten Baumstämmen.

Die Nahrung besteht aus Wirbellosen und Reptilien von 1 bis 18 mm Länge.

Der derzeitige Status ist ungewiss, allerdings wird angenommen

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, dass die Art eher ungefährdet ist, da sie in vielen verschiedenen Lebensräumen vorkommt.

Bowiemesser

Bowie-Messer sind eine Art von zuerst in Amerika verbreiteten

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, schweren Arbeits- und Kampfmessern. Sie gehören zu den Legenden des Wilden Westens und sind nach James Bowie benannt. Sie wurden von Soldaten im Amerikanischen Bürgerkrieg und später noch von Cowboys und Büffeljägern getragen.

Der Name des Messers geht auf James „Jim“ Bowie zurück, der im frühen 19. Jahrhundert an Messerstechereien beteiligt war. Die Legende besagt, dass die ersten dieser Messer von seinem Bruder, Rezin P. Bowie, so entworfen wurden, dass sie sowohl als Feldmesser und Jagdmesser als auch als Kampfmesser eingesetzt werden konnten. Es ist bekannt, dass Rezin P. Bowie eine Anzahl dieser Messer bei Searles in Baton Rouge herstellen ließ, um sie als Präsent an Freunde abzugeben

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Die gebräuchlichste Form des Bowiemessers hat eine Klinge von mindestens 15 cm, wobei einzelne Klingen auch eine Länge von bis zu 30 cm haben können. Die Breite beträgt meistens 4 bis 5 cm. Die Rückseite der Klinge ist oft mit Kerben oder einer Schicht aus weichem Metall versehen (z. B. Kupfer oder Messing), um die Klinge gegnerischer Messer abfangen zu können. Als typisch gilt eine einschneidige Clip-Point-Klinge mit Entenschnabel- oder Pandurenspitze. Zwischen Klinge und Griff sitzt ein meist großes Parierelement aus Neusilber oder anderen Buntmetallen, die Griffschalen sind aufgenietet und aus Holz, Elfenbein oder Geweih.

Hauptlieferant für Bowiemesser war die in Sheffield, England angesiedelte Messerindustrie. Einer der bekanntesten Hersteller war George Wostenholm & Sons, Washington Works, Sheffield, der seine Messer mit der Bezeichnung IXL (I excel) versah. Unter den Dutzenden von Herstellern sind auch W. Butcher, Rogers & Sons und Wilkinson W. & Son bekannt.

Seltener anzutreffen sind Bowies aus amerikanischer Produktion. Vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg wurden viele handwerklich von Messerschmieden hergestellt. Industrielle Hersteller waren die Bridgeport Gun Implement CompanyC.Roby und später die John Russel Manufacturing Company in Deerfield, Massachusetts. Nach Ausbruch des Kriegs 1861 kamen auch kombinierte Bowie-Bajonettmesser auf den Markt, und die U.S. Navy führte das bereits 1856 von Admiral John A. Dahlgren vorgeschlagene Dahlgren-Bowie-Bajonett ein. Nach dem Bürgerkrieg verschwand das Bowiemesser allmählich, da es nicht mehr als Kampfmesser gebraucht wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurden bei der Springfield Armory (Massachusetts) 2800 Bowie-Bajonette für das im Spanisch-Amerikanischen Krieg und im Philippinisch-Amerikanischen Krieg verwendete Krag-Gewehr hergestellt.

Oft dekorativ verziert dienen sie teilweise als Schmuckstück und Statussymbol des Besitzers.

modernes Bowie

Krag Bowie-Bajonett, US gestempelt, datiert 1900

Anna De Weert

Anna De Weert (* 27. Mai 1867 in Gent, Belgien; † 12. Mai 1950 ebenda; geborene Anna Virginie Caroline Cogen) war eine belgische Malerin von Landschaften, Stillleben, Interieurs und Stadtbildern.

Anna Virginie Caroline Cogen wurde während der Regierungszeit von König Leopold II. in Flandern geboren. Sie wuchs in einem traditionell bürgerlichen Milieu auf. Das Zeichnen und das Malen mit Aquarellfarben gehörte zu ihrer Erziehung. Dabei erhielt sie Privatunterricht von Künstlern aus Gent. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass ihre beiden Onkel, Félix und Alfons Cogen, Künstler waren. Ihr Interesse galt auch der Literatur. Mütterlicherseits war sie die Enkelin des Schriftstellers Karel Lodewijk Ledeganck. Dieses künstlerische Umfeld förderte ihren Entschluss selbst Künstlerin zu werden.

Sie heiratete 1891 Maurice De Weert, einen Rechtsanwalt aus Gent, der auch als Essayist und Journalist tätig war. Später wurde De Weert Stadtrat und Alderman der City Gent. Bei ihrer Eheschließung nahm sie den Familiennamen ihres Ehemannes an

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. In der Folgezeit lernte sie den belgischen Maler Emile Claus kennen. Um 1893 nahm sie kostenlosen Unterricht bei ihm in seiner Villa Zonneschijn in Astene, dem Landhaus von Claus an der Leie. Seit 1896 besaß sie selbst ein eigenes Domizil an der Leie. Der Hof ter Neuve in Afsnee war nicht weit entfernt von Gent.

Ihr Debüt als Künstlerin feierte sie 1895 bei einer Ausstellung in Gent. Bis zu ihrem Tod stellte sie regelmäßig ihre Werke aus. Sie konnte sich früh International etablieren. Von 1910 war sie korrespondierendes Mitglied der modernen Wiener Secession. Ferner war sie besonders im Cercle Artistique et Littéraire von Gent aktiv, wo sie immer wieder an kleinen Gruppenausstellungen teilnahm.

Sie war treibende Kraft hinter der Schaffung einer luministischen Gesellschaft. Bereits 1903 versuchte sie zusammen mit dem belgischen Impressionisten Rodolphe Wytsman eine Gruppe zusammenzubringen. Allerdings wurde diese Anstrengung damals vom belgischen Impressionisten Adriaan Joseph Heymans blockiert. Der belgische Impressionist George Morren hatte dieselbe Idee. Im weiteren Verlauf konnten sie außerdem Claus, Heymans und James Ensor für die Idee begeistern. 1904 wurde die Gesellschaft Vie et Lumière gegründet.

Die Kriegsjahre verbrachte sie in Gent. Ihr Ehemann wurde im Verlauf des Ersten Weltkrieges in das Deutsche Reich deportiert. Die bedrückende Situation hielt sie nicht davon ab sich künstlerisch weiter zu entwickeln. Im Gegenteil, sie organisierte nach dem Krieg ihre erste Einzelausstellung. Die Ausstellung war ein gesellschaftliches Ereignis. Sie wurde vom Cercle Artistique et Littéraire in Brüssel eröffnet. Zu den Besuchern zählten der belgische Minister für öffentliche Arbeiten Edward Anseele, die belgischen Maler Albert Baertsoen und Emile Claus sowie der Direktor der Académie des Beaux-Arts Paul Lambotte. Für den Katalog konnte sie Hippolyte Fierens-Gevaert gewinnen, einen seriösen Kunstkritiker und Chefkurator der Königlichen Museen für Kunst und Geschichte in Brüssel. Auf diese Weise konnte sie im März 1920 77 Werke in Brüssel ausstellen und einige Monate später 103 Werke in Gent.

In den 1920er Jahren hielt sie sich oft in Rom (Italien) auf, wo sie tagelang durch die Gärten der Ewigen Stadt rund um die Villa Medici und den Vatikan wanderte. Nach dem Tod ihres Ehemannes im Jahr 1930 zog sie sich aus dem öffentlichen Leben zurück. Sie fuhr aber fort als Rednerin aufzutreten. Dabei sprach sie unter anderem über Claus‘ und ihre Reisen an das Mittelmeer. Ihren endgültigen Triumph feierte sie im Januar 1938, als die Kunstgesellschaft ihrer Heimatstadt ihr eine große Retrospektive widmete.

Nach ihrem Tod vermachte sie ihre Kunstsammlung der Stadt, einschließlich des berühmten Porträt von Anna De Weert, welches Emile Claus 1899 von ihr anfertigte.

Ihr Aufenthalt in Astene bei Emile Claus hatte einen starken Einfluss auf ihre Werke aus der damaligen Zeit. In diesem Zusammenhang folgte sie Claus sicherlich thematisch: Die Leie nahm einen zentralen Platz in ihren Werken ein. Allerdings waren sie chaotischer und exzentrischer. Im Gegensatz zu Claus wandte sie mehr und stärker Farben ein. Hinsichtlich dieser waren ihre Kontraste härter und die Farbtöne heller. Wie bei der belgischen Malerin Jenny Montigny hatte die Farbe Vorrang vor der Form. In Bezug auf Farbe ist es schwierig ihr symphonisches Farbgedicht zu den ruhigen anspruchslosen Szenen ihres Meisters Emile Claus zu vergleichen. Das Arrangement, die Nuancen und die Perspektiven waren nicht ihr erstes Anliegen. Der Lichtschein beseitigte alle Formen der Materialität und hüllte so die Realität ganz im Gegenteil ein.

Schon um die Jahrhundertwende zählte sie zu den wichtigsten Luministen. Betreffend ihrer künstlerischen Arbeit schrieb die Antwerpener Zeitschrift Kunst & Leven 1904 folgendes:

„Her talent matured quickly; she has found her way and given form and colour to the beauty of her independent artist’s unconscious; we will never forget her work.“

Anlässlich der Retrospektive im Cercle Artistique in Gent im Januar 1938 vermerkte der Kritiker Frédéric De Smet folgendes im Katalog:

„With rare good fortune she discovered her art, the finest, the most subtle hues in mist or lighting effects that possess and poeticise this marvellous place in Flanders; this setting along the Leie [close to Ter Neuve in Astene] that she has reserved to herself.“

Johann Paul Schilck

Johann Paul Schilck (* 1667 in Ravelsbach, Niederösterreich; † 3. August 1745 in Kaisersteinbruch, Ungarn, heute Burgenland) war ein österreichischer Steinmetzmeister des Barock.

Paul lernte das Steinmetzhandwerk in der Wiener Bauhütte bei Meister Johann Carl Trumler und wurde 1687 freigesprochen. Er wohnte im Eisenhutischen Haus neben dem kaiserlichen Arsenal im Tiefen Graben.

Catharina Fuxin, Tochter von Antonius Pery und Ehefrau Anna Catharina, geborene Retacco, Witwe nach Meister Reichardt Fux, geweste Richterin, heiratete am 23. November 1700 in der Schottenkirche zu Wien in zweiter Ehe den Gesellen Johann Paul Schilck. Einer der Trauzeugen war sein Lehrherr Meister Johann Carl Trumler

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. Die Witwe war erst 26 Jahre alt. Am 31. Oktober 1709 wurde ihr Sohn Johann Paul jun. geboren.

Das Amt des Richters führte Giovanni Battista Passerini aus, ihm folgte Sebastian Regondi, noch einmal hatten sich die Italiener im Steinbruch durchgesetzt. 1711 wurde Schilck Richter, so war es für das Ehepaar eine Ehrensache, den vom Vater/Schwiegervater Antonius Pery gestifteten und errichteten Altar in der Kaisersteinbrucher Kirche wieder instand zu setzen. Abt Gerhard Weixelberger erwähnt die Initiative in einem Brief. Catharina Schilckin ließ ihren Ehemann 1713 im Grundbuch einschreiben.

Oberes Belvedere

Kaisersteinbrucher Hochaltar, 1720 Werk der Bruderschaft, einer davon Schilck, zerstört, 1997 restauriert

Schloss Hof, Brunnenbecken aus dem Kaisersteinbrucher Stein

Schloss Hof, Große Treppenanlagen, ebenso

Schilck amtierte als Richter von 1711 bis 1722, seine Mitmeister in diesen Jahren waren Johann Georg Haresleben, Elias Hügel, Ambrosius Hutter, Johann Baptist Kral, Sebastian Regondi, Simon Sasslaber, Franz Trumler und Johann Wieser. 1722 legte er das Richteramt zurück, Nachfolger wurde Hofsteinmetzmeister Elias Hügel.

Kaiser Karl VI. erneuerte und bestätigte am 5. Dezember 1712 das Salva-Guardia-Privilegium den Meistern Hans Georg Haresleben, Sebastian Regondi, Johann Paul Schilck, Elias Hügel, Johann Baptist Kral und Simon Sasslaber. In der Folge waren sie und ihre Nachkommen von jeglicher militärischer Einquartierung befreit. Am 20. Dezember 1714 genehmigte und erneuerte der Kaiser die eigenständige Viertellade in Kaisersteinbruch.

Verlass zwischen Paul Schilck und Elias Hügel vorgekommenen Verbal und Real Injurien betreffend. (- wörtliche und tätliche „Beschimpfungen“)

Diesfalls sollen vorweg 50 Dukaten Pönfall gesetzt und das ewige Stillschweig auferlegt werden.

In den Kaisersteinbrucher Matriken lässt sich einzig der Lebensweg des jüngsten Sohnes Johann Paul weiter verfolgen, er heiratete im Juni 1734 die Sommereinerin Barbara Hoffbäuerin, drei Kinder wurden geboren. Am 23. September 1740 starb der junge Vater mit 31 Jahren. Der Besitz wurde seinem jungen Mitmeister Maximilian Trumler verkauft, die Witwe Barbara ehelichte 1745 Martin Huber

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, Käsestecher zu Bruck an der Leitha.

Nach dem Tod des herrschaftlichen Verwalters zu Königshof Pater Raymund Vitali am 13. September 1740 war die Kaisersteinbrucher Bruderschaft von einem schweren Druck befreit. Er handelte im Sinne eines Inquisitors und hatte Elias Hügel unehrenhaft als Richter abgesetzt. Johann Paul Schilck veranlasste als Zechmeister der Steinmetz-Zunft die Errichtung einer Ehrensäule für Meister Elias Hügel.

Durch die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs steht die Säule nicht an ihrem ursprünglichen Platz im Bereich der Steinbrüche, sondern vor dem Schloss Königshof. Da nach dem Krieg nur Reste erhalten waren, wurde sie nach einer vorhandenen Zeichnung im Steinmetzmuseum errichtet und in Gemünden am Main, der Geburtsstadt Hügels, als Kopie aufgestellt.

Am 23. April 1745 starb Catharina Schilck im Alter von 70 Jahren, am 3. August 1745 verstarb Johann Paul Schilck im Alter von 77 Jahren. Damit endet der Name Schilck in Kaisersteinbruch. Sein Epitaph ist in Privatbesitz.

Das Steinmetzzeichen von Meister Schilck ist auf dem Kaisersteinbrucher Ortsstein des Bildhauers Alexandru Ciutureanu eingemeißelt.

Dojikko

Als Dojikko (jap

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. ドジっ娘) wird ein japanischer, üblicherweise weiblicher Charakterarchetyp bezeichnet, der sich durch extreme Tollpatschigkeit (doji) auszeichnet. So fallen diese Charaktere häufig hin, laufen gegen im Weg stehende Hindernisse oder stolpern über jede noch so kleine Kante. Obwohl sie sich dieser Missgeschicke bewusst sind, zeigen sie stets ihre gute Seite und bereuen ihre Unfähigkeit.

Dojikkos richten gewöhnlich nur sehr geringen Schaden an, können aber entsprechend dem Domino-Effekt eine Kettenreaktion von Unglücken auslösen.

Eine Zuneigung zu Dojikko-Figuren wird als Dojikko-Moe (ドジっ娘萌え) bezeichnet.

Dojikko bezieht sich eigentlich nur auf weibliche Figuren. Eine männliche Ausnahme ist Eisuke Hondō aus Detektiv Conan, der explizit als Dojikko, in der Schreibung ドジっ子, bezeichnet wird.

Als Charaktertypen haben Dojikko eine längere Tradition, auch wenn sich der Begriff erst später herausbildete. Im Manga Mahoromatic scheint Minawa keinen Gegenstand zu kennen, über den sie nicht fallen könnte, und sie ist die meiste Zeit damit beschäftigt, sich zu entschuldigen. Ayu aus Kanon besitzt die Angewohnheit, den Protagonisten über den Haufen zu laufen

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, und ist bei ihren Entschuldigungen den Tränen nahe.

In der satirischen Anime-Fernsehserie Sayonara Zetsubō Sensei versucht sich die sonst ernsthafte Chiri in einer der Folgen als Dojikko. Darauf hoffend, mehr Liebe von ihren Mitmenschen zu empfangen, endet der Versuch in einem Desaster.

Kroatische Eishockeyliga 2005/06

Die Saison 2005/06 war die 15. Spielzeit der kroatischen Eishockeyliga, der höchsten kroatischen Eishockeyspielklasse. Meister wurde zum insgesamt elften Mal in der Vereinsgeschichte der KHL Medveščak Zagreb.

In der Hauptrunde absolvierte jede der vier Mannschaften insgesamt sechs Spiele. Die drei bestplatzierten Mannschaften qualifizierten sich für die Playoffs, in denen der Meister ausgespielt wurde, wobei der Erstplatzierte direkt für das Finale qualifiziert war. Für einen Sieg erhielt jede Mannschaft zwei Punkte, bei einem Unentschieden gab es einen Punkt und bei einer Niederlage null Punkte.

Sp = Spiele, S = Siege, U = unentschieden, N = Niederlagen, OTS = Overtime-Siege, OTN = Overtime-Niederlage, SOS = Penalty-Siege, SON = Penalty-Niederlage

1991/92 | 1992/93 | 1993/94 | 1994/95 | 1995/96 | 1996/97 | 1997/98 | 1998/99&nbsp mcm taschen sale;| 1999/00 | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04 | 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15 | 2015/16

Oulankajoki

Kiutaköngäs-Stromschnellen

Oulankajoki im Oulanka-Nationalpark

Oulankajoki im Oulanka-Nationalpark

Der Fluss Oulankajoki (russisch Оуланкайоки, Оланка, Transkription: Olanka) durchfließt in West-Ost-Richtung die Mittelgebirgslandschaft der Region Kuusamo in der finnischen Landschaft Nordösterbotten etwas südlich des Polarkreises. Seinen Ursprung hat der Fluss in den Moorgebieten nahe Salla. Später durchfließt er Seen und mäandrierende Fließstrecken. Im Oulanka-Nationalpark durchbricht der Fluss canyonartige Felsdurchbrüche. Von Süden her kommend trifft der Kitkajoki auf den Oulankajoki

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. Nach dem Übertritt nach Russland trifft der Kuusinkijoki von Süden kommend auf den Oulankajoki, bevor dieser in den Paanajärvi-See mündet. Als Olanka setzt der Fluss vom Ostende des Sees zum Pjaosero seinen Lauf fort.

Der Oulankajoki ist ein beliebter Fluss für mehrtägige Kanutouren

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. Im Oberlauf findet kommerzielles Rafting statt.

Lahore-Ahmadiyya-Bewegung

Die Lahore-Ahmadiyya-Bewegung (Langform: Lahore-Ahmadiyya-Bewegung zur Verbreitung islamischen Wissens; Urdu/arabisch أحمديه أنجمن اشاعت اسلام لاهور Ahmadiyya Andschuman-i Ischaʿat-i Islam Lahaur, DMG Aḥmadiyyah Anǧuman-i Išāʿat-i Islām Lāhaur ‚Lahore Ahmadiyya-Bewegung für die Verbreitung des Islam‘; AAIIL) gründete sich, als Ergebnis eines Dissenses innerhalb der Ahmadiyya-Bewegung, nach dem Tode Nur-ud-Dins 1914, des ersten „Kalifen des Messias“, d.h. Nachfolgers des Gründers Mirza Ghulam Ahmad. Aus der Ahmadiyya-Bewegung ging neben der Lahore-Ahmadiyya-Bewegung die heute bedeutendere Ahmadiyya-Muslim-Gemeinschaft hervor.

Die sich selbst als Reformgemeinschaft verstehende Ahmadiyya entstand mitten in einer Vielzahl von Bildungsbestrebungen und Erneuerungsbewegungen der islamischen Welt am Ende des 19. Jahrhunderts, in einer Zeit als es in Britisch-Indien große Kontroversen zwischen christlichen Missionaren und islamischen Gelehrten gab. Neben Koran, Hadith und Sunna haben die Schriften und Offenbarungen des Gründers Mirza Ghulam Ahmad große Bedeutung.

Von der Ahmadiyya Muslim Jamaat grenzt sich die Lahore-Ahmadiyya-Bewegung durch die Ablehnung des als autokratisch empfundenen Kalifentums ab. Dazu wird der von der AMJ als Prophet verehrte Gründer Mirza Ghulam Ahmad als „Reformer“ und „Erneuerer“ verstanden.

„Sei nicht traurig! Gott ist mit uns.“ („In-Allah-ha-Ma’anaa.“ [arabisch: inna ‚llāha maʿanā]) aus Koranvers 9:40.

Die Lahore-Gruppe, von westlichen Ideen beeinflusst, wollte angeblich das Kalifat abgeschafft wissen. Sie hatte von Anfang an mehr den „Charakter eines Intellektuellenzirkels im Umfeld einer Zeitschrift“.

Über eine formelle Mitgliedschaft ist nichts bekannt. Nach Manfred Backhausen gab es in „ganz Deutschland 2006 nur eine Handvoll Lahore-Ahmadis“. Auch weltweit kommt ihr kaum noch Bedeutung zu. Mit Publikationen und Missionsaktivitäten, besonders im englischsprachigen Raum, blieben sie jedoch bis heute aktiv.

In Deutschland ist in Berlin der am 17. November 1990 entstandene Förderverein für die Wilmersdorfer Moschee, die „Gesellschaft zur Erhaltung der Moschee e.V.“ (Berlin VR 11145) registriert.

Vom 25. bis 27. Mai 2007 wurde eine Konferenz von der deutschen und niederländischen Sektion der AAIIL in der Wilmersdorfer Moschee abgehalten, an der auch der Präsident und Emir der weltweiten Gemeinschaft Abdul Karim Saeed Pasha und seine Frau Sahiba Saeed teilnahmen.

Die Ahmadiyya Anjuman Isha’at-i-Islam Lahore entstand durch Abspaltung aus der Ahmadiyya-Bewegung als Ergebnis eines Dissenses über die „Kalifatfrage“ nach dem Tod Nur-ud-Dins 1914. Die Zentrale der Organisation ist die „Darus-Salam-Moschee“ in Lahore.

Die Lahore Ahmadiyya-Bewegung in Großbritannien und die Woking Muslim Mission.

Khwaja Kamal ud-Din war der erste Ahmadiyya-Missionar, erwarb die leerstehende Shah-Jahan-Moschee und eröffnete 1913 in Woking (nahe London) eine Missionsstation, von der Lahore Ahmadiyya-Bewegung bis in die 1960er Jahre unterhalten wurde. Maulana Muhammad Ali übersetzte im Jahr 1917 den Koran ins Englische.

1974 wurde in Tooting das „Ahmadiyya-House“ () gekauft. 1982 wurde in Wembley ein neues Zentrum „Dar us-Salam“ () eingerichtet.

Die Lahore Ahmadiyya-Bewegung in Deutschland und die Berlin Muslim Mission.

Maulana Sadr-ud-Din und Maulvi Abdul Majid waren die ersten islamischen Missionare in Deutschland und 1922 schlossen sich in Berlin lebende Muslime aus 41 Nationen, vornehmlich Ahmadiyya-Anhänger, zur „Islamischen Gemeinde Berlin e.V.“ (Sitz Berlin-Charlottenburg) zusammen. Die Berliner Moschee (heute Wilmersdorfer Moschee) wurde in den Jahren 1924-28 erbaut und ist seitdem die Zentrale der Gemeinschaft in Deutschland. Seit dem 22. März 1930 führte die Moscheegemeinde den Namen Deutsch-Muslimische Gesellschaft e. V.. Mit dieser Umbenennung war ein ungewöhnliches Programm verbunden

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. Die neue Gemeinschaft nahm auch Christen und Juden als Mitglieder auf, was für die damalige Zeit ungewohnt war, und betrieb einen regen interreligiösen Dialog. Die erste Koranübersetzung in die deutsche Sprache aus muslimischer Feder wurde 1939 von Sadr ud-Din herausgebracht. Der Großteil der ersten Auflage verbrannte bei einem Bombenangriff auf Berlin.

Für zehn Jahre bildete die Berliner Moschee das Zentrum des Islams in Deutschland. Mit dem Zweiten Weltkrieg wurden die Aktivitäten unterbrochen und die Missionare kehrten nach London bzw. Lahore zurück. Nach dem Krieg verhinderte die isolierte Lage Berlins und in den 1960er Jahren der starke Zustrom von muslimischen Migranten, die ihre eigenen Hinterhofmoscheen einrichteten, dazu, dass die Moschee eine bedeutende Rolle für den Islam in Deutschland spielen konnte. Obwohl die Berlin Muslim Mission bescheidene Missionserfolge erzielte, konnte keine kontinuierliche deutsche Gemeinde etabliert werden.

Heute kämpft die Moscheegemeinde mit Geldnöten ums Überleben und den Erhalt der Moschee. Zeitweise gab es in Hamburg eine Zweiggemeinde.

Die Lahore Ahmadiyya-Bewegung in den Niederlanden.

Die Lahore-Indonesien-Holland-Route

Die Geschichte der Lahore Ahmadiyya-Bewegung in den Niederlanden beginnt gewissermaßen in Indonesien. In den frühen 1930er Jahren war Mirza Wali Ahmad Baig Missionsleiter in Indonesien. Der indonesische Intellektuelle Soedewo übersetzte die englische Ausgabe des Koran von Maulana Muhammad Ali in den Jahren 1934 bis 1938. 1939 gründete Mirza Wali Baig den ersten Missionsposten in Holland und nahm in Den Haag seine missionarische Arbeit mit Vorträgen und Gebetsversammlungen auf. Der Zweite Weltkrieg unterbrach aber bald alle Aktivitäten, die erst im Jahr 1950 wieder aufgenommen werden konnten. Im Jahre 1961 wurde das „Institut für islamische Studien in Europa“ eröffnet und im März 2005 wurde eine Neuübersetzung des Korans veröffentlicht.

Die Lahore-Suriname-Holland-Route

Ein großer Arbeitskräftemangel auf den niederländischen Plantagen in Westindien führte zu einer erheblichen Migration indischer Vertragsarbeiter zu den westindischen Inseln. Am 4. Juni 1873 erreichte die erste Schiffsladung mit Arbeitern aus übervölkerten Teilen Indiens den Hafen von Paramaribo. Im Gegensatz zu den früheren britischen Kolonien, in denen die Muslime alles Britische übernommen haben und die Sprache Hindustans längst verloren haben, ist in den ehemaligen niederländischen Kolonien die Urdu-Sprache in Form des Suriname-Dialektes bis heute gebräuchlich.

Im Jahre 1929 bauten die Neuankömmlinge eine Moschee in Paramaribo aus Holz, die mehr als 60 Jahre später durch einen festen Bau ersetzt wurde. Die staatlich anerkannte Moschee-Gemeinschaft „Suriname Islamische Vereinigung (SIV)“ suchte Unterstützung und fand sie in Maulvi Amir Ali, welcher im Ahmadiyya-Zentrum in Lahore ausgebildet und geschult worden war. Zuständig für Trinidad und Guyana übernahm er 1935 für ein Jahr die Schulung der Gemeinde in Paramaribo. Andere Missionare folgten und festigten die Gemeinden in Trinidad, Guyana und Suriname.

Vor allem nachdem Suriname 1975 ein unabhängiger Staat wurde mcm taschen sale, unternahmen viele Muslime, welche ursprünglich vom indischen Subkontinent oder aus Indonesien stammten, eine erneute Hidschra und siedelten nach Europa in die Niederlande über. Um das Jahr 1976 entstanden in Holland nicht weniger als fünf Lahore Ahmadiyya-Gemeinden mit eigenen Zentren und Bethäusern im selben Jahr in Den Haag, Utrecht, Rotterdam, Amsterdam und Arnheim.

Niederlande heute

Heute bestehen kleine Moscheegemeinden in Amsterdam, Den Haag, Rotterdam und Utrecht.

Khwaja Kamal ud-Din und Lord Headley unternahmen eine erste Missionsreise nach Südafrika im Jahr 1926. Seit den späten 1950er Jahren gibt es in Kapstadt eine kleine Zweigstelle der AAIIL.

Der „South Africa Ahmadiyya Court Case“

In Südafrika wurde eine gerichtliche Auseinandersetzung über den Status der Lahore-Ahmadis geführt, die aber von den Gegnern verloren wurde. Anlass war ein öffentlicher Spendenaufruf der „Ahmadiyya Anjuman Ishaat Islam Lahore South Africa“ für den Bau eines islamischen Zentrums im Mai 1982. Der „Muslim Judicial Council“ (MJC) bestritt, dass „die Ahmadiyya kein Islamisches Zentrum oder eine Moschee bauen könnten, da diese Einrichtungen und Moscheen nicht von Ungläubigen gebaut werden können“ und wollte durch die Stadtverwaltung unterbunden wissen, dass die Ahmadiyya im Namen des Islams eine Spendenkampagne durchführe. Daraufhin strengte im Oktober 1982 ein Lahore-Ahmadi ein Zivilprozess an, um seine Rechte als Muslim einzuklagen. Dabei ging es auch darum, dass den Lahore-Ahmadis der Zutritt zu Moscheen und islamischen Friedhöfen verweigert wurde.

Der sich über drei Jahre hinziehende Fall erlangte internationales Aufsehen wobei auch prominente Zeugen aus Pakistan gehört wurden. Im abschließenden Urteil am 20. November 1985 wurde der Anspruch bestätigt, dass ein Mitglied der AAIIL als Muslim anzusehen sei und ihm folglich auch alle Rechte als Muslim zustünden.

siehe auch: Geschichte der Ahmadiyya

Nach Manfred Backhausen konnte das Ziel „Menschen des Westens den Islam näher zu bringen“ bedingt erreicht werden, doch zu keiner Zeit gab es eine kontinuierliche deutsche Gemeinde in der Berliner Moschee. Dazu war die Zahl der gewonnenen Konvertiten zu gering und die Moschee blieb fast ausschließlich Gebetsstätte für ausländische Muslime in Berlin. Erschwerend kam hinzu, dass durch die Masseneinwanderung von Muslimen in Deutschland die Berliner Moschee ihre zentrale Rolle verloren hat.