Als wär’s das erste Mal

Als wär’s das erste Mal ist ein Lied der deutschen Pop-Rock-Band Unheilig. Das Stück ist die erste Singleauskopplung aus ihrem sechsten Kompilationsalbum Alles hat seine Zeit – Best of Unheilig 1999–2014.

Komponiert wurde das Lied von dem Grafen, Markus Tombült und Henning Verlage, produziert und gemischt von Kiko Masbaum und gemastert von Sascha Bühren. Die Single wurde unter dem Musiklabel Vertigo Berlin veröffentlicht. Auf dem schwarz-gold gehaltenen Cover der Maxi-Single ist eine Karikatur des Grafen zu sehen. Das Bild setzt sich aus vielen kleinen Bildern zusammen und zeigt ihn als Umriss mit ausgebreiteten Armen. Das Coverfoto wurde von Erik Weiss erstellt und von dem Büro Dirk Rudolph gestaltet.
Die Erstveröffentlichung der Single fand am 7. März 2014 in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. Bereits am 17. Januar 2014 veröffentlichte Unheilig einen Teaser des Songs auf ihrer Homepage und ihrem YouTube-Channel. Als wär’s das erste Mal ist als einzelner Track und Maxi-Single als CD und zum Download erhältlich. Die Maxi-Single enthält eine Alternativversion des Songs als B-Seite. Vom 11. März bis 13. März 2014 bot Unheilig eine Piano-Version des Liedes als kostenlosen Download bei Amazon an.
Am 13. März 2014 trat Unheilig mit dem Stück in der ersten Runde bei der deutschen Vorentscheidung Unser Song für Dänemark für den Eurovision Song Contest 2014 gegen Künstler wie Madeline Juno, Oceana und Santiano an. Am Ende belegte Unheilig mit dem Lied Wir sind alle wie eins den zweiten Platz hinter Elaiza.
Sowohl die Musik als auch der deutsche Text wurden vom Grafen, Markus Tombült und Henning Verlage verfasst. Musikalisch bewegt sich der Song im Bereich der Popmusik.
„Wie das Glück auf dem höchsten Berg zu steh’n, als wär’s das erste Mal. Wie am Morgen in das Himmelblau zu seh’n, als wär’s das erste Mal.“
Den Inhalt des Liedes beschrieb der Graf wie folgt:
„Diese Lied handelt von dem großen Glück, einen Menschen an der Seite zu haben, der einen schon sein Leben lang begleitet, und nach so vielen Jahren ist es heute immer noch so, wenn man ihn sieht, spürt oder berührt, als wär’s das erste Mal.“
Das Musikvideo zu Als wär’s das erste Mal wurde im Februar 2014 an einem Stausee in Zell am See (Österreich) gedreht und feierte am 21. Februar 2014 Premiere. Es zeigt zum einen den Grafen, der sich durch eine Winterlandschaft bewegt und dabei das Lied singt, und zum anderen die Geschichte eines vermissten Mannes. Zu Beginn erwacht ein Mann im Schnee liegend. Orientierungslos macht er sich auf den Weg nach Hause, wobei er verschwommene Erinnerungen an seine Familie hat. In der Zwischenzeit gibt seine Frau bei der Polizei eine Vermisstenanzeige auf. Auf dem Nachhauseweg kommt der Mann an einem Fußballplatz vorbei, wo er den Kindern beim Spielen zuschaut. Plötzlich steht ein Junge neben ihm und reicht ihm einen Apfel, den er isst. Der Mann passiert einen Bahnhof und steht am Ende in seinem eigenen Garten, wo ihn seine Frau entdeckt. Sie stürmt hinaus zu ihm, sie sehen sich an, und zuletzt springt der Mann in einen angrenzenden See. Die Länge des Videos beträgt 3:05 Minuten. Regie führte Markus Gerwinat. Produziert wurde das Video von der QFilmproduktion.
Als wär’s das erste Mal erreichte in Deutschland Position zehn der Single-Charts und konnte sich insgesamt eine Woche in den deutschen Top-10 und sechs Wochen in den Charts halten. In Österreich erreichte die Single Position 38 und konnte sich zwei Wochen in den Charts halten. In der Schweiz erreichte die Single in einer Chartwoche Position 56 der Single-Charts.
Für Unheilig ist dies der elfte Charterfolg in Deutschland sowie der achte Charterfolg in Österreich und der sechste in der Schweiz. In Deutschland erreichten sie zum fünften Mal die Top-10 der Single-Charts. Ebenfalls zum fünften Mal konnte sich eine Unheilig-Single gleichzeitig in allen D-A-CH-Staaten platzieren.
Für Henning Verlage als Komponist ist Als wär’s das erste Mal bereits seine siebte Single, die die deutschen Single-Charts erreichte. In Österreich und der Schweiz ist es jeweils sein fünfter Charterfolg. Es ist seine vierte Komposition, die die deutschen Single-Top-10 erreichte.
Der Graf • Henning Verlage • Christoph Termühlen („Licky“) • Martin Potthoff („Potti“)
Grant Stevens • Jose Alvarez-Brill
Phosphor • Frohes Fest • Das 2. Gebot • Zelluloid • Moderne Zeiten • Puppenspiel • Große Freiheit • Lichter der Stadt • Gipfelstürmer
Tannenbaum • Schutzengel • Freiheit • Astronaut • Spiegelbild
Gastspiel • Goldene Zeiten • Puppenspiel Live – Vorhang auf! • Große Freiheit Live • Lichter der Stadt Live • Gipfelstürmer Live • MTV Unplugged: Unter Dampf – Ohne Strom
Schattenspiel • Zeitreise • Lichtblicke • Alles hat seine Zeit – Best of Unheilig 1999–2014
Club Tour 2004 • Goldene Zeiten Tour • Orkus Festival Club Tour • Puppenspiel Live – Vorhang auf! Tour • Große Freiheit Tour • Heimreise Tour • Lichter der Stadt Tour • Alles hat seine Zeit – Best of Unheilig Tour • Gipfelstürmer Hallen-Tournee • Zeit zu gehen – Die Abschiedstournee • Ein letztes Mal – Open Airs Tour
Diskografie • Lieder • Tourneen

Sophie Charlotte von Oldenburg

Sophie Charlotte von Oldenburg (* 2. Februar 1879 in Oldenburg (Oldenburg); † 29. März 1964 in Westerstede) war die älteste Tochter des Großherzogs Friedrich August II. von Oldenburg und dessen erster Ehefrau Elisabeth Anna von Preußen, die im Jahr 1895 verstarb. Nach ihrer Heirat mit Prinz Eitel Friedrich von Preußen war Sophie Charlotte nach der damals üblichen Sprechweise auch bekannt als Prinzessin Eitel Friedrich.

Am 27. Februar 1906 heiratete Herzogin Sophie Charlotte in Berlin den zweitältesten Sohn des Kaisers, Eitel Friedrich von Preußen (1883–1942).
Zwischen den Häusern Hohenzollern und Oldenburg bestand bereits eine engere verwandtschaftliche Verbindung. Die Mutter Sophie Charlottes war die gebürtige preußische Prinzessin Elisabeth Anna (1857–1895). Ihr Vater Friedrich Karl Nikolaus von Preußen (1828–1885) hatte sich auf militärischem Gebiet durch zahlreiche Siege hervorgetan.
Die Ehefrau Friedrich Karls, Sophie Charlottes Großmutter Marie Anna, geborene Prinzessin von Anhalt-Dessau (1837–1906), konnte noch kurz vor ihrem Tod an den Hochzeitsfeierlichkeiten ihrer Enkelin teilnehmen. Die Brautleute hatten als gemeinsamen Ururgroßvater König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Königin Luise.
Als dem Oldenburger Erbgroßherzog 1879 sein erstes Kind geboren wurde, knüpften die Eltern bei dessen Namensgebung an die preußische Geschichte an: Die Tochter wurde nach Sophie Charlotte von Hannover benannt, der Gemahlin des ersten preußischen Königs Friedrich I. Prinz Eitel Friedrich hatte auch über seine Mutter, Kaiserin Auguste Viktoria, gemeinsame Vorfahren mit seiner Braut: Die Kaiserin als geborene Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg stammte, ebenso wie die Oldenburger Herzöge aus dem Hause Holstein-Gottorp, von den ersten dänischen Königen aus dem Grafenhaus Oldenburg ab.
Die Hochzeit wurde unter großem Aufwand gefeiert. Die Zeitungen berichteten ausführlich über die Feierlichkeiten. Von Eutin trafen die Brautleute in einem Sonderzug in Oldenburg ein. Nachdem sie vor dem Fürstenbau durch die höchsten Amtsinhaber empfangen und begrüßt worden waren, fuhren sie in ihren Wagen zum Schloss – durch ein ununterbrochenes, festliches Spalier, gebildet von Mitgliedern der Oldenburger Vereine und Schulen aus Stadt und Land. Die Feststraße war geschmückt mit Flaggen, Kränzen und Girlanden,
Die junge Herzogin wurde in ihrer Heimat festlich verabschiedet. Zu diesem Anlass veranstaltete die Stadt einen Fackelzug mit Musikkapelle, an dem der Magistrat und Stadtrat teilnahmen und Vereine aus Stadt und Land. In Oberbürgermeister Tappenbecks Glückwunsch-Rede zur Vermählung der Herzogin hieß es: „Eure Hoheit stehen im Begriff, in drei Tagen, wenn Vaterlandsfreunde ganz Deutschlands sich jubelnd, dankend, hoffend um den mit der Silbermyrte geschmückten Kaiserthron schaaren, als Tochter in das Kaiserhaus der Hohenzollern einzuziehen.“ Er schloss mit Hochrufen auf die Herzogin. Der Großherzog dankte den Oldenburgern. Die Hochzeitsgeschenke wurden, wie damals bei Fürstenhochzeiten üblich, für die Öffentlichkeit im Schloss ausgestellt, mitsamt den Namen der Geber. Neben wertvollem Schmuck, Silbergerät, Bronzestatuen, einem Kronleuchter waren auch Stickereien und andere Handarbeiten unter den Geschenken sowie Gemälde von zumindest in Nordwestdeutschland bekannten Künstlern wie Georg Müller vom Siel („eine große Landschaft“), Paul Müller-Kaempff („Mondaufgang“ auf dem Darß, dem Jagdgebiet des Prinzen), Karl Langenhorst (ein lebensgroßes Bild von Sophie Charlottes früh verstorbener Mutter), Hugo Duphorn („Waldbild aus Rastede“); Bernhard Winter hatte das Titelblatt einer Partiturmappe gestaltet.
Am 27. Februar fanden die Feierlichkeiten im königlichen Schloss in Berlin statt. Nachdem die Kaiserin der Braut die Prinzessinnen-Krone aufgesetzt hatte, wurde im Kurfürstensaal die standesamtliche Eheschließung vollzogen.
Um 17 Uhr begann in der Schlosskapelle die kirchliche Hochzeit des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen mit Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg; die Traurede hielt Oberhofprediger Dryander. Anschließend nahmen das Kaiserpaar und das jungvermählte Paar in der Bildergalerie die Glückwünsche der Hochzeitsgäste entgegen.
Das Ehepaar lebte zunächst im Schloss Hubertusstock in der Schorfheide, dem kaiserlichen Jagdgebiet, wo es seine Flitterwochen verbrachte, danach bezog es die Villa Ingenheim in Potsdam. Als nach Ende des Ersten Weltkrieges Matrosen das Marmorpalais besetzten, nahm Prinz Eitel Friedrich die Kaiserin in dieser Villa auf, sie blieb hier bis zu ihrer Abreise in die Niederlande, wo der Kaiser im Exil lebte.
Die Ehe zwischen Eitel Friedrich und Sophie Charlotte blieb kinderlos und wurde 1926 geschieden. Eitel Friedrich heiratete nicht wieder. Sophie Charlotte dagegen heiratete im folgenden Jahr den Rittmeister Harald von Hedemann. Sie lebte mit ihm in Rastede, zunächst im Palais, dann ab Anfang der 1930er Jahre in der für sie erbauten Villa am Hankhauser Parkrand in Rastede. 1930 trat sie nach der Aufstellung derjenigen Parteigenossen, die Angehörige fürstlicher Häuser sind in die NSDAP ein und wurde unter der Nummer 306.866 registriert. Nach dem Tod ihres Mannes 1951 zog die Herzogin in ein kleines Haus nach Bad Zwischenahn. Sie starb 1964 in Westerstede.
1909 wurde das Segelschulschiff Prinzess Eitel Friedrich, die heutige Dar Pomorza, nach Sophie Charlotte benannt.

Srednekolymsk

Srednekolymsk (russisch Среднеколымск, jakutisch Орто Халыма/Orto Chalyma) ist eine Kleinstadt in der Republik Sacha (Jakutien) (Russland) mit 3525 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).

Die Stadt liegt im Kolyma-Tiefland, etwa 1500 km nordöstlich der Republikshauptstadt Jakutsk, am linken Ufer der Kolyma um die Einmündung der Ankudinka, welche den Ort in zwei Teile teilt.
Die Stadt Srednekolymsk ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Ulus Srednekolymsk (russ.: Среднеколымский улус, jakut.:Орто Халыма улууһа – Orto Chalyma uluuha).
Srednekolymsk verfügt über einen Flughafen und eine Anlegestelle an der Kolyma.
Der Ort wurde 1644 von Kosaken als Ostrog Jarmanka gegründet. 1775 erfolgte die Umbenennung in Srednekolymsk (russisch für Mittlere-Kolyma-Stadt) mit der Verleihung des Stadtrechtes als Verwaltungszentrum des Kolymakreises (Okrugs). Die Stadt war Verbannungsort, so für den Dekabristen Nikolai Bobrischtschew-Puschkin. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Srednekolymsk 147 Häuser (davon 53 Wohnhäuser), 22 Jurten, zwölf Händler, eine Holzkirche, eine Kirchenschule und ein kleines Krankenhaus. Die Einwohner lebten von Fischfang, Pelztier- und Vogeljagd, Pilz- und Beerensuche.
Anmerkung: Volkszählungsdaten
In Srednekolymsk gibt es bereits seit 1921 ein kleines Heimatmuseum.
In der Stadt gibt es Betriebe der Lebensmittelwirtschaft und ein Treibstofflager. Im Rajon werden Pelztier- und Viehhaltung (Rinder, Pferde, Rentiere) sowie Fischfang betrieben.
Verwaltungszentrum: Jakutsk
AldanR | JakutskS | LenskR | MirnyR | NerjungriR | NjurbaR | OljokminskR | PokrowskR | SrednekolymskR | Tommot | Udatschny | Werchojansk | WiljuiskR
Aichal | Allach-Jun | Almasny | Artyk | BatagaiR | Belaja GoraR | Berkakit | Besymjanny | ChandygaR | Chani | DeputatskiR | Dschebariki-Chaja | Eldikan | Esse-Chaija | Jugorjonok | Kyssyl-Syr | Lebediny | Leninski | Mochsogolloch | Nagorny | Nischnejansk | Nischni BestjachR | Nischni Kuranach | Peledui | SangarR | SchataiS | Serebrjany Bor | Solnetschny | Solotinka | Swetly | Swjosdotschka | SyrjankaR | TiksiR | Torgo | Tschernyschewski | TscherskiR | TschokurdachR | Tschulman | Ust-Kuiga | Ust-MajaR | Ust-NeraR | Witim
Amga | Batagai-Alyta | Berdigestjach | Borogonzy | Chonuu | Namzy | Olenjok | Saskylach | Schigansk | Suntar | Tschuraptscha | Werchnewiljuisk | Ytyk-Kjujol
Liste der Städte in der Republik Sacha | Verwaltungsgliederung der Republik Sacha
Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons (Ulus)

Jamo

Die 51 jamo (wörtlich „Mütter der Buchstaben/Schriftzeichen“, auch 낱자 natja genannt) sind die im 15. Jahrhundert geschaffenen Buchstaben einer Hangeul genannten Alphabetschrift, die heute zum Schreiben des Koreanischen verwendet wird.
Im Folgenden sind die Wörter „Konsonant“, „Vokal“ und „Silbe“ eher in (ortho-)graphischer als phonetischer Hinsicht zu verstehen. Diese ungenauen Begriffe ersetzen aus Platzgründen genauere Beschreibungen. Vergleichbar wäre in bezug auf die deutsche Schrift die Bezeichnung des r als Konsonantbuchstabe trotz nicht konsonantischer Aussprache beispielsweise im Wort „er“.
Neben 24 einfachen (nicht zusammengesetzten) jamo gibt es noch 27, die aus zwei oder drei dieser einfachen jamo-Grapheme zusammengesetzt sind. Jedes einfache oder zusammengesetzte jamo repräsentiert ein Morphophonem der Sprache des 20. Jahrhunderts, wobei zu beachten ist, dass die zusammengesetzten oft nicht einfach als Aufeinanderfolge ihrer Bestandteile ausgesprochen werden.
Die 24 einfachen jamo sind:
Fünf der einfachen Konsonanten können verdoppelt geschrieben werden und bilden dann weitere fünf Doppelschreibweisen (ssangjamo), während elf komplexe Konsonantengebilde (bokjamo) aus zwei jeweils verschiedenen Konsonanten nebeneinander geschrieben werden.
Die Grundvokale können zu 11 weiteren Di- und Trigraphen zusammengesetzt werden, von denen allerdings nur ㅢ ein Diphthong im engsten Sinne ist, und das nur im Wortanlaut der Standardsprache.
Zusammengefasst gibt es:
Anders als die Buchstaben des lateinischen Alphabets werden die jamo beim Schreiben nicht einfach in einer Kette von links nach rechts aneinandergesetzt. Vielmehr werden die jamo jeder (orthographischen) Silbe in einem Block gruppiert. Jeder Block wird in der Reihenfolge der Aussprache aus folgenden Teilen zusammengesetzt:
Ob das erste jamo (im Bild schwarz) eines Silbenblocks oben, links oder oben links im Block geschrieben wird, hängt davon ab, welches vokalische jamo (im Bild rot) ihm folgt und ob danach noch ein konsonantisches jamo (im Bild gelb) folgt.
Die fertigen L-V(-T)-Blöcke werden dann von links nach rechts hintereinandergeschrieben; ist eine Zeile voll, wird darunter eine neue von links nach rechts laufende begonnen.
Jamo mit ähnlichen Lautwerten ähneln einander mitunter auch graphisch, beispielsweise ähnelt ein jotierter Vokal graphisch sowohl seiner nicht jotierten Entsprechung als auch jedem anderen jotierten Vokal: Die langen Striche zeigen den vokalischen Lautwert und das Vorhandensein oder Fehlen eines vorangestellten w-Lautes an. Alle jotierten jamo haben zwei kurze Striche, wo das jamo desselben Vokals in nicht jotierter Form nur einen kurzen Strich hat (siehe Bild).
Während sich Konsonantenquantität in der jamo-Schreibung niederschlägt (z. B. wird das Wort 언니 eonni mit langem [n] gesprochen, was man an den beiden ᅟᅠᆫᄂᅠ erkennt), findet Vokalquantität in der Schrift keinen Ausdruck, obwohl sie in einigen Dialekten über die Bedeutung eines Wortes entscheidet – in manchen Dialekten wird der Unterschied durch Ton statt Quantität ausgedrückt. Aus der Hochsprache ist die Vokalquantität als bedeutungstragendes Merkmal allerdings verschwunden oder ist im Schwinden begriffen.
In Nordkorea ist eine Variante des ㅌ sehr verbreitet, die aus einem ㄷ mit darüber liegendem Querstrich (selten auch einem kurzen, auf das ㄷ gesetzten Strich) besteht (siehe Bild). Insgesamt hat sich das Aussehen der jamo seit ihrer Schaffung weder in der Hand- noch in der Druckschrift wesentlich gewandelt; beim Vergleich ältester Druckschriften mit heutigen fällt bloß eine größere Ähnlichkeit letzterer mit Handschriften auf, etwa im jamo ㅈ.
Ebenso wenig wurden die Regeln, die die graphische Anordnung der jamo zu Silbenblöcken bestimmen, verändert; hier ist lediglich die in südkoreanischen Druckschriften übliche, in nordkoreanischen aber kaum gebräuchliche Graphemanordnung in den zusammengesetzten Vokal-jamo ㅝ und ㅞ zu nennen. Zwar gab es vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts in Russland Versuche, sogar die Gruppierungen zu Blöcken aufzugeben und die einzelnen jamo stattdessen einfach wie die Buchstaben der westlichen Alphabete von links nach rechts zu schreiben; solche Reformen konnten sich aber nicht durchsetzen.
Die Anordnung der Silbenblöcke zu von links nach rechts verlaufenden Zeilen hingegen ist vergleichsweise jung. Zunächst wurden sie vertikal angeordnet, wobei die erste Spalte eines Textes rechts stand und die letzte links. Im Zuge der Modernisierung Koreas hielten dann Leer- und Satzzeichen Einzug. Noch während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die heute seltene Vertikalschrift sehr üblich.
Vom 15. bis Anfang des 20. Jahrhunderts konnte der Lead-Teil von Silben auch aus komplexen statt nur aus einfachen oder doppelten jamo bestehen. Im Trail indes gab es wegen damals nicht morphophonemischer Schreibung jahrhundertelang nie mehr als einen einfachen Konsonanten, was 1933 mit einer erfolgreichen Vereinheitlichung der Rechtschreibung endgültig geändert wurde.
Seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, als die jamo geschaffen wurden, sind einige von ihnen außer Gebrauch geraten, während keinerlei Neuschöpfungen das Grapheminventar bereicherten. Mitte des 20. Jahrhunderts gab es in Nordkorea Bestrebungen, mithilfe einer Reihe neuer Grapheme, deren Aussehen sich an dem bestehender jamo-Grapheme orientierte, das jamo-Zeicheninventar dem der koreanischen Morphophoneme noch stärker anzugleichen (neue jamo mit Beispielwörtern); auch dieser letzte große Reformversuch fand aber wenig Unterstützung und wurde aufgegeben, sodass die jamo eines Wortes heute nur eingeschränkt Aufschluss über dessen Flexion geben.
Die südkoreanischen Standardisierung 1969 legte den Grundstein einer Meinungsverschiedenheit über die beste jamo-Tastaturbelegung:
Die Belegungen 3[se]-, 4[ne]- und 5[daseot]-beolsik sind inzwischen weitgehend außer Gebrauch geraten.
Bei der heute üblichen 2[du]-beolsik-Belegung liegen die Konsonanten auf der linken Tastaturhälfte, die Vokale (vowel/jungseong) auf der rechten. Zur Eingabe eines Konsonanten im Silbenauslaut (trail/jongseong) wird dieselbe Taste wie zu seiner Eingabe im Anlaut (lead/choseong) angeschlagen.
Manche ziehen der 2-beolsik-Belegung die 3-beolsik-Belegung vor, da diese die bei Rechtshändern schwächere linke Hand weniger beanspruche und so dem Karpaltunnelsyndrom vorbeuge; bei der 3-beolsik-Belegung sitzen die Anlautkonsonanten (lead) rechts, die Vokale (vowel) in der Mitte und die Auslautkonsonanten (trail) links. Die Benutzung der Maus mit der rechten Hand gleicht indessen die stärkere Beanspruchung der linken Hand durch 2-beolsik wieder aus.
Windows‘ IME unterstützt 2-beolsik, 3-beolsik 390 und 3-beolsik Final (최종3벌식).
Zum Schreiben von Kurznachrichten mit Handytastaturen gibt es neben anderen Samsungs Cheonjiin(천지인)-Eingabemethode, bei der für die Eingabe der 21 Vokale (jungseong) nur drei Tasten benötigt werden. Die Cheonjiin-Eingabemethode nutzt den Umstand aus, dass sämtliche Vokale unzweideutig mit der Schreibreihenfolge ihrer kurzen Striche (천 cheon „Himmel“), langen waagerechten Striche (지 ji „Erde“) und langen senkrechten Striche (인 in „Mensch“) wiedergegeben werden können. Beispielsweise erzeugt die Folge „kurzer Strich“, „waagerechter Strich“, „senkrechter Strich“ (bzw. das Drücken der entsprechenden Tasten auf dem Handy) den Vokal ㅚ oe.
Dies ist ohne Probleme möglich, da in den 1930er Jahren der Vokal ㆌ aufgegeben wurde, der sonst ebenso wie ㅝ durch die Sequenz „waagerechter Strich“, „kurzer Strich“, „kurzer Strich“, „senkrechter Strich“ eingegeben werden müsste.
Bei einer weiteren Eingabemethode können einige Buchstaben mit nur einem Tastendruck eingegeben werden, während andere durch nachfolgendes Drücken der Taste
erzeugt werden. Die Vokale ㅏ a und ㅗ o (beide sind „helle“ oder yang-Vokale) werden jeweils mit nur einem Tastendruck eingegeben. Um die entsprechenden (zu den hellen Vokalen achsensymmetrischen) „dunklen“ oder eum-Vokale ㅓ eo und ㅜ u einzugeben, drückt man einfach dieselbe Taste ein zweites Mal.
Konsonanten Für ㅎ h: ㅇ (ng), „Strich hinzufügen“ Für ㅂ b: ㅁ m, „Strich hinzufügen“ Für ㅃ pp: ㅁ m, „Strich hinzufügen“, „Verdoppeln“ Für ㅍ p: ㅁ m, 2 × „Strich hinzufügen“
Vokale Für ㅘ wa: ㅗ/ㅜ o/u, ㅏ/ㅓ a/eo Für ㅑ ya: ㅏ/ㅓ a/eo, „Strich hinzufügen“ Für ㅓ eo: 2 × ㅏ/ㅓ a/eo Für ㅕ yeo: 2 × ㅏ/ㅓ a/eo, „Strich hinzufügen“
Gesamter CVC-Block Für 협 hyeop: ㅇ (ng), „Strich hinzufügen“, 2 × ㅏ/ㅓ a/eo, „Strich hinzufügen“, ㅁ m, „Strich hinzufügen“
Üblicherweise werden vollständige Silbenblöcke als kleinste Einheiten gespeichert. Daneben ist in Unicode aber auch die kaum mehr genutzte Möglichkeit vorgesehen, die jamo einer Silbe in der folgenden Reihenfolge einzeln zu speichern:
L steht hier für ein einzelnes oder eine Sequenz mehrerer konsonantischer choseong jamo, V für ein einzelnes oder eine Sequenz mehrerer vokalischer jungseong jamo, T für ein einzelnes oder eine Sequenz mehrerer konsonantischer jongseong jamo (optional) und schließlich M für eins der beiden im 15. Jahrhundert benutzten Tonzeichen, die bei vertikaler Schrift als ein oder zwei Punkte links neben dem Silbenblock erscheinen sollten (optional).
Diese Struktur heißt auf koreanisch 첫가끝 (etwa „LVT“). In Verbindung mit einem geeigneten Font ermöglicht die jamo-orientierte LVT-Methode eine der ursprünglichen Schreibung vergleichsweise ähnliche Darstellung selbst alter koreanischer Texte, wohingegen einer Speicherung in Silbenblöcken die schiere Anzahl der möglichen Silben entgegensteht, die sich bei Unterstützung auch außer Gebrauch geratener jamo alter koreanischer Texte ergäbe und die die Größe üblicher Fonts sprengen würde.

Dalmatowo

Dalmatowo (russisch Далматово) ist eine Stadt in der Oblast Kurgan (Russland) mit 13.911 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).

Die Stadt liegt östlich des Ural, im Südwesten des Westsibirischen Tieflandes, etwa 190 km nordwestlich der Oblasthauptstadt Kurgan, am linken Ufer des Flusses Isset nahe der Einmündung der Tetscha. Das Klima ist kontinental.
Die Stadt Dalmatowo ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.
Dalmatowo liegt an der 1933 durchgehend eröffneten Eisenbahnstrecke Jekaterinburg (damals Swerdlowsk) – Kurgan.
Dalmatowo entstand 1651 als „Vorstadt“ bzw. Handelssiedlung (Sloboda) beim 1644 gegründeten Dalmat-Mariä-Entschlafens-Männerkloster (Далматовский Успенский мужской монастырь/ Dalmatowski Uspenski muschskoi monastyr; benannt nach seinem Gründer Mönch Dalmat). Später wurde das Dorf Dalmatowskoje (Далматовское) genannt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Ort zu einem der ersten Zentren der russischen Orthodoxie und Kultur jenseits des Ural. Im 18. Jahrhundert war Dalmatowskoje auch Verbannungsort für Altorthodoxe.
1781 erhielt der Ort unter dem Namen Dalmatow erstmals Stadtrecht, verlor es jedoch 1797 wieder (bis ins frühe 20. Jahrhundert wurden beide Versionen des Ortsnamens, Dalmatow und Dalmatowo, parallel verwendet). Im 19. Jahrhundert war er als regionales Zentrum des Gemüseanbaus (Gurken) und des Sammelns und Verkaufs von wildem Hopfen bekannt.
Im Oktober 1913 wurde eine Zweigstrecke der Transsibirischen Eisenbahn von Bogdanowitsch über Kamensk-Uralski (Station Sinarskaja, das damalige Kamensk bzw. Kamenski Sawod) nach Schadrinsk durch den Ort geführt. Diese Strecke wurde später zur direkten Transsib-Querverbindung Jekaterinburg – Kurgan ausgebaut, die 1933 eröffnet wurde.
1947 erhielt der Ort erneut Stadtrecht.
Anmerkung: Volkszählungsdaten
In Dalmatowo gibt es ein nach dem in der Nähe geborenen und hier verstorbenen Heimatforscher Alexander Syrjanow (1830–1884) benanntes Geschichtsmuseum.
Das in der sowjetischen Zeit geschlossene und stark in Mitleidenschaft gezogene Mariä-Entschlafens-(Uspenski-)Kloster ist wieder in Betrieb. Verschiedene Bauten vom Beginn des 18. Jahrhunderts, u. a. die Klostermauer, sind erhalten und werden restauriert.
In Dalmatowo sind Betriebe des Maschinenbaus, der Leicht- (Teppiche, Möbel) und Lebensmittelindustrie ansässig. In der Umgebung werden Getreideanbau und Viehzucht betrieben.
Verwaltungszentrum: Kurgan
DalmatowoR | KataiskR | KurganS | KurtamyschR | MakuschinoR | PetuchowoR | SchadrinskS/R | SchtschutschjeR | SchumichaR
JurgamyschR | KargapoljeR | Krasny Oktjabr | SchatrowoR | WargaschiR | ZelinnojeR
Almenewo | Beloserskoje | Gljadjanskoje | Ketowo | Lebjaschje | Mischkino | Mokroussowo | Polowinnoje | Safakulewo | Swerinogolowskoje | Tschastooserje
Liste der Städte in der Oblast Kurgan | Verwaltungsgliederung der Oblast Kurgan
Anmerkungen: S – Sitz eines Stadtkreises, R – Verwaltungszentrum eines Rajons

Toussieu

Toussieu ist eine französische Gemeinde mit 2.542 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2013) im Département Rhône in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Sie gehört administrativ zum Arrondissement Villefranche-sur-Saône und ist Teil des Kantons Genas (bis 2015: Kanton Saint-Symphorien-d’Ozon).

Toussieu liegt ca. 20 Kilometer südöstlich von Lyon. Umgeben wird Toussieu im Norden, Osten und Süden von Saint-Pierre-de-Chandieu sowie Mions im Westen.
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Handwerklich-Künstlerischer Unterricht

Der Handwerklich-Künstlerische Unterricht bzw. künstlerisch-praktische Unterricht bezeichnet in der Pädagogik der Waldorfschulen eine Gruppe von Fächern, die die Entwicklung der künstlerisch-kreativen und praktisch-handwerklichen Fähigkeiten der Schüler zum Ziel haben. Im engeren Sinne bezeichnet Handwerklich-Künstlerischer Unterricht (dann oft abgekürzt HKU) , bzw. künstlerisch-praktischer Unterricht (KPU) eine besondere Unterrichtsform in der Oberstufe der Waldorfschulen.
Die handwerklich-künstlerischen Fächer, die vom ersten bis zum letzten Schuljahr unterrichtet werden, finden in der Klasse 1 bis 8 im Anschluss an den morgendlichen Epochenunterricht des Klassenlehrers, welcher die deutschsprachigen Hauptfächer behandelt, statt. Welche Fächer zu den handwerklich-künstlerischen, bzw. künstlerisch-praktischen Fächern gehören, wird an den Waldorfschulen unterschiedlich gehandhabt. Dazu gehören zum Teil Musik, Malen, Gartenbau, Handwerken (Schreinern), Handarbeit, Eurythmie und andere.
Die Oberstufe wird an verschiedenen Waldorfschulen in zwei Zweigen durchgeführt: Einmal für die Schüler, die das Abitur machen wollen und zum Zweiten für die Schüler, die eine berufliche Ausbildung anstreben. Entsprechend unterscheiden sich dann auch die Stundentafeln. Die Schüler, die sich nicht auf das Abitur vorbereiten, können zwischen mehreren Schwerpunkten wählen, zum Beispiel Tischlern/Schreinern, Hauswirtschaft, Schneidern. In der Abschlussfeier am Ende der 12. Klasse stellen sie ihre Arbeiten der Öffentlichkeit vor.
Der Handwerklich-Künstlerische Unterricht (HKU) der Abiturienten kann sich in lockerer Epochenform gestalten. Das heißt, dass mehrmals pro Woche dasselbe Fach unterrichtet wird, welches nach einem Zeitraum von mehreren Wochen durch ein anderes abgelöst wird. In diesem Zusammenhang werden z. B. Fächer wie Schreinern, Verpackungstechnik, Buchbinden, Korbflechten, Schmieden, Kunstgeschichte, Steinmetzen, Schneidern, technisches oder künstlerisches Zeichnen und Malen unterrichtet.

Maximilian von Asseburg-Neindorf

Karl Alexander Maximilian von Asseburg-Neindorf (* 2. Juli 1874 auf Schloss Neindorf bei Oschersleben; † 12. September 1945 ebenda) war ein deutscher Rittergutsbesitzer, Verwaltungsbeamter und Parlamentarier.

Maximilian von Asseburg-Neindorf war Sohn des Landrats und Majoratherrn Alexander von Asseburg-Neindorf und der Luise geb. Gräfin zu Reventlow. Er war verheiratet mit Edda Gräfin zu Innhausen und Knyphausen, Tochter des Präsidenten des Preußischen Herrenhauses Edzard zu Innhausen und Knyphausen. Sie hatten einen Sohn und vier Töchter.
Seine Schwäger waren Dodo Fürst zu Innhausen und Knyphausen, Mitglied des Preußischen Herrenhauses, der Landrat Dodo Freiherr zu Innhausen und Knyphausen und der Diplomat und Bankier Friedrich von Wallenberg-Pachaly.
Maximilian von Asseburg-Neindorf besuchte das Gymnasium in Ilfeld und Zeitz. Nach dem Abitur studierte er an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Alma Mater Lipsiensis, der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin und der Alma Mater Gryphiswaldensis Rechtswissenschaften. 1897 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn. Nach der Promotion zum Dr. jur. trat er in den preußischen Staatsdienst ein. 1910 war er Regierungsassessor in Berlin. Von 1918 bis 1920 war er Landrat des Kreises Stolzenau. 1918 rückte er in den 52. Hannoverschen Provinziallandtag nach. Er war Fideikommissherr auf Schloss Neindorf.

Funkamateur

Als Funkamateur (kurz: „Ham“ von engl. ham radio operator für amateur radio operator) bezeichnet man eine Person, die sich mit dem Gebiet des Amateurfunks befasst. Zum Senden auf dafür freigegeben Frequenzen ist in den meisten Ländern eine Prüfungsbescheinigung, z. B. ein Amateurfunkzeugnis oder eine Lizenz erforderlich. Der Besitz der dazu benötigten Geräte kann je nach Land gesetzlich eingeschränkt sein.

Für Deutschland definiert das Amateurfunkgesetz von 1997:
Für Österreich definiert das Gesetz, dass der Funkamateur Inhaber einer Amateurfunklizenz ist, das Amateurfunkzeugnis reicht also nicht aus.
Wenn jemand ausschließlich Übertragungen empfängt, nennt man ihn Empfangsamateur (sogenannte SWLs – Short Wave Listeners).
Das Hobby eines Funkamateurs ist es, eine Amateurfunkstation zu errichten und zu betreiben. Der Betrieb von Funksendeanlagen ist genehmigungspflichtig. Jeder Funkamateur muss seine Sachkunde (auf den Gebieten Technik, Betriebstechnik und Vorschriften) in einer schriftlichen Prüfung nachweisen. Diese Prüfung wird meist bei der zuständigen Behörde abgenommen, selten auch direkt von Amateurfunkverbänden (z. B. in den USA). Nach erfolgreicher Prüfung erhält der angehende Funkamateur sein Amateurfunkzeugnis ausgestellt. Mit dem Amateurfunkzeugnis kann die Zulassung zum Amateurfunkdienst beantragt werden. Durch die Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst, mit der dem Funkamateur gleichzeitig sein weltweit eindeutiges Amateurfunkrufzeichen zugeteilt wird, erwirbt der Funkamateur insbesondere das Recht, abweichend vom üblicherweise festgelegten Konformitätsbewertungsverfahren, die Funkgeräte seiner Amateurfunkstelle selbst zu fertigen, sowie im Handel erhältliche Sendeanlagen, die auf Amateurfunkbänder umgebaut wurden, zu betreiben. Mit diesem Rufzeichen darf er die dem Amateurfunk zugeteilten Amateurbänder benutzen. Dazu stellt er sich mit einem oder mehreren (eventuell auch selbst gebauten) Funkgeräten seine eigene Amateurfunkstelle zusammen. Durch die bei der Prüfung bewiesene Sachkunde sind Funkamateure die Einzigen, die das Recht haben, ihre Sender selbst zu bauen. Als Sendebetreiber gelten auch für Funkamateure die gleichen Pflichten wie bei allen kommerziellen Frequenznutzern. So sind jährlich Beiträge für beispielsweise die Frequenzzuteilung oder für die Arbeit der Behörde auf dem Gebiet der elektromagnetischen Verträglichkeit zu zahlen und auch die generelle Pflicht des Nachweises der Unbedenklichkeit der elektromagnetischen Emissionen gilt für Funkamateure. In einigen Ländern gibt es für Funkamateure vereinfachte Verfahren für diesen Nachweis. So können Funkamateure als geprüfte Fachleute ihre Anlage oft selbst dokumentieren.
In Unternehmen der Nachrichtentechnik sind Bewerbungen von Funkamateuren gerne gesehen. Durch den direkten Bezug zur (Funk-)Praxis unterstellt man den Bewerbern bessere Kenntnisse – diese erhöhen die Chance auf ein Bewerbungsgespräch. Einige Firmen erwähnen das sogar in Stellenausschreibungen. Rund 30 % der Angestellten bei Nokia in Finnland sind Funkamateure. Darüber hinaus werden Funkamateure bei ihren Projekten von vielen Firmen unterstützt. Das fängt bei der Einrichtung von Amateurfunkstellen in Räumen der Firma an und geht bis zum Bau von Amateurfunksatelliten.
Mit ihrer Funkstation pflegen Funkamateure Kontakte zu anderen Funkamateuren in der ganzen Welt. Der Funkamateur darf nur mit anderen Amateurfunkstellen Funkverkehr abwickeln. Er darf Nachrichten, die nicht den Amateurfunkdienst betreffen, für und an Dritte nicht übermitteln (Ausnahme: Notfälle).
Funkamateure sind bei ausgefallenen Kommunikationsnetzen oft die einzige Verbindung zur Außenwelt, da sie mit einfachsten Mitteln interkontinentale Funkverbindungen aufbauen können. Diesen Funkverkehr nennt man Notfunk.
In den von Funkamateuren verwendeten Abkürzungen steht beispielsweise OM (von old man) für einen männlichen, sowie YL (von young lady) für einen weiblichen Funkamateur.
Roberto Landell de Moura, James Clerk Maxwell, Heinrich Hertz, Alexander Stepanowitsch Popow und Guglielmo Marconi zählen zu den ersten Funkamateuren. Zu ihrer Zeit existierte der Begriff „Funkamateur“ noch nicht. Sie waren die ersten, die sich aus persönlichen Neigungen und Interesse heraus mit Funktechnik beschäftigten.

Piece of Mind

Besetzung
Piece of Mind ist das vierte Studioalbum der britischen Heavy-Metal-Band Iron Maiden. Das Album wurde am 16. Mai 1983 von EMI veröffentlicht.

Nach der Beast-on-the-Road-Tour trennte sich Iron Maiden von Schlagzeuger Clive Burr. Burr weigerte sich bis zu seinem Tod noch über den Split zu reden, doch man geht von musikalischen Differenzen aus. Obwohl das Ausscheiden von Burr nicht freundschaftlich erfolgte, findet sich auf dem Album eine Widmung an ihn.
Nicko McBrain, vorher unter anderem bei Trust und Pat Travers, ersetzte Burr im Januar 1983.
Das Album wurde unter der Regie von Martin Birch in den Compass Point Studios in Nassau auf den Bahamas eingespielt.
Es enthält einige Gimmicks. Im Booklet befindet sich ein Bibelzitat aus der Offenbarung des Johannes:
„And God shall wipe away all the tears from their eyes; and there shall be no more Death. Neither sorrow, nor crying. Neither shall there be any more pain; for the former things are passed.“
Iron Maiden tauschte allerdings das Wort „pain“ durch „brain“ aus, ein kleiner Seitenhieb auf den Albumtitel wie auch auf den Nachnamen des neu engagierten Schlagzeugers. Zwischen den Liedern The Trooper und Still Life befindet sich eine Rückwärtsbotschaft. Rückwärts abgespielt ergibt sich eine von McBrain gesprochene Nonsense-Passage.
Es ist außerdem das erste Album von Iron Maiden, welches nicht nach einem Liednamen benannt ist. Ursprünglich sollte es Food for Thought heißen, die Idee wurde aber wieder verworfen.
Der Albumname ist ein englischer Wortwitz. Der Ausdruck „Peace of Mind“ bedeutet im Englischen so viel wie „Seelenfrieden“. Der gleich ausgesprochene (homophone) Albumtitel „Piece of Mind“ heißt in etwa „ein Stück Gehirn“.
Flight of Icarus erschien am 11. April 1983. Auf dem Cover schießt Eddie den fliegenden Ikarus mit einem Flammenwerfer ab. Es war die erste Single von Iron Maiden, die auch in den Staaten ausgekoppelt wurde. In Deutschland und Großbritannien erschien die Single außerdem als Picture Disc. Sie erreichte in Großbritannien Platz #11 und wurde in Amerika oft im Radio gespielt, was ihr Platz #12 der Rock Radio Charts und Platz #8 der Billboard-Mainstream-Rock-Charts. Die B-Seite ist ein Cover der Band Montrose. Das Lied war bereits B-Seite der Sanctuary-Single, zu dieser Zeit als Liveaufnahme und im ersten Line-Up mit Paul Di’Anno als Sänger.
The Trooper erschien am 20. Juni 1983. Das Cover ist ein klassisches Motiv, welches oft gebootlegt und persifliert wurde. Es zeigt Eddie als britischen Kavalleristen, der mit einem Union Jack und gezogenem, blutbespritzten Degen über ein Schlachtfeld rennt. Eine ähnliche Illustration ist auf einer Südstaaten-Flagge zu finden. Die Single erschien auch als „Shaped Picture Disc“. Als B-Seite findet sich eine Coverversion des Jethro-Tull-Klassikers Cross-Eyed Mary. Die Single erreichte in Großbritannien Platz #12 der Charts.
Eine Neuveröffentlichung der Single von 2005 kletterte auf Platz #5 der englischen und der kanadischen Charts. Die Single enthält eine Live- und eine Studioversion des Stückes, sowie ein Live-Bonus-Track und die Videos des Lieds.
Vinyl
Das Album erreichte in England Chartplatz 3 und in den USA Platz 70. Es gilt als eines der besten Alben der Band. Im Kerrang!-Magazin wurde das Album auf Platz 1 der besten Metal-LPs aller Zeiten gewählt.
Unter dem Titel Video Pieces wurde 1983 ein 18-minütiges VHS-Video veröffentlicht. Es enthält die Videos zu Run to the Hills, The Number of the Beast, Flight of Icarus und The Trooper. Das Video war eine der seltenen Veröffentlichungen, die nicht Eddie auf dem Cover zeigen.
Bruce Dickinson • Janick Gers • Steve Harris • Nicko McBrain • Dave Murray • Adrian Smith
Blaze Bayley • Clive Burr • Paul Day • Paul Di’Anno • Ron Matthews • Tony Moore • Tony Parsons • Terry Rance • Doug Sampson • Bob Sawyer • Dennis Stratton • Dave Sullivan • Dennis Wilcock
Iron Maiden • Killers • The Number of the Beast • Piece of Mind • Powerslave • Somewhere in Time • Seventh Son of a Seventh Son • No Prayer for the Dying • Fear of the Dark • The X Factor • Virtual XI • Brave New World • Dance of Death • A Matter of Life and Death • The Final Frontier • The Book of Souls
Live After Death • A Real Live One • A Real Dead One • Live at Donington • Rock in Rio • Death on the Road • Flight 666 • En Vivo! • Maiden England ’88
Diskografie